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LulzSec: Hacker vom Anonymizer HideMyAss der Strafverfolgung ausgeliefert

LulzSec: Hacker vom Anonymizer HideMyAss der Strafverfolgung ausgeliefert

Da sieht man mal, wozu ein guter Anonymizer alles gut ist. Offenbar zu nichts. Denn am Ende geben sie deine Daten doch an die Behörden. LulzSec-Hacker Cody Kretsinger aka recursion nutzte HideMyAss und sieht sich jetzt einer 15jährigen Gefängnisstrafe gegenüber. Manch einer empfiehlt HideMyAss eine Namensänderung, zu SellMyAss.

LulzSec: Hacker vom Anonymizer HideMyAss der Strafverfolgung ausgeliefert

LulzSec: HideMyAss in Nöten, rechtfertigt sich umfänglich

Damit hatte HideMyAss wohl nicht gerechnet, als sie einen recht selbstbewussten Blogbeitrag mit dem Titel “Lulzsec fiasco” veröffentlichten. Immerhin hatten sie ja nichts getan, was nicht von den Gesetzen des Vereinigten Königreichs gedeckt gewesen wäre, als sie Cody Kretsingers Daten an die Behörden gaben. Auch die Daten mindestens einer weiteren Person sollen den Behörden zugänglich gemacht worden sein. Diese scheint sich noch auf freiem Fuß zu befinden.

Die weltweiten Reaktionen auf die Herausgabe von personenbezogenen Daten durch einen Dienst, der gerade diese personenbezogenen Daten zu verschleiern verspricht, sind nur von wenig Verständnis für die Nöte von HideMyAss geprägt. Immer wieder bringt das Unternehmen Updates unter ihren Blogbeitrag. Mit dem Rücken zur Wand argumentieren sie, sie hätten Gesetze zu beachten, es hätten Gerichtsbeschlüsse vorgelegen, man habe sich nicht wehren können.

HideMyAss? Sei kein Esel!

Tatsächlich scheint das nur ein Teil der Wahrheit zu sein. Bei genauem Lesen des Beitrags entsteht der Eindruck, man habe fast schon gezielt und über einen längeren Zeitraum kompromittierende Daten gesammelt, um diese dann im Falle einer behördlichen Anforderung möglichst aussagekräftig übergeben zu können.

Kritiker bemängeln zudem, HideMyAss hätte sich technisch auch so aufstellen können, dass man entsprechend aussagefähige Daten gar nicht habe erheben können. Von einem Dienst, der sich HideMyAss (Verstecke meinen Hintern) nennt, könne man das nachgerade sogar erwarten.

Kretsinger nützt die Diskussion nur wenig. Wir anderen können daraus lernen. Traue niemals einem Anonymizer, wenn du wirklich sicher sein musst, dass er zuverlässig funktioniert.

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3 Antworten
  1. von Andy am 26.09.2011 (12:15 Uhr)

    @Fynn Kliemann: Gäähhnn....

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  2. von Andy am 26.09.2011 (12:16 Uhr)

    @Torsten Deppe: nämlich?

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  3. von champanda am 26.09.2011 (16:10 Uhr)

    Hidemyass (das allenfalls als GEMA-Unlocker taugt) als vermeintlich sicheren Anonymizer zu verwenden, ist schon grenzdebil. Viele Kommentare hier auch :)

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