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Linux: Ubuntu verliert – Mint gewinnt

Linux: Ubuntu verliert – Mint gewinnt

hat sich offenbar mit dem Wechsel von der beliebten Nutzeroberfläche Gnome auf Unity keinen großen Gefallen getan: Innerhalb der letzten Wochen ist die Linux-Distribution laut DistroWatch vom zweiten auf den vierten Rang abgefallen. Die Distribution Mint hingegen setzt weiterhin auf Gnome als Standard-Desktop und gewinnt an Boden.

Linux: Ubuntu verliert – Mint gewinnt

Linux Distribution Mint seit Monaten im Aufwind

Noch im vergangenen Monat konnte Ubuntu den zweiten Platz auf dem DistroWatch-Treppchen für sich behaupten, seit November muss sich die Canoncial Distribution Fedora und OpenSUSE geschlagen geben. Man kann die Ursache für den Verlust für die recht beliebte Linux-Version nur vermuten. Wie aber kürzlich berichtet, wird es mit der Nutzeroberfläche Unity zusammenhängen, die seit Version 11.04 „Natty Narwhal“ als neuer Standard zum Einsatz kommt.

Canonicals Unity soll die Verwendung von vereinfachen und zu einem System für jedermann machen. Bestandteil dessen ist die radikale Vereinfachung der Bedienung und Reduzierung der Nutzeroberfläche. Der weit verbreitete Gnome-Desktop blieb dabei auf der Strecke. Während Linux-Einsteiger die Unity Oberfläche vermutlich begrüßen, ist sie für Power-User keine Alternative. Mint hingegen bietet eine große Gestaltungsvielfalt, was die Konfigurationsoptionen anbelangt. Im Linux-Universum scheiden sich aber ohnehin die Geister, welches die beste Distribution ist. Canonical hat mit seiner Unity-Oberfläche jedoch einen Teil seiner Fanbase vergrätzt, die ohnehin seit Jahren rückläufig ist.

Linux Mint hängt alle anderen Distributionen ab (Bildquelle: Pingdom)

Linux Mint - individuelle Konfiguration gewinnt

Linux Mint hat in den letzten Jahren eine solide Userschar hinter sich gesammelt. In den letzten Monaten hat Mint etwa zeitgleich mit Ubuntus Rückgang an Marktanteilen gewonnen. Mint legte geradezu einen raketenhaften Zuwachs an den Tag.

Bei Mint in Version 12 wird den Usern ein großes Spektrum an Einstellungsmöglichkeiten der Nutzeroberfläche geboten. Denn neben Gnome 3 lässt sich mithilfe der Mint Gnome Shell Extensions annähernd der Funktionsumfang und das Design UI von Gnome 2 herstellen. Mint lässt Usern also die Wahl, welche Oberfläche sie einsetzten möchten - selbst während des Betriebs ist der Wechsel machbar. Angesichts der Abkehr vieler User von Ubuntu ist es durchaus möglich, dass Canonical beizeiten die Kehrtwende macht und wieder auf Gnome setzt - oder den Usern zumindest die Wahl lässt und den Wechsel der UI ohne großen Aufwand erlaubt.

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8 Antworten
  1. von bob am 25.11.2011 (16:08 Uhr)

    Auch als Fan von Mint und als Gegner von Unity muss ich doch eines feststellen:

    Was für eine verlogene und plakative und schlechte und irreführende und falsche Grafik!

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  2. von Kalumba am 25.11.2011 (16:11 Uhr)

    Mit Verlaub: Ein katastrophal ahnungsloser, ärgerlicher Blogbeitrag. DistroWatch hat nichts mit dem „Rückgang an Marktanteilen“ zu tun – sondern ist schlicht eine Site, auf der Distributionen vorgestellt werden. Die Rangliste entsteht durch Klicks auf die einzelnen Distributionen – noch unbekannte, neue Distributionen haben also zum einen Vorteil, zum anderen wird durch die Klicks nichts (aber auch gar nichts) darüber ausgesagt, welche Distributionen tatsächlich installiert werden. (Zudem ist DistroWatch wohl einer der typischen Ubuntu-Zielgruppen, Linux-Neueinsteigern, tendenziell eher nicht so bekannt.)

    Wenn überhaupt, dann lässt sich (neben der Analyse von Systeminformationen durch Site-Betreiber) die Popularität einer Distribution noch am ehesten mit Google-Trends erkennen. (Wobei auch das äußerst problematisch ist.) Und da sähe das Bild schon sehr, sehr anders aus: ganz anders aus.

    „ … wie aber kürzlich bereits berichtet, wird es mit der Nutzeroberfläche Unity zusammenhängen, …“
    Genau. Wenn man sich den Graph anschaut, kann es ja eigentlich gar nicht anders sein – es existiert da ja in der Tat (Achtung: Ironie) ein abrupter, völlig untypischer, nicht vorhersehbarer Bruch mit der Einführung von Unity. (Hinweis: Unity wurde im April 2011 eingeführt.)

    „Der weit verbreitete Gnome-Desktop blieb dabei auf der Strecke ... dass Canonical beizeiten die Kehrtwende macht und wieder auf Gnome setzt“
    Auch Unity setzt auf GNOME auf; die GNOME Shell ähnelt zudem Unity vom Bedienkonzept sehr. (Das vermutlich gemeinte GNOME 2 wird es nicht mehr geben – was aber eine Entscheidung von GNOME, nicht von Canonicial war.)

