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E-Commerce

Onlineshopping ohne Zustellprobleme: Locumi bringt die Paket-Box für Jedermann

    Onlineshopping ohne Zustellprobleme: Locumi bringt die Paket-Box für Jedermann

Die Versandtasche Locumi. (Foto: Locumi)

Onlineshopping ist bequem – zumindest bis kurz vor die Haustür. Irgendwie kommen die Pakete immer zum falschen Zeitpunkt. Jetzt bietet dir Locumi eine Lösung für dieses Problem.

Eigentlich würde ich sehr gerne mal Lebensmittel online bestellen. Irgendwie bequemer als den Krempel vom Rewe, über Stock und Stein und Tram, selber bis nach Hause schleppen zu müssen. Den letzten gefüllten Warenkorb habe ich dann doch liegen lassen, weil das im Onlineshop angebotene Lieferfenster nicht machbar war für mich. Wäre doch praktisch, wenn ich einen Briefkasten hätte, der die Pakete für mich entgegennimmt. Den selben Gedanken hatten auch die Gründer von Locumi und haben jetzt den Briefkasten für Pakete eingeführt – verfügbar ist Locumi in ganz Deutschland und für jeden Paketdienst.

(Foto: Locumi)
Locumi: Pakete können zukünftig in einer Versandtasche landen. (Foto: Locumi)

Das ist Locumi: Eine Paket-Ablage-Vorrichtung für die Haustür

Der Name „Locumi“ ist abgeleitet vom lateinischen „Locum“ und bedeutet soviel wie Stellvertreter. Das beschreibt genau die Funktion, die auch die 129 Euro teure Versandtasche von Locumi für den Onlinekunden übernehmen soll: stellvertretend Pakete für das Herrchen oder Frauchen entgegennehmen. Neben Locumi sind hier auf dem deutschen Markt noch Lockbox und DHL mit dem Paketkasten unterwegs. Der Paketkasten ist eher für Einfamilienhäuser und Vorgärten gedacht und ziemlich robust, Lockbox und Locumi sind eher Indoor-Vorrichtungen für die Großstadt beziehungsweise für die Wohnungstüren von Mehrfamilienhäusern. Lockbox beschränkt sich im Moment auf Berlin, der Paketkasten ist ab 99 Euro bundesweit erhältlich – genau wie Locumi.

Die Locumi-Versandtasche wird zusammen mit einer Befestigungsvorrichtung ausgeliefert, die mit wenigen Handgriffen die Befestigung an einer handelsüblichen Wohnungs- oder Haustür ermöglichen soll. Eine Aluminiumbefestigung wird über den oberen Türrand gezogen und dient so als Halterung für eine ausklappbare Versandtasche aus Naturfilz.

(Foto: Locumi)
Locumi: So sieht die montierte Tasche an der Tür aus. (Foto: Locumi)

Die Installation von Locumi

Locumi: So funktioniert die Versandtasche

Nach der Anmeldung bei Locumi füllt der Nutzer eine „Abstellgenehmigung“ aus, die Locumi dann an alle gewünschten Paketdienstleister weiterreicht. Diese formale Erklärung erlaubt aktuell den Paketdiensten Lieferungen beispielsweise hinter dem Haus auf der Terrasse abzulegen, Locumi nutzt die Abstellgenehmigung um den Paketdiensten auf ihren PDAs mitzuteilen, dass der Zusteller das Paket in der Versandtasche deponieren darf. Der Zusteller ist in der Lage die Versandtasche zu öffnen und das Paket dort zu deponieren. Er verschließt die Versandtasche und verriegelt den Reißverschluss mit einem seitlich montierten Vorhängeschloss.

Bei der Bestellung ist eigentlich nichts zu beachten, da der Zusteller in seinem PDA die Abstellgenehmigung sieht und so Bescheid weiß, zur Sicherheit kann der Kunde im Onlineshop im Adress-Zusatz-Feld einfach „An die Locumi-Versandtasche im dritten Stock zustellen“ angeben.

