Live Mesh erlaubt jetzt P2P-Verbindungen

Hintergrund:

Live Mesh wurde im April diesen Jahres anlässlich der Web 2.0 Conference in San Francisco offiziell vorgestellt. Nach einer auf 10.000 Nutzer beschränkten Beta-Phase wurde der Dienst letzte Woche für alle Windows-User geöffnet.

Live Mesh baut auf Live-Technologien auf, die auch schon für andere Services wie Windows Live und Live Search benutzt. Die Synchronisation von Daten jeglicher Art wird dabei über Standard-Protokolle und Feeds (RSS, REST, ATOM, JSON, WB-XML, POX, FeedSync) realisiert. Im Unterschied zu einem Feed-Reader kommuniziert Live Mesh bidirektional, also in beide Richtungen.

Ein wichtiger Bestandteil für die externe Anbindung z.B. an soziale Netzwerke, bildet die offene API von Live Mesh. Mit ihr wird es Drittherstellern ermöglicht, eigene Anwendungen zu entwickeln.

Fazit und Kommentar:

Die Idee, mit Live Mesh einen Synchronisationsdienst für alle Arten von Daten ins Leben zu rufen, ist gerade für Microsoft schon fast revolutionär. Noch stehen aber zu viele potentielle Nutzer vor verschlossenen Türen. Ohne länderübergreifenden Windows-Support und ohne Mac- und Linuxversionen, wird eine flächendeckende Akzeptanz schwer zu erreichen sein. Wer einen Synchronisationsdienst für alle möglichen Geräte anbieten will, der sollte auch alle möglichen Plattformen unterstützen und nicht nur die eigene. Die P2P-Lösung allerdings dürfte vielen Nutzern die Angst vor der Sicherheit ihrer Daten auf den Microsoft-Servern nehmen. Das Potential von Live Mesh ist groß, jetzt muss Microsoft nur was daraus machen.

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