Verhandlungen gescheitert, GEMA reicht Klage ein
Dass sich die Google-Tochter YouTube und die deutsche Verwertungsgesellchaft GEMA nicht leiden können ist nichts Neues. Schon seit Jahren liegen die beiden Parteien im Clinch miteinander. Bisher hielt sich die GEMA in ihrem Vorgehen wohl zugunsten laufender Verhandlungen zurück. Die Verhandlungen sind jedoch ohne ein Ergebnis gescheitert. Finanziell können sich die GEMA und YouTube einfach nicht einigen und so geht die GEMA nun den nächsten Schritt und hat eine Unterlassungsklage beim Landgericht München eingereicht.
Nicht alle „Sperrtafeln“ werden durch die GEMA initiiert
Gegenstand des Verfahrens sind die sogenannten „Sperrtafeln“ auf YouTube, die deutsche User darauf hinweisen, dass Videos mit urheberrechtlich geschützter Musik in Deutschland nicht verfügbar sind. Laut der GEMA ist YouTube nämlich in vielen Fällen selbst der Auslöser für die Einblendung der Tafeln. YouTube greift der GEMA anscheinend vor, und sperrt großzügig Videos, wohl auch um der GEMA weniger Angriffsfläche zu bieten, vielleicht aber auch um die negative Stimmungsmache gegen die GEMA weiter anzukurbeln.
MyVideo möchte mitmischen
Gleichzeitig versucht die Konkurrenz in Deutschland den Fall „GEMA vs. YouTube“ zum eigenen Vorteil auszunutzen. So ist nun eine neue Internetseite aufgetaucht, die unter anderem vom Videohoster MyVideo unterstützt wird. Darauf sieht man verkleinert die Vorschaubilder der 1.000 beliebtesten Videos auf YouTube. Dabei sind alle nicht verfügbaren Videos mit einem roten Overlay gekennzeichnet. Erschreckenderweise sind ganze 61,5% dieser Videos in Deutschland nicht erreichbar. Abhilfe versprechen Browser-Plugins, wie etwa ProxTube.
Weiterführende Links:
- GEMA äußert laute Kritik an Sperrtafeln auf Youtube - t3n
- Gema hat Klage gegen Youtube eingereicht - WirtschaftsWoche
- ProxTube-Erweiterung späht ungefragt Nutzer aus - t3n
- YouTube 1000 wertet gesperrte YouTube-Videos aus









von Asvet Jasari via facebook 28.01.2013 (15:51Uhr) 1.
Das sich die GEMA um Ihren Ruf kümmert ist eien Sache die ich nicht verstehe. Ihr Ruf ist nicht erst seit Youtube schlecht.
von Alper Iseri via facebook 28.01.2013 (15:52Uhr) 2.
"Unterstützt durch MyVideo" ;-)
von Oliver Mentzel via facebook 28.01.2013 (15:56Uhr) 3.
Schau dir auch mal den Original-Artikel und die Grafik "Top 10 der Länder mit den meisten gesperrten Videos" an. Erschreckend.
http://datenjournalist.de/ueber-unsere-app-gema-vs-youtube/
von Bernd 28.01.2013 (15:58Uhr) 4.
Anstatt ProxTube empfehle ich einen Proxyserver (als Standalone. keinen Browserproxy). Hidemyass bietet so etwas für einige Dollar im Jahr an.
http://www.hidemyass.com
von Über 60% der TOP-Videos sind in Deutsch… 28.01.2013 (15:59Uhr) 5.
[...] bei t3n einen Betrag über den Streit zwischen Youtube und der Gema gelesen. Eigentlich ärgert mich das Thema nur noch, weshalb ich entsprechende Artikel meide, aber [...]
von YouTube: Über 60% der beliebtesten Vide… 28.01.2013 (16:02Uhr) 6.