Die Risiken

(Foto: Locumi)
(Foto: Locumi)

Die Filztasche kann vermutlich mit mehr oder weniger Aufwand auf verschiedene Weisen geöffnet werden, eventuell auch nur unter Verwendung von Werkzeug. Die Sendungen sind also nicht vollständig diebstahlsicher.

Die Abstellgenehmigungen der Paketdienste beinhalten auch die Regelung des sogenannten „qualifizierten Abliefernachweises“, der Zusteller bestätigt die Zustellung selbst, der Empfänger unterschreibt nicht mehr für die Sendung. Das hat gleichzeitig zur Folge, dass die Gefahr des Verlustes jetzt auf den Empfänger übergeht. Der Onlineshop beziehungsweise der Zusteller, je nach Perspektive, ist also nur bis zum Zeitpunkt der Zustellung in die Versandtasche noch dafür verantwortlich was mit der Sendung passiert. Sollte die Sendung nach der Zustellung in der Versandtasche entwendet werden, gibt es keinen Ersatz.

Locumi ist gut geeignet für geringwertige Zustellungen

Im Prinzip kann mit genügend krimineller Energie jeder Vorrichtung geknackt werden, sei es Paketkasten oder Versandtasche. Wenn auch letztere vermutlich leichter als der Paketkasten „aufgebrochen“ werden kann. Teure Lieferungen in diese Vorrichtungen liefern zu lassen ist immer mit Risiken verbunden. Die Masse der Sendungen, die in solchen Zustellvorrichtungen landet, dürfte also eher einen geringen Wert aufweisen. Aber schon das kann eine erhebliche Erleichterung für den Kunden darstellen, der seinen Tagesablauf nicht am Paketdienst ausrichten muss. Profitieren kann so von solchen Zustellvorrichtungen ganz sicher auch der Online-Lebensmittelhandel.

Wir werden Locumi in Kürze auf Herz und Nieren prüfen und den Test hier bei t3n.de veröffentlichen.

via etailment.de

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20 Reaktionen
Stefan
Stefan

Cool, wann kommt das nach Österreich?

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Christoph Baumeister
Christoph Baumeister

Hi Stefan, wir werden im Laufe des nächsten Jahres nach Österreich gehen. Wann genau ist noch unklar. Wenn du möchtest, schicken wir es dir aber auch heute schon ohne Aufpreis nach Österreich. Wende dich einfach an service@locumi.de. Viele Grüße, Christoph

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MatthiasA
MatthiasA

Wo ist der Nutzen durch Locumi? Einen Kasten oder Tasche kann sich ja schließlich jeder selber an die Tür dübeln. Gibt es beim Schlosser um die Ecke wahrscheinlich sogar deutlich günstiger.

Ebenso kann ich auch selber bei meinen Paketlieferern die Abstellgenehmigung einreichen.
Alle Probleme, Risiken und Abläufe wären dieselben. Was bietet also Locumi mehr? Nix. Und das, was man braucht (Locumi haftet für verschwundene Sendungen) ist explizit ausgeschlossen.

Also, kommt da noch was, oder ist der Verkauf von Filztaschen mit Haltevorrichtung das ganze Geschäftsmodell? :-D

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Andi
Andi

Gute Idee, ich bin mir nur nicht so sicher ob die in einer "schlechten" Welt auch gut funktioniert. Man wird's sehen.

Gut fände ich wenn noch wenn ein Namensschild des Empfängers an der Tasche angebracht werden könnte. In Mehrfamilienhäusern sind sehr oft keine Namensschilder an den Wohnungstüren angebracht und die Paketboten irren durch die Stockwerke. Übrigens auch ein Grund warum die sich oft nicht die Mühe machen den Empfänger zu suchen und statt dessen einen Zettel in den Briefkasten werfen.
Eine Möglichkeit an der Haustür des Mehrfamilienhauses einen Hinweis anzubringen ob Locumi möglich ist und wer es verwendet wäre wohl sinnvoll. Das würde die meist abgehetzten Paketboten vielleicht motivieren aber wohl auch Langfinger (s.o.)

