von , 22.07.2008

Live Mesh erlaubt jetzt P2P-Verbindungen

Microsoft hat seinem Synchronisationsdienst "Live Mesh" ein Update spendiert, mit dem es jetzt möglich ist, den "Live Desktop" zu umgehen. Damit fällt nicht nur die Limitierung auf 5 GB, es ist viel mehr sogar möglich, via Live Mesh Daten von einem Computer auf den anderen zu kopieren, wie man es auch von P2P-Netzwerken kennt. Neu hinzugekommen ist zudem eine mobile Version von Live Mesh.
Erst letzte Woche wurde die Live Mesh-Plattform von für alle Windows-User (mit "EN-US" Länder- und Spracheinstellung) geöffnet. Und schon jetzt gibt es ein größeres Update zu vermelden. Mit der neuen Version soll es möglich sein, eine Direktverbindung via Live Mesh zwischen zwei Geräten aufzubauen. Damit wird der 5 GB große Live Desktop des kostenlosen Basisaccounts umgangen und es müssen keine persönlichen Daten mehr auf den Servern von Microsoft ausgelagert werden. Ein weiterer Vorteil ist der theoretisch unbegrenzte Speicherplatz der Peer-to-Peer-Lösung. Wer beispielsweise Fotos und Videos auslagern möchte, hat die angebotenen 5 GB schnell gefüllt. Der Nachteil der P2P-Funktion liegt in der geringeren Verfügbarkeit, denn die auf dem Live Desktop gespeicherten Daten sind jederzeit von jedem Ort abrufbereit, während entfernte P2P-Geräte natürlich in dem Moment im Netz verfügbar sein müssen.

Ohne große Vorankündigung hat Microsoft zudem eine mobile Version von Live Mesh veröffentlicht. Dadurch können alle internetfähigen mobilen Geräte wie Smartphones oder PDAs auf den Live Desktop zugreifen. Die mobile Version verbessert allerdings lediglich die Zugriffsmöglichkeit durch eine optimierte Seite. Ein echter mobiler Client von Live Mesh lässt weiter auf sich warten.

Die mobile Version von Live Mesh funktioniert übrigens auch mit dem iPhone von Apple, Geräte mit Windows Mobile sind allerdings am besten integriert. Eine Mac-Version von Live Mesh gibt es zwar noch nicht, doch eine erste nicht-offizielle Version war kurzzeitig auf den Microsoft-Servern zu sehen, wie ReadWriteWeb in Berufung auf den Live Side Blog meldet. Das lässt die Vermutung zu, dass die Redmonder schon an einer Mac-Version arbeiten.

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