Bald nur noch das Smartphone in der Tasche?
Der Traum eines jeden Geeks: Das Haus verlassen mit nichts als dem Smartphone in der Tasche. Dank NFC, Google Wallet, Apple Passbook und Co. kann der Geldbeutel inzwischen (zumindest theoretisch) schon zuhause gelassen werden. Allerdings sind da noch diese nervigen Schlüssel, die jeder mit sich herumschleppt. Dank einer Firma namens Apigy könnte das allerdings auch bald der Vergangenheit angehören. Per Crowdfunding in Eigenregie soll „Lockitron“, ein Hausschloss mit Internetanbindung, finanziert werden.
Kompatibel mit vielen Schlössern und Gegensprechanlagen
Das bunte Lockitron-Schloss kann einfach auf herkömmliche Türschlösser aufgesetzt werden. Wobei die Entwickler bisher hauptsächlich amerikanische Schließsysteme bedacht haben. Die Schlösser in den Vereinigten Staaten sind meistens wesentlich einfacher aufgebaut als deutsche bzw. europäische Hausschlösser. Dennoch sollte auch ein Großteil der hiesigen Türen mit dem Lockitron kompatibel sein. Auch Gegensprechanlagen mit Summer können von Lockitron elektrisch angesteuert werden.
User-basierte Zutrittsrechte für professionellen Einsatz
Ist das Schloss einmal montiert, muss es nur noch ins WLAN eingebunden werden, und kann dann über ein Web-Interface konfiguriert werden. Ab dann kann das Schloss mit einem Smartphone oder jedem beliebigen Handy über eine App bzw. SMS ferngesteuert werden. Angefangen beim einfachen Auf- und Zusperren bis hin zu zeitgesteuertem Öffnen lassen sich jede Menge Komfortfunktionen nutzen. Dabei können auch Zutrittsrechte an beliebige andere Personen vergeben werden. Damit eignet sich das Schloss auch hervorragend für ein professionelles Umfeld.
Automatisches Aufschließen dank Bluetooth und NFC
Ein besonderes Highlight gibt es noch für iPhone-User der vierten und fünften Generation. Dank neuester Bluetooth-Technik kann das Lockitron-Schloss auch aktiviert werden, sobald sich das Smartphone respektive der Inhaber der Tür nähert. Im Idealfall muss also noch nicht einmal das Handy aus der Tasche geholt werden. Nur verlieren sollte man sein Smartphone besser nicht. Auch an der entsprechenden Unterstützung für Android-Geräte wird gearbeitet. NFC ist ebenfalls mit an Bord und soll mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones oder alternativ mit einem NFC-Aufkleber genutzt werden können.
Nach fünf Tagen ausverkauft und Spendenziel verzehnfacht
Obwohl die Finanzierung erst rund eine Woche läuft und nicht einmal über die populäre Crowdfunding-Plattform Kickstarter lief, hat das Projekt sein Spendenziel von 150 000 Dollar bereits um den Faktor 10 übertroffen. Die erste Lieferung, welche im März 2013 eintreffen soll, ist damit bereits vollkommen ausverkauft. Wer sich also jetzt dazu entscheidet ein Lockitron für 150 Dollar zu erwerben, muss sich mindestens bis Mai 2013 gedulden, um das Schloss zu erhalten.
Bildergalerie
Alle 10 Bilder ►Weiterführende Links:
- Wie Google und Banken die Entwicklung der elektronischen Geldbörse vorantreiben - t3n
- Passbook: Revolution für M-Commerce, Mobile Wallet und Marketing - t3n
- Projektseite von Lockitron




















von Jonathan Bergen via facebook 08.10.2012 (12:07Uhr) 1.
Hahaha ich mag die Stelle im Video mit den Bananen :D
von urbandigital 08.10.2012 (12:08Uhr) 2.
Jetzt kann man demnächst auch noch Türen bruteforcen! Das wird ein Spaß!
von Benedikt Nyqvist via facebook 08.10.2012 (12:14Uhr) 3.
