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Lumma-Kolumne: Frictionless Sharing ist die Zukunft

    Lumma-Kolumne: Frictionless Sharing ist die Zukunft
#FLICKR#

Ab sofort werden wir auf Facebook über viele Apps Aktionen unserer Freunde sehen, aber auch selbst „automagisch“ Inhalte übermitteln, die dann in der Tickerbox rechts oben auf der Facebook Seite landen und auch in der Timeline entsprechend auftauchen. Dieses „Frictionless Sharing“ wird viel kritisiert, aber es ist unausweichlich.

Auf der f8-Konferenz hatte Mark Zuckerberg unter anderem auch Facebooks automatisches Sharing vorgestellt. (Foto: jolieodell / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Auf der f8 Developer Conference hatte Facebook voriges Jahr das Konzept von Timeline und Open Graph vorgestellt, zu dem Zeitpunkt durften allerdings nur eine Handvoll ausgewählter Apps das neue Feature nutzen, darunter Spotify, die Washington Post und der Guardian. Nun hat Facebook angekündigt, auch andere Apps mit der Timeline und dem Open Graph zu verknüpfen. Dieser Schritt ist konsequent und richtig, da Nutzer und Developer davon proftieren.

Das Spannende hieran ist, dass sich Facebook dabei auch vom einfachen „Like“ bzw. „Gefällt mir“ wegbewegt und auch andere Aktionen zulässt, wie z.B. „laufen“, „hören“, „sehen“ und so weiter.

Die Idee des Frictionless Sharing wurde gerne kritisiert in den letzten Wochen und Monaten, aber es ist ein unausweichliches Feature für Facebook. Durch Frictionless Sharing wird die Plattform lebendiger und davon profitieren Nutzer und Developer, aber natürlich auch Facebook.

Developer profitieren, Nutzer werden Apps öfter nutzen

Viele Apps könne nun per Open Graph „automagisch“ Inhalte bei Facebook verteilen. Das Social Network nennt das „Frictionless Sharing“.

Die Verlagerung der Aktionen der Nutzer in die Tickerbox bedeutet für den einzelnen Nutzer zwar mehr Rauschen in der oberen rechten Ecke von Facebook, aber es sorgt für weniger Status Updates von Freunden, auf die man eher verzichtet hätte. Dadurch werden Apps wieder interessanter für Nutzer, da sie als weniger nervig empfunden werden und die Nutzungsdauer der einzelnen Apps wird zunehmen.

Nutzer bekommen nun über die Tickerbox eine neue Art der App Discovery, die ihