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Linux Mint 12 RC1: Der Ubuntu-Herausforderer geht in die nächste Runde

    Linux Mint 12 RC1: Der Ubuntu-Herausforderer geht in die nächste Runde

Dieser Tage gab das Mint-Team den RC1 des kommenden Linux Mint 12, Codename Lisa, zum Download frei. Linux Mint ist der aufgehende Stern am Himmel der Linux-Desktops. Das System basiert auf der jeweils aktuellen Ubuntu-Version. Das Mint-Team verfolgt dennoch einen etwas anderen Ansatz als Canonical mit seinem Ubuntu-OS.

Linux Mint 12: Freie Anpassbarkeit als oberste Maxime

Canonical versucht Ubuntu zum Linux-System für jedermann zu machen und geht dabei den Weg strikter Vereinfachungen und Standardisierungen. Jüngster, von Powerusern als radikal empfundener Schritt war die Einführung der Eigenentwicklung Unity als Standard-UI in Abkehr vom bislang präferierten Gnome-Desktop.

Linux Mint 12: Lisas Desktop ist hell und freundlich

Linux Mint greift diese und andere Entwicklungen auf und setzt ihnen Varianten entgegen. So bleibt Mint beispielsweise bei Gnome als Standarddesktop. In der kommenden Version Mint 12 bietet das Team gar den Spagat an, ein Gnome 3 mit MGSE und via MATE gemeinsam mit Elementen aus Gnome 2 zu verwenden. So will Mint Nutzern die Wahl lassen und das nicht nur einmalig während der Installation, sondern auf Dauer während des alltäglichen Gebrauchs des Systems.

Mint kann mit purem Gnome 3.2 als Desktop betrieben werden. Diese Variante dürfte den größten Aufwand an Eingewöhnung für eingefleischte Mint-User sein. Die MGSE (Mint Gnome Shell Extensions) erlauben es, Gnome 3 so anzupassen, dass es aussieht wie ein Mint-Desktop bislang ausgesehen hat. Dabei muss keine radikale Wahl getroffen werden, vielmehr erlauben die MGSE eine fast stufenlose Anpassung der Optik zwischen Gnome 3 pur und Mint-Desktop konventionell.

Linux Mint 12: Die MGSE bieten umfassende Anpassungsmöglichkeiten

Mit dem neuen, noch instabilen Produkt MATE ist es möglich, zusätzlich zum Gnome 3 ein Gnome 2 auf demselben Rechner zu betreiben. MATE ist ein Fork des Gnome 2 und soll in der Endausbaustufe die identische Funktionalität bieten. Das Mint-Team sieht in MATE die Zukunft traditioneller Linux-Desktops.

Das Konglomerat aus Gnome 3, MGSE und MATE repräsentiert die größten Änderungen an der 12er Version des Mint Linux. Gleichzeitig handelt es sich um die größten Unterschiede zum zugrundeliegenden Linux Ubuntu Oneiric Ocelot aka Ubuntu 11.10.

Linux Mint 12: Ein Druck auf Alt-Tab fördert eine taskbezogene Leiste zutage

Andere Abweichungen passen ins Konzept, sind dabei aber eher marginal. So verwendet Mint 12 als Standardsuchmaschine Duck Duck Go. Diese Suchmaschine auf Open Source Basis hält sich strikt an das “No Tracking”-Versprechen und dürfte Nutzern aus dem Tor-Umfeld bekannt vorkommen. Optisch hat sich ebenfalls ein bisschen was getan. Linux Mint kommt sehr elegant und mit professionellen Themes versehen daher. Mich persönlich erinnert es ein bisschen an den Suse-Style, auch Anleihen beim Look des Mac OS lassen sich finden. Aber besser eine gute Optik kopieren als eine schlechte selbst erfinden. Insofern will ich das gar nicht kritisieren.

Mit dem fertigen Release des Mint 12 Lisa ist wohl Ende November zu rechnen. Die wesentlichen Änderungen stehen aber bereits via RC1 zur Verfügung. Wer auf Mint 12 umsteigen will, kann das im Prinzip bereits jetzt tun. Änderungen zur Releaseversion werden sich in engen Grenzen halten.

Was haltet ihr von Linux Mint? Habt ihr es euch schon mal angesehen? Worin liegen aus eurer Sicht Vor- oder Nachteile zum “Wirtssystem” Ubuntu?

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3 Reaktionen
Dieter Blofkap

Alles kommt raus Dieter, einfach alles. Dokumentiert, nachvollziehbar und offenbarend. Game on!

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Ino
Ino

Vorweg: Mint ist eine hübsche, gute Linux-Version.

Ich verstehe nur nicht, warum Ubuntu einem Feuer von Kritik ausgesetzt ist. Auf der einen Seite will die Community dass Linux bekannter wird. Geht aber nur, wenn das System den "Hacker"-Mythos verliert. Das geht nur, indem man sich der Wandlung anpasst. Windows zum Beispiel... alles klicki bunti. Darauf steht der 0815 Anwender jedoch. Der möchte es einfach haben, der will sich nicht mit Config Dateien etc auseinandersetzen. Dazu noch eine hübsche Oberfläche und alles wird gut. Ubuntu versucht genau diese Zielgruppe zu erreichen. Wenn man nun aber weiterhin auf dem alten Prinzip bleibt, wirkt es altbacken. Man sollte sich halt von dem Alten lösen können.. Die eingefleischten Benutzer belassen es doch eh nie bei der Standard Einstellung. Die alten Sachen lassen sich doch ohne weiteres nachinstallieren? Das ist doch das schöne an Linux.

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G. Arentzen

Vor unserem Umstieg zu Mac nutzten wir Linux und schon damals war Mint mein Fav. Es sieht gut aus, bietet ein sinnvolles Startmenü und einige eigene Erweiterungen.
Besonders gefiel mir als reinem Anwender die Einsteigerfreundlichkeit. Multimedia und sogar Filme auf DVD liefen sofort Out-of-The-Box, ohne dass ich mir um Quellen wie Medibuntu Gedanken machen musste. Noch heute halte ich Mint für den besten Einstieg.
Inzwischen behalte ich die Sache aus Interesse im Blick, meist in Parallels. Auf dem noch verbliebenen PC läuft Win 7 und Mint 11 jedoch im Dual-Boot.
Meine Frau, die als Programmiererin mehr von Linux erwartet, war jedoch nie von Debian wegzubekommen. Es gibt übrigens auch ein Mint auf Debian-Basis.
Grüße

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