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Christian K.
Christian K.

Der Reisverschluss kann leicht geöffnet werden mittels eines Kugelschreibers, wenn er eine ähnliche Stabilität hat wie die an Reisetaschen.

Gibt Videoanleitung zum öffnen von Reisetaschen, ich verlinke das hier aber lieber nicht.

Wäre mir zu unsicher. Muss jeder selber wissen...

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Christoph Baumeister
Christoph Baumeister

Hi Christian! Mit der optionalen Versicherung gäbe es schon einen Ersatz. Wenn Du einen LOCUMI hast, gibt es für die Paketboten auch endlich keine Ausrede mehr. Es ist ja immer jemand "zu Hause". Die Paketboten finden LOCUMI auch gut, weil sie so die Pakete auf jeden Fall los bekommen und keine Zeit mit der Suche nach einem Nachbarn verlieren. Außerdem sparen sie sich Geld, weil sie nicht 40 der 70Cent an den Paketshop abdrücken müssen. Viele Grüße, Christoph

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Christian
Christian

Hallo Christoph,
die optionale Versicherung ist nicht wirklich eine Option für mich, da ich nicht extra eine Postbank Kreditkarte besitzen möchte. Mir reichen schon die zwei Karten meiner Bank. Wäre gut, wenn noch andere Banken sowas anbieten würden.

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AnJo
AnJo

Hab mir gerade den Werbefilm von Locumi angesehen (soll nächste Woche wohl in der Langfassung ins Kino kommen) und hatte spontan die Idee für ein neues Hobby, speziell für Miets­hausbewohner: Locumis abschließen! Die Gesichter möcht' ich sehen!

Eigentlich gefällt mir die Idee hinter dem Teil ganz gut – möglicherweise aber auch nur, weil ich vernarrt in Filz bin. Und insgeheim wünschte ich mir, wir würden in einer Welt leben, in der solche Ideen funktionieren. Auch wenn sie dann ein wenig riechen würde, wie die "Truman Show".

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Christian
Christian

"Sollte die Sendung nach der Zustellung in der Versandtasche entwendet werden, gibt es keinen Ersatz." Damit hat sich das Thema schon erledigt. Außerdem kommen die meisten Postboten schon nicht mehr in den ersten Stock sondern kleben gleich einen "Nicht zustellbar"-Zettel an die Haustür. Da hilft auch die schönste Tasche/Box nicht weiter ;)

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Jochen G. Fuchs

Ich glaube dass die Zettelchen weniger werden könnten. Viele Zusteller bekommen leistungsabhängige Bezahlung, unter Zeitdruck stehen die sowieso alle extrem. Der Zusteller hat durch den Vermerk der Abstellgenemigung die Gewissheit, dass er das Paket zustellen kann. Hat also im Gehensatz zum „auf gut Glück in den vierten Stock laufen und Zeit verlieren“ eine Motivation da hoch zu hüpfen. Eventuell sogar eine geldwerte Motivation.

Notorische Zettelkleber bleiben wahrscheinlich übrig: In dem Fall dass das wiederholt vorkommt, würde ich mich mit Angabe von Tag und Uhrzeit schriftlich beim Zusteller beschweren. Man kann zumindest die Hoffnung haben, dass der den Mitarbeiter zur Ordnung ruft. Wenn keiner meckert, passiert das nie.

Liebe Grüße aus der Redaktion,
Jochen

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Christian
Christian

Hatte mich mal bei der DHL beschwert, weil ein Paket einfach unter!!! meine Fußmatte gelegt wurde. Mehr als ein "Tut uns leid" Schreiben kam da nicht. Das der Mitarbeiter informiert wird bringt aber auch nur was, wenn er länger die gleiche Tour fährt. Sobald ein neuer kommt, gehts wieder von vorne los.

