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Logitech T630 im Test: Die ultimative Maus für dein Ultrabook?

Logitech T630 im Test: Die ultimative Maus für dein Ultrabook?

Die Auswahl an hochwertigen Bluetooth-Mäusen auf dem Markt ist überschaubar. Mit der T630 hat Logitech nun eine neue, kompakte Maus im Angebot, die sich durch ihre flache Kontur, hochwertige Materialien und Touch-Oberfläche für Ultrabook-Besitzer empfiehlt.

Logitech T630 im Test: Die ultimative Maus für dein Ultrabook?

Seltene Spezies: Die Bluetooth-Maus

Die geringe Verbreitung von Bluetooth-Mäusen bleibt eines der großen Mysterien in der IT-Welt. Seit etlichen Jahren gehört Bluetooth zur Standard-Ausstattung der meisten mobilen Computer. Nichtsdestotrotz dominieren Eingabegeräte mit eigenem Funk-Empfänger den Markt und Bluetooth-Mäuse sind in der absoluten Minderheit. Der Bluetooth-Standard mag technisch der proprietären Funktechnologie einzelner Hersteller auf dem Papier unterlegen sein, aber wer, außer Gamern, merkt schon solche technischen Feinheiten?

Es scheint ein ewiger Teufelskreis zu sein zwischen Peripherie-Herstellern und Anwendern: Bringen die Hersteller keine attraktiven Bluetooth-Mäuse auf den Markt, wird sich die Technik auch nicht etablieren und nicht stärker nachgefragt werden, was wieder dazu führt, dass wenig neue Produkte in dieser Sparte entwickelt werden. Das sieht man sehr gut, wenn man sich das Produkt-Portfolio von Logitech anschaut, einem der weltweiten Marktführer für Computer-Mäuse. Die Schweizer Firma bot bis vor kurzem genau ein(!) aktuelles Bluetooth-Modell an (Logitech M555b), das bereits seit 2009 auf dem Markt ist. Mit eigener Funkverbindung bietet der Hersteller hingegen dreizehn verschiedene Modelle gleichzeitig an.

Logitech Ultrathin Touch Mouse T630: Neues Modell für Ultrabook-Besitzer

Seit einigen Wochen gesellt sich nun mit der „Logitech Ultrathin Touch Mouse T630“ endlich ein zweites Modell hinzu, das in Sachen Funktion und Optik endlich an die Ansprüche der mobilen Nutzer im Jahr 2013 angepasst wurde. Ja, richtig gehört – auch die Ansprüche an eine Maus ändern sich im Laufe der Jahre. Natürlich kann auch nach wie vor jeder Computer mit einer simplen Zwei-Tasten-Maus bedient werden, aber Nutzer von Windows 8 und Mac OS X sind inzwischen Gesten-Bedienung und Touch-Funktionalität gewohnt und möchten auch eine Maus haben, die optisch zu aktuellen mobilen Computern wie und MacBooks passt, das heißt vor allem über ein sehr flaches Profil verfügen.

Flacher geht nicht: Die Logitech T630 ähnelt in ihrer Form dem dünnen Profil eines Ultrabooks. (Foto: Moritz Stückler)
Flacher geht nicht: Die Logitech T630 ähnelt in ihrer Form dem dünnen Profil eines Ultrabooks. (Foto: Moritz Stückler)

Diesen Anspruch erfüllt die T630 auf jeden Fall. Durch die keilförmige und extrem flache Kontur sowie das gebürstete Aluminium und die leicht matte Plastik-Oberfläche passt der Nager optisch wirklich hervorragend zu den meisten Ultrabooks und MacBooks, die über ein ähnliches Profil verfügen. Die linke und rechte Maustaste der T630 sind nicht durch einen Einschnitt im Gehäuse voneinander getrennt, und ein Mausrad sucht man ebenfalls vergebens, so dass die gesamte Oberfläche der Maus vollkommen glatt ist. Die Taster-Einheiten für die linke und rechte Maustaste sind in die Basis der Maus integriert, so dass der gesamte Korpus der Maus geklickt werden muss. Das Mausrad wurde durch eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche ersetzt, so dass an fast jeder Stelle der Maus-Oberfläche gescrollt werden kann. Lediglich das hinterste Viertel der Oberseite reagiert nicht mehr auf Berührung.

Extrem ungewohnt: Das flache Profil polarisiert

Durch die extrem flache Form der T630 gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die Maus in die Hand zu nehmen. Entweder man legt seine Hand vollkommen flach auf der Maus ab, was sich für die meisten Nutzer nicht sehr natürlich anfühlt. Alternativ formt man die Hand zu einer Klaue und berührt die Maus nur mit den Fingerspitzen. Auch das Bedarf einiger Gewöhnung und erscheint vielen Nutzern sehr ungewohnt. In beiden Fällen bemerkt der Nutzer die Maus aufgrund ihrer Größe nach ein paar Stunden nicht mehr.