[...] Ob nun die GEMA alle schuld ist oder YouTube, es nervt auf jeden Fall unheimlich und eine Einigung ist weiterhin wohl nicht in Sicht. (via) [...]
von Michael Comba via facebook 28.01.2013 (16:15Uhr) 7.
Die Unterlassungsklage finde ich richtig. Youtube/Google verhält sich schon ziemlich dreist.
von Frank Meuche via facebook 28.01.2013 (16:22Uhr) 8.
Dreist verhält sich die GEMA!
YouTube soll Geld abdrücken damit die Bands/Musik-Konzerne ihre Produkte vermarkten. In Zukunft verlangt der Anzeigenkunde von den Zeitungen Geld damit die Anzeigen gedruckt werden dürfen ;)
von Michael Comba via facebook 28.01.2013 (17:07Uhr) 9.
Hä? Musik ist keine Werbung und Youtube ist kein Werbekanal. Und dass es an der GEMA vieles zu kritisieren gibt, macht Youtube noch lange nicht zu einem lieben gemeinnützigen Unternehmen ;-)
Apropos: ich meinte oben die Anti-GEMA-Kampagne von Youtube. Die finde ich dreist, weil die meisten Sperrungen eben nicht durch die GEMA veranlasst werden, sondern Beispielsweise durch Urheber oder Urhebervertreter, die nicht einsehen, dass sie an den Einnahmen nicht beteiligt werden. Da lässt ein Großkonzern ganz einfach seine Muskeln spielen..
von Andrew Domarkas via facebook 28.01.2013 (17:17Uhr) 10.
Die GEMA macht sich überflüssig. Und Sie verwaltet sich selbst mit dem Geld der Zahler.
von Mrks Nmnn via facebook 28.01.2013 (18:35Uhr) 11.
Das Hauptproblem ist, dass in Deutschland 61,5% der Videos gesperrt sind, aber nur bei 8,4% liegen tatsächliche Rechteprobleme vor. Bei 53,1% liegen nur möglicherweise Rechteprobleme vor. D.h. von den Top 1.000 Videos werden über 50% gesperrt, obwohl gar nicht sichergestellt ist, dass eine Rechtsverletzung vorliegt.
von Jan Reinefeld via facebook 28.01.2013 (19:19Uhr) 12.
Michael Comba: Die meisten Videos werden eben doch wegen der GEMA gesperrt! Genauer gesagt, wegen der sog. GEMA-Vermutung. (Nähere Infos liefert Google). Es kommt so häufig vor, dass Lieder vom Künstler/Label/Rechteinhaber höchstpersönlich hochgeladen und dann gesperrt werden(!) — Dann folgt häufig ein Post zum entsprechenden Video auf Vimeo und Co., oft mit dem hämischen Hinweis "For our german Fans!" ... In anderen Ländern funktioniert es doch auch, aber nein. Die deutschen versauen wieder alles durch ihre Bürokratie...
von Björn Biege via facebook 28.01.2013 (20:55Uhr) 13.
@Michael Gumba: Youtube ist inzwischen der wichtigste Werbekanal für Musik. Und nicht nur die GEMA steckt hinter den sperrungen. Wir haben seit 2 Jahren Probleme mit Sony, die behaupten die gesammten Rechte an einigen Songs zu haben und diese einfach sperren lassen, obwohl dies nicht den Tatsachen entspricht. Wenn an den Sperrungen GEMA dran steht heit das noch lange nicht das die GEMA dahinter steckt... die große Majorlabels hängen da genauso drin und sind nicht daran interessiert das sich unabhängige Bands und Künstler selber vermarkten können. ;)
von Synapsenkitzler via facebook 28.01.2013 (21:24Uhr) 14.
Siehe auch "Bruno Kramm, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei, hat beim Landgericht Berlin Klage gegen die GEMA eingereicht." http://www.heise.de/newsticker/meldung/Pirat-Bruno-Kramm-zieht-gegen-die-GEMA-vor-Gericht-1792225.html
von Link: Lizenzstreit: 62% der Top-YouTube-… 29.01.2013 (08:05Uhr) 15.