Christoph Baumeister
Christoph Baumeister

Falls ihr Sorgen bezüglich der Sicherheit haben solltet - die Einkaufsversicherung der Postbank schützt euch vor dem Diebstahlrisiko: http://goo.gl/NuuMng

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AnJo
AnJo

Die Postbank-Versicherung schützt nicht vor Diebstahl. Sie ersetzt nur den Schaden – so man ihn denn nachweisen kann. Wenn jemand das Schloss knackt, ohne es von Außen sichtbar zu beschädigen, ist's perdu. Und wenn das Schloss ganz fehlt, weil der Dieb es mit einem Bolzenschneider aus dem Baumarkt einfach abgezwickt, dann dürfte es kaum möglich sein, einer Versicherung zu beweisen, dass man das Schloss ordentlich angebracht und nicht einfach verschlampt hat.

Vor allem aber schützt die Versicherung die Postbank davor, dass sie zu wenig Geld hat. 22,- € pro Jahr und Locumi dürfte den Aufwand mehr als decken, vermute ich mal …

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Christoph Baumeister
Christoph Baumeister

Das Schloss ist fix an der Aluminium-Blechhaube befestigt und kann somit nicht verschlampt werden...

Michael
Michael

Bleibt nur noch das Problem, dass der Postbote nicht in das Haus kommt und somit auch das Paket nicht in der Box deponieren kann.

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AnJo
AnJo

Eigentlich ist es ganz einfach, in ein typisches Mehrfamilienhaus zu kommen: Einfach irgendwo klingeln, bis jemand antwortet und dann "Ich bin's!" rufen. Klappt in 70% aller Fälle beim ersten Mal, in 20% beim zweiten und nur in 10% aller Fälle muss man – äh – weitersuchen … ;-)

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Jochen G. Fuchs

Das machen in der Praxis auch viele Postboten so: Klingeln, „Die Post“ rufen und rein ins Gebäude. Es gibt viele Gebäude mit innenliegenden Briefkästen.

Liebe Grüße aus der Redaktion,
Jochen

Christoph Baumeister
Christoph Baumeister

Hi Michael! In den meisten Fällen kommt der Paketbote zum Glück auch heute schon auf irgendeinem Weg rein. Uns ist das Problem aber auch bewusst. Deshalb arbeiten wir schon mit Hochdruck an einer Lösung. Anfang nächstes Jahr gibt es mehr Infos dazu. Wenn du dazu auf dem Laufenden bleiben willst, kannst du gerne unseren Newsletter abonnieren: http://eepurl.com/5Cf4z.
Viele Grüße, Christoph

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Markus
Markus

Stimmt, jetzt muss Locumi noch Türgriffe mit Fingerabdrucks-Scanner entwickeln, welche auf eine globale Datenbank zugreift, in der alle Postboten registriert sind.

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topas
topas

Eine neue, saubere Möglickeit für Paketdiebe, sollte die Verbreitung eine kritische Masse überschritten haben: Wenn man durch die Stadt läuft und gerade ein Paketbote das Haus verlässt mit einem "Moment mal... danke schön" reingehen, schauen ob eine Locumi-Tasche rumhängt, mit einem Cuttermeser die Tasche öffnen, Inhalt entnehmen und verschwinden. Etwas schauspielerisches Talent vorausgesetzt schafft man es auch gut, andere Mieter, die einen ansprechen, loszuwerden.
Auch die Aussage "Locumi ist gut geeignet für geringwertige Zustellungen" ist fragwürdig... wenn der Dieb die Tasche aufschneidet um an den Inhalt zu kommen ist zumindest die Tasche im Eimer - da ist es nachrangig, ob er dann 2DVDs für 15EUR entwendet hat.
Ebenso ist sie fehleranfällig: Es wäre ein klassischer Streich / Mutprobe / Blödelei von Kindern, das Schloss einfach zu schließen, bevor der Paketbote da war. Schon steht der vor der verschlossenen Tasche und darf wieder samt Paket abrücken.

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