Demnächst kommen dann auch noch übers Internet kontrollierbare Schießanlagen, falls sich mal ein Einbrecher ins Haus reingehackt hat.
von Julian Gottke via facebook 08.10.2012 (12:17Uhr) 4.
na endlich ..
von Mike Rathmer via facebook 08.10.2012 (12:22Uhr) 5.
Da macht eine Aussensteckdose im Garten schon Sinn wenn der Akku leer ist ;-) Kann man die Schlösser trotzdem immer noch manuell bedienen?
von Daniel Weber via facebook 08.10.2012 (13:14Uhr) 6.
"Schatz, mach mal auf, ich hab gerade kein Netz" ;)
von fabian 08.10.2012 (13:54Uhr) 7.
Akku leer? Pech gehabt.... :)
von Markus 08.10.2012 (14:11Uhr) 8.
@fabian
Aber nur wenn man so dumm ist, die Warnmeldung des Lockitron über einen schwachen Akku zu ignorieren... :)
Ich finde das Gerät erste Sahne! Es zeigt das es noch Bastler mit Visionen gibt. Dass das Ding nicht aus Deutschland kommt verwundert mich auch nicht wirklich, denn hier wird Internet häufig nur als "24h offene Ladenmeile" gesehen...
von Arnd Wiederhold via facebook 08.10.2012 (14:48Uhr) 9.
Ich brauche das fürs Fahrradschloss.
von herrmann.manfred 08.10.2012 (14:51Uhr) 10.
Dieses Schloss könnte doch sehr erfolgreich werden. Was mir hier wieder einmal negativ auffällt, ist die einseitige Berichterstattung "Highlight für iPhone 4S und 5" und gleichzeitiges Weglassen besonderer Funktionalitäten anderer Smartphones.
So verstehe ich die Informationen des Herstellers wie folgt:
1. Per NFC kann durch das Annähern des Smartphones geöffnet werden - kein iPhone, Android+NFC, "wahrscheinlich" auch WinPhone+NFC
2. Per Bluetooth 4.0 LowEnergy kann aktuell mit iPhone 4s+5 geöffnet werden. Wenn das Schloss geliefert wird, kann es evtl. auch schon mit den "Android-Bluetooth 4.0" Smartphones geöffnet werden. Aber spätestens wenn Google die Bluetooth 4.0 API veröffentlicht. Windows Phone u. a. wird vom Hersteller noch nicht erwähnt.
Für ein Schloss dieser Art halte ich NFC für das wichtigste Basis-Feature. Es entspricht praktisch dem "echten Schlüssel" im Smartphone. Der Benutzer nimmt den Schlüssel aus der Tasche und hält diesen kurz an das Schloss.
Oder bin ich hier zu altmodisch?
von Moritz Stückler 08.10.2012 (15:05Uhr) 11.
Hallo herrmann.manfred,
Danke für dein Feedback! Das NFC-Feature ist mir bei der Recherche tatsächlich entgangen. Hat auch nichts mit einseitiger Berichterstattung zu tun, sondern damit dass der Hersteller das Bluetooth-Feature in Kombination mit einem iPhone deutlich in den Vordergrund rückt (im Video gezeigt). NFC wird leider nur auf der Seite in den FAQs erwähnt!
Trotzdem Danke für den Hinweis! Werde den Artikel entsprechend anpassen!
Grüße,
Moritz
von urbandigital 09.10.2012 (02:23Uhr) 12.
Nachbar DDOS - und er steht mit seinem Handy vor verschlossener Haustür! Sniffen, AccessPoint Clone oder was auch immer, irgendwie kriegen wir das Ding schon in die Knie - die Deutschen sollten lieber bei der mechanischen Lösung bleiben - Wardriving 2013 - hier bekommt der Begriff "Nachrichtendienst Backdoor" eine ganz neue Bedeutung!
von Axel Hörnke 10.10.2012 (21:41Uhr) 13.
Seh mich im Zug sitzen, angsterfüllt auf den sich entladenden Akku blickend, weit und breit keine Steckdose in Sicht - ob ich bei Freunden unterkomme?
von #gt4612 Trolle in der Pampa falten » ge… 19.12.2012 (03:13Uhr) 14.
[...] Doorbot (via @muhh) und Lockitron (mehr Infos auf t3n) [...]