1000-dpi-Sensor und Koppelung von zwei Bluetooth-Geräten möglich

Auf technischer Seite verwendet die Logitech T630 einen einfachen optischen Sensor, der die Oberfläche mit einer Infrarot-Diode im nicht-sichtbaren Bereich beleuchtet. Die maximale Auflösung liegt bei 1000 dpi – mehr als genug für den Alltags-Einsatz. Auflösungen jenseits von 1000 dpi sind im Normalfall nur für Gamer interessant. Die Verbindung mit dem Computer oder Laptop erfolgt über Bluetooth 3.0 und die Reichweite liegt damit im Bluetooth-üblichen Bereich von zehn Metern. Als Besonderheit und Alleinstellungsmerkmal gegenüber vielen Konkurrenten verfügt die Logitech T630 auf der Unterseite neben einem Ein- und Ausschalter und einer Connect-Taste auch über einen Schalter, um zwischen zwei verschiedenen Bluetooth-Geräten hin und her zu wechseln. So kann die Maus mit zwei Geräten verbunden werden, ohne den Kopplungsvorgang immer neu durchführen zu müssen. Für Menschen, die mehrere Geräte, etwa einen mobilen und einen stationären Computer, oder auch ein zusätzliches Tablet verwenden, ist das eine nicht zu unterschätzende Erleichterung. Eine winzige LED auf der Vorderseite zeigt übrigens den aktuellen Betriebszustand an.

Die T630 von Logitech kann sich mit zwei Bluetooth-Geräten verbinden, ohne neu gekoppelt werden zu müssen. (Foto: Moritz Stückler)
Die T630 von Logitech kann sich mit zwei Bluetooth-Geräten verbinden, ohne neu gekoppelt werden zu müssen. (Foto: Moritz Stückler)

Die Maus funktioniert sowohl mit Windows als auch mit Mac OS X und benötigt grundsätzlich keine Treiber für ihre elementaren Funktionen. Wer allerdings Gebrauch von der Multi-Touch-Oberfläche machen möchte, und seinen Computer mit Gesten steuern möchte, der muss die Logitech-Treibersoftware installieren. Zumindest in der Mac-Version sind die Konfigurationsmöglichkeiten aber leider eingeschränkt. Es lässt sich nicht jeder Taste beziehungsweise jeder Geste eine beliebige Funktion zuweisen. Es gibt lediglich einige wenige, vorgefertigte Auswahlmöglichkeiten: Mit einem oder zwei Fingern doppeltippen, auf den hinteren Bereich der Maus tippen und mit einem oder zwei Fingern horizontal und vertikal scrollen. Die Möglichkeit, einen normalen Mausklick durch Antippen – ohne mechanisches Klicken – auszuführen, gibt es nicht – unverständlich.

Leider ist die T630 von Logitech nicht komplett frei konfigurierbar. Es gibt nur ein paar vorgefertigte Gesten. (Quelle: logitech.com)
Leider ist die T630 von Logitech nicht komplett frei konfigurierbar. Es gibt nur ein paar vorgefertigte Gesten. (Quelle: logitech.com)

Nichtsdestotrotz machen die unterstützten Gesten Sinn und die Bedienung des Rechners sehr angenehm. Das schnelle Aufrufen der Exposé- oder Mission-Control-Funktion von Mac OS ist sehr angenehm, und auch das Blättern zwischen offenen Tabs in Safari lässt sich hervorragend erledigen. Generell machen alle Wisch-Gesten, auch das normale Scrollen, dank der guten Verarbeitung und der einteiligen Oberfläche sehr viel Spaß mit der T630. Geht der T630 der Saft aus, erfährt dies der Nutzer über eine On-Screen-Meldung. Die Maus wird über ein normales Micro-USB-Kabel geladen. Die Akkulaufzeit einer Maus lässt sich nur schwer vergleichen, da es stets davon abhängt, wie stark die Maus benutzt wird. In unserem Test schaffte die Maus mindestens vier Wochen bei relativ häufiger Benutzung.

Die Treiber-Software für Mac OS X: Leider mit eingeschränkter Individualisierbarkeit. (Screenshot: Moritz Stückler)
Die Treiber-Software für Mac OS X: Leider mit eingeschränkter Individualisierbarkeit. (Screenshot: Moritz Stückler)

Fazit

Die Ultrathin Touch Mouse T630 ist in Sachen Design auf jeden Fall eine tolle Wahlmöglichkeit für Ultrabook- und MacBook-Benutzer. Die Kompatibilität mit Windows und Mac OS X macht sie umso interessanter für diese Käuferschaft. Die Maus verrichtet ihren Dienst tadellos und dank der weichen und einteiligen Plastik-Oberflächen machen auch Mehrfinger-Gesten viel Spaß. Problematisch ist die eingeschränkte Programmierbarkeit der einzelnen Gesten. Auch die fehlende Funktion um durch Antippen der Oberfläche einen einfachen Mausklick auszuführen ist nicht verständlich. Für mobile Nutzer mit mehreren Geräten ist die Fähigkeit, zwischen zwei Bluetooth-Geräten wechseln zu können ein großer Vorteil. Der Preis von 60 Euro erscheint trotzdem relativ hoch.

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2 Antworten
  1. von Sven Timmermann am 18.12.2013 (08:52 Uhr)

    Moin,

    danke für den Bericht, mal eine Frage, was ist der Unterschied zwischen der T630 und der T631? Außer die Farbe ;)

    http://www.amazon.de/gp/product/B00EQ6PXLK/ref=noref?ie=UTF8&psc=1&s=computers

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  2. von Moritz Stückler am 18.12.2013 (20:46 Uhr)

    @Sven: Es gibt keinen. Es ist nur die Farbe ;)

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