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Lockitron: Per Smartphone zum schlüssellosen Haus

Lockitron: Per Smartphone zum schlüssellosen Haus

Das neuartige Türschloß Lockitron verspricht für rund 150 Dollar fast alle Haustüren auf- und zusperren zu können – per und ohne Schlüssel. Das Schloss verbindet sich über WLAN mit dem Internet und kann dann von jedem beliebigen ferngesteuert werden. Via Bluetooth kann das Schloss sogar automatisch entriegelt werden, wenn man sich der betreffenden Tür nähert.

Lockitron: Per Smartphone zum schlüssellosen Haus

Bald nur noch das Smartphone in der Tasche?

Der Traum eines jeden Geeks: Das Haus verlassen mit nichts als dem Smartphone in der Tasche. Dank NFC, Google Wallet, Apple Passbook und Co. kann der Geldbeutel inzwischen (zumindest theoretisch) schon zuhause gelassen werden. Allerdings sind da noch diese nervigen Schlüssel, die jeder mit sich herumschleppt. Dank einer Firma namens Apigy könnte das allerdings auch bald der Vergangenheit angehören. Per Crowdfunding in Eigenregie soll „Lockitron“, ein Hausschloss mit Internetanbindung, finanziert werden.

Kompatibel mit vielen Schlössern und Gegensprechanlagen

Das bunte Lockitron-Schloss kann einfach auf herkömmliche Türschlösser aufgesetzt werden. Wobei die Entwickler bisher hauptsächlich amerikanische Schließsysteme bedacht haben. Die Schlösser in den Vereinigten Staaten sind meistens wesentlich einfacher aufgebaut als deutsche bzw. europäische Hausschlösser. Dennoch sollte auch ein Großteil der hiesigen Türen mit dem Lockitron kompatibel sein. Auch Gegensprechanlagen mit Summer können von Lockitron elektrisch angesteuert werden.

User-basierte Zutrittsrechte für professionellen Einsatz

Ist das Schloss einmal montiert, muss es nur noch ins WLAN eingebunden werden, und kann dann über ein Web-Interface konfiguriert werden. Ab dann kann das Schloss mit einem Smartphone oder jedem beliebigen Handy über eine App bzw. SMS ferngesteuert werden. Angefangen beim einfachen Auf- und Zusperren bis hin zu zeitgesteuertem Öffnen lassen sich jede Menge Komfortfunktionen nutzen. Dabei können auch Zutrittsrechte an beliebige andere Personen vergeben werden. Damit eignet sich das Schloss auch hervorragend für ein professionelles Umfeld.

Automatisches Aufschließen dank Bluetooth und NFC

Ein besonderes Highlight gibt es noch für iPhone-User der vierten und fünften Generation. Dank neuester Bluetooth-Technik kann das Lockitron-Schloss auch aktiviert werden, sobald sich das Smartphone respektive der Inhaber der Tür nähert. Im Idealfall muss also noch nicht einmal das Handy aus der Tasche geholt werden. Nur verlieren sollte man sein Smartphone besser nicht. Auch an der entsprechenden Unterstützung für Android-Geräte wird gearbeitet. NFC ist ebenfalls mit an Bord und soll mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones oder alternativ mit einem NFC-Aufkleber genutzt werden können.

Nach fünf Tagen ausverkauft und Spendenziel verzehnfacht

Obwohl die Finanzierung erst rund eine Woche läuft und nicht einmal über die populäre Crowdfunding-Plattform Kickstarter lief, hat das Projekt sein Spendenziel von 150 000 Dollar bereits um den Faktor 10 übertroffen. Die erste Lieferung, welche im März 2013 eintreffen soll, ist damit bereits vollkommen ausverkauft. Wer sich also jetzt dazu entscheidet ein Lockitron für 150 Dollar zu erwerben, muss sich mindestens bis Mai 2013 gedulden, um das Schloss zu erhalten.

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7 Antworten
  1. von urbandigital am 08.10.2012 (12:08 Uhr)

    Jetzt kann man demnächst auch noch Türen bruteforcen! Das wird ein Spaß!

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  2. von fabian am 08.10.2012 (13:54 Uhr)

    Akku leer? Pech gehabt.... :)

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  3. von Markus am 08.10.2012 (14:11 Uhr)

    @fabian

    Aber nur wenn man so dumm ist, die Warnmeldung des Lockitron über einen schwachen Akku zu ignorieren... :)

    Ich finde das Gerät erste Sahne! Es zeigt das es noch Bastler mit Visionen gibt. Dass das Ding nicht aus Deutschland kommt verwundert mich auch nicht wirklich, denn hier wird Internet häufig nur als "24h offene Ladenmeile" gesehen...

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  4. von herrmann.manfred am 08.10.2012 (14:51 Uhr)

    Dieses Schloss könnte doch sehr erfolgreich werden. Was mir hier wieder einmal negativ auffällt, ist die einseitige Berichterstattung "Highlight für iPhone 4S und 5" und gleichzeitiges Weglassen besonderer Funktionalitäten anderer Smartphones.
    So verstehe ich die Informationen des Herstellers wie folgt:
    1. Per NFC kann durch das Annähern des Smartphones geöffnet werden - kein iPhone, Android+NFC, "wahrscheinlich" auch WinPhone+NFC
    2. Per Bluetooth 4.0 LowEnergy kann aktuell mit iPhone 4s+5 geöffnet werden. Wenn das Schloss geliefert wird, kann es evtl. auch schon mit den "Android-Bluetooth 4.0" Smartphones geöffnet werden. Aber spätestens wenn Google die Bluetooth 4.0 API veröffentlicht. Windows Phone u. a. wird vom Hersteller noch nicht erwähnt.

    Für ein Schloss dieser Art halte ich NFC für das wichtigste Basis-Feature. Es entspricht praktisch dem "echten Schlüssel" im Smartphone. Der Benutzer nimmt den Schlüssel aus der Tasche und hält diesen kurz an das Schloss.

    Oder bin ich hier zu altmodisch?

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  5. von Moritz Stückler am 08.10.2012 (15:05 Uhr)

    Hallo herrmann.manfred,

    Danke für dein Feedback! Das NFC-Feature ist mir bei der Recherche tatsächlich entgangen. Hat auch nichts mit einseitiger Berichterstattung zu tun, sondern damit dass der Hersteller das Bluetooth-Feature in Kombination mit einem iPhone deutlich in den Vordergrund rückt (im Video gezeigt). NFC wird leider nur auf der Seite in den FAQs erwähnt!

    Trotzdem Danke für den Hinweis! Werde den Artikel entsprechend anpassen!

    Grüße,
    Moritz

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  6. von urbandigital am 09.10.2012 (02:23 Uhr)

    Nachbar DDOS - und er steht mit seinem Handy vor verschlossener Haustür! Sniffen, AccessPoint Clone oder was auch immer, irgendwie kriegen wir das Ding schon in die Knie - die Deutschen sollten lieber bei der mechanischen Lösung bleiben - Wardriving 2013 - hier bekommt der Begriff "Nachrichtendienst Backdoor" eine ganz neue Bedeutung!

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  7. von Axel Hörnke am 10.10.2012 (21:41 Uhr)

    Seh mich im Zug sitzen, angsterfüllt auf den sich entladenden Akku blickend, weit und breit keine Steckdose in Sicht - ob ich bei Freunden unterkomme?

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