[...] Lizenzstreit: 62% der Top-YouTube-Videos mit Sperrhinweis, GEMA reicht Klage ein → Gegenstand des Verfahrens sind die sogenannten „Sperrtafeln“ auf YouTube, die deutsche User darauf hinweisen, dass Videos mit urheberrechtlich geschützter Musik in Deutschland nicht verfügbar sind. Moritz Stückler [...]
von hanshafner 29.01.2013 (09:32Uhr) 16.
Wir haben zum Thema GEMA und die Sperren von YouTube ein kleines Video produziert:
http://www.hanshafner.de/sl/74
von begs 29.01.2013 (10:21Uhr) 17.
Ich finde es richtig, dass die GEMA hier einen Wortwahlwechsel erzwingen will. Wenn da steht, dass die Rechte EVENTUELL nicht von der GEMA eingeräumt wurden, muss man die GEMA an dieser Stelle gar nicht nennen.
Was ich aber gut fände wäre ein GEMA neutraler Text, dazu aber ein Link, der mögliche Ursachen der Sperrung erklärt. In diesem könnte die GEMA dann wiederum als MÖGLICHE Ursache aufgelistet werden und keiner kann sich mehr beschweren.
Was ich weiterhin nicht richtig von Youtube finde ist, Videos von vornherein zu sperren und auf die GEMA zu verweisen, obwohl diese damit (noch) nichts zu tun hat.
Ich bin der Meinung, dass Youtube doch ganz genau wissen sollte, welche Videos genau von der GEMA gesperrt sind, und auch nur diese sollten dann mit diesem Aufleger versehen werden.
Eine Diskrepanz von 8% (wirklich GEMA) zu über 60% erscheint mir schon ein bisschen komisch..
von Michael Comba via facebook 29.01.2013 (10:54Uhr) 18.
Nach dieser Logik wären auch Radio, TV, sogar Clubs und Konzertveranstaltungen, Werbekanäle.. Natürlich profitieren Musiker & Co von solchen Plattformen, letztere verdienen aber umgekehrt mit diesen Inhalten Geld, z.B. durch das schalten von Werbung. Und das Hauptproblem ist ja, dass YT Geld mit Inhalten verdient, die gar nicht von den Rechteinhabern, sondern von irgendwem hochgeladen wurden. Das ist alles ist nicht ganz so einfach.. Da muss eine vernünftige Lösung gefunden werden.
von Sven Finke via facebook 29.01.2013 (16:55Uhr) 19.
Wie wäre es mal mit: YouTube selbst nutzen? Sich dort aktiv als Musiker vermarkten? Dann verdient man auch Geld mit seinen Videos, solange dort Werbung geschaltet wird. Aber ohne Werbung verdient Google auch nix.
von hanshafner 29.01.2013 (18:23Uhr) 20.
@Sven Finke
Zunächst muss ich wieder mal dran erinnern, dass Musiker != Komponisten.
Es gibt auch Komponisten, die Werke erstellen, die zur Lizensierung gedacht sind (Filme, Imagefilme, Werbung). Diese Komponisten haben keine "persönliche Künstlerkarriere".
Die geben keine Konzerte.
Die können keine T-Shirts verkaufen.
Oder was ist mit Musik, die in einer Serie war, dort rausgeschnitten wird, unter ein anderes Video gelegt wird vor dem dann wiederum Werbung läuft? Wenn die Musik so unwichtig war, warum hat der Videoeinsteller sie dann nicht einfach weg gelassen?
von Musikstreaming: YouTube plant kostenlose… 05.03.2013 (19:28Uhr) 21.
[...] ist dagegen, ob und wann dieser Service auch in Deutschland angeboten wird. Schließlich ist der Konflikt zwischen YouTube und GEMA noch immer nicht [...]