    „…, ist sie für Power-User keine Alternative.“
    Sagt wer mit welcher Begründung? (Auch hier wieder der Hinweis, der eigentlich überflüssige sein sollte: „Power-User“ benutzen wohl ohnehin hauptsächlich eine CLI-Umgebung – die natürlich auch von einem Unity-Ubuntu bereitgestellt wird.)

    „… Mint hingegen bietet eine große Gestaltungsvielfalt was die Konfigurationsoptionen anbelangt.“
    Da würde mich die Begründung auch interessieren, insbesondere was künftige Versionen von Mint (das letztlich von einem Mann „entwickelt“ wird) angeht. (Kleine Hilfestellung, scheint ja nötig zu sein: wie zukunftsfähig ist MATE in einer GNOME-3-Welt? Da MATE und der Rolling-Release-Debian-Unterbau letztlich praktisch wohl inkompatibel sind, wird ein MATE-Mint weiter auf Ubuntu aufbauen müssen. Wo sollen da dann also die großen Unterschiede bestehen?)

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  3. von renebuest am 25.11.2011 (17:08 Uhr)

    N'abend,

    ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Zugegeben, ich habe mich auch zuerst über Unity geärgert. Allerdings besteht ohne weiteres die Möglichkeit den Gnome Desktop zu nutzen - siehe http://www.thomas-leister.de/artikel/computer/linux/ubuntu-11-10-mit-gnome-3/

    Viele Grüße

    René

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  4. von ulrich am 25.11.2011 (17:26 Uhr)

    Mir fehlen echt die Worte für solch einen UNFUG! Ich lach mich wirklich grad schlapp. Schreibt der Autor vielleicht fü ComputerBild? Wundern würds mich nicht... Aua!

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  5. von Kalumba am 25.11.2011 (23:38 Uhr)

    @Jura Wark ("Kann jemand sagen, ob Mint genau so gut unterstützt wird wie Ubuntu?")
    Mint ist praktisch Ubuntu, zumindest die weitestverbreitete, auf Ubuntu basierende Version; es benutzt zumindest derzeit auch die Ubuntu-Quellen, weshalb die Unterstützung letztlich gleich ist.

    Der Unterschied zu Ubuntu sind letztlich das Design, ein paar vorinstallierte Codes – die Canonical, die Firma hinter Ubuntu, aus Angst vor rechtlichen Grauzonen nicht selbst installiert – und einige geänderte Programme, darunter ein GNOME-Shell-Aufsatz, der das Feeling des alten GNOME herstellen will. (Letztlich gilt Mint daher im Vergleich zu Ubuntu als das, was Ubuntu in weiten Kreisen im Vergleich zu Debian gilt, sei es jetzt zu Recht oder zu Unrecht: als Kindergartendistribution.)

    Durch die große Abhängigkeit von Ubuntu wird vermutlich auch vielen Mint-Nutzern, die sich jetzt von Unity enttäuscht von Ubuntu abwenden, demnächst mal ein eher unschönes Erwachen beschert werden – wenn sich nämlich die Entwicklung der beiden Distributionen tatsächlich auseinander entwickelt. Dann wird sich wohl schnell zeigen, dass die Ein-Mann-Distribution Mint enorme Schwierigkeiten bekommen wird, die notwendige Distributionsentwicklung zu gewährleisten. (Die z.B. bei den firmengestützten Ubuntu und Fedora oder dem communitygestützten Debian gegeben ist.)

    Wer also wirklich sehr unzufrieden mit Unity ist, sollte – in seinem langfristigen Interesse – wohl eher eine andere Lösung als Mint suchen. Da böte sich Folgendes an:

    Eine andere Desktopumgebung auf Ubuntu-Basis (also Kubuntu, Xubuntu oder Lubuntu), das alte GNOME in der Ubuntu-Version 10.04 (die noch bis 2013 mit Sicherheitsupdates unterstützt wird; Nachteil dieser Variante ist, dass die Software dieser Version dann teils schon sehr alt ist) oder, wenn der Weg weg von Ubuntu gehen soll, eine andere, weitverbreitete Distribution mit guten Zukunftschancen. (Z.B. OpenSuse für KDE-Nutzer oder Fedore für GNOME3ler.)

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  6. von dolce am 27.11.2011 (09:01 Uhr)

    Hier ein aufklärender Artikel bei OMG Ubuntu. Schlechter Artikel von euch! Mir als Mac User könnte es ja egal sein aber das ist einfach Blödsinn.

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  7. von Thomas Zöger | clever+zöger gmbh am 27.11.2011 (18:41 Uhr)

    habe ubuntu schon seit vielen Jahren im einsatz gehabt, aber bin seit 11.04 auch nicht mehr dabei (einfach nur schrott) Schade :-(

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  8. von Domingos am 28.11.2011 (09:36 Uhr)

    Finde auch, nette Meldung, nichts dahinter. Es fehlt schlicht die Datengrundlage. Für eine echte Analyse müsste man sich z.B. die Aktivität in den jeweiligen Foren oder die Downloadzahlen der Distris angucken. und das Poweruser Ubuntu einsetzen, halte ich für ein Gerücht. Die setzen wohl eher auf Fedora oder Debian.

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