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Marketing

Local Business: „Google Boost“ – Werbeprogramm für lokale Unternehmen gestartet

    Local Business: „Google Boost“ - Werbeprogramm für lokale Unternehmen gestartet

Google Boost ist ein spezielles Werbeprogramm für lokale Unternehmen, das gestern zunächst in San Francisco, Houston und Chicago an den Start gegangen ist. Mit Google Boost sollen lokale Ladenbesitzer ihre Kunden über das Internet ansprechen können und ihnen ihre Waren anbieten. Nach Angaben von Google nutzen 97 Prozent der Käufer zuerst das Internet zur Produktsuche, bevor sie dann Geschäfte in ihrer Umgebung aufsuchen, um das gewünschte Produkt zu kaufen.

Boost ist ein Werbeangebot für Googles Local Business Lösung Places, das nach und nach zu einem weltweiten Branchenbuch ausgebaut werden soll. Lokale Unternehmen können über ihren Places-Account nun direkt Anzeigen schalten, die dann nicht nur bei Places zu finden sind, sondern auch in der allgemeinen Suche und bei Google Maps. Ein Restaurant-Besitzer in San Francisco kann so mit einer Boost Ad bei einer Suche nach Restaurants in San Francisco bei den „Sponsored Links“ angezeigt werden. Zusätzlich zu den wichtigsten Informationen wie Firmennamen, Adresse, Telefonnummer und Website werden außerdem noch eine Kundenbewertung und ein Link zur Places-Seite des Unternehmens angezeigt, auf der die potentiellen Kunden weitere Informationen finden. Wird in der Suche auch eine Karte von Google Maps angezeigt, so gibt ein blauer Pin einen Hinweis auf den genauen Ort des Geschäfts.

So soll eine Google Bost Anzeige aussehen.

Wie funktioniert Google Boost?

Um eine Boost Ad zu generieren reicht eine kurze Beschreibung des Unternehmens, eine Website oder der Verweis auf einen Places-Eintrag, sowie die Angabe einer Kategorie und ein monatliches Budget. Alles andere übernimmt dann das System von Boost ganz automatisch. Es sucht relevante Keywords heraus und plant damit geeignete Kampagnen, die das beste aus dem veranschlagten Budget herausholen, verspricht Google. Die Kunden zahlen dabei auch nur in den Fällen, in denen die Ads auch tatsächlich angeklickt werden. Einen Überblick über laufende Kampagnen erhält ein Boost-Kunde jederzeit über das Places Dashboard.

Die Schaltung von Boost Ads ist unkompliziert und schnell erledigt.

Fazit

Im Local Business steckt noch eine ganze Menge Potenzial, das nur darauf wartet entdeckt zu werden. Google hat mit Boost nun einen weiteren Schritt in die richtige Richtung unternommen, allerdings wird es sicher nicht dabei bleiben, denn das Interesse an diesem Markt ist von allen Seiten sehr groß. Google als Onlinewerbeanbieter und Suchmaschinenbetreiber weiß nur allzu genau, was die Menschen im Internet suchen und ist natürlich bestrebt, dieses Wissen zu monetarisieren. Davon können dann auch die Suchenden profitieren, denn die informieren sich schon heute regelmäßig über Produkte im Internet, bevor sie diese dann in Geschäften in ihrer Nähe kaufen. Dabei bleibt ein zeitintensives „Abklappern“ der Geschäfte vor Ort aber oft nicht aus. Geschäfte, die den Hebel hier mit den Boost Ads ansetzen, haben gute Chancen auf neue Kunden.

Ein Blick in die sicher nicht allzu ferne Zukunft könnte diese Verknüpfung mit dem Local Business noch deutlich ausbauen. Denkbar wäre beispielsweise die Anzeige der Warenverfügbarkeit in Echtzeit oder eine Möglichkeit für den Kunden, sich bestimmte Artikel zurücklegen zu lassen. Auch Preisvergleiche in der unmittelbaren Nähe oder kostenlose Lieferungen könnten dazu kommen. Was auch immer kommen mag, den lokalen Ladenbetreibern eröffnet sich mit den Local Business Diensten die Möglichkeit ohne große Investitionen über das Internet an neue Kunden zu kommen.

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2 Reaktionen
Jan
Jan
26.10.2010, 22:08 Uhr

Mal sehen, wie Google Boost angenommen wird. Gerade für kleinere Gewerbetreibende könnte es eine etwas preiswertere Alternative zur Suchmaschinenoptimierung darstellen.

Antworten

Christian Fredebeul
Christian Fredebeul
22.03.2011, 23:42 Uhr

Ich bin absolut begesitert über die vielen neuen tools, die nicht nur von Google, sondern auch von vielen hundert anderen Firmen kostenlos angeboten werden, nur frage ich mich, ob der "gemeine deutsche Werbetreibende" diese phantastischen Möglicheiten auch wahrnehmen wird.

Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema business branding und local social media marketing und ich bin sehr gespannt, ob ich nicht doch mal wieder ein halbes Jahrzehnt zu früh in die große Trickkiste gegriffen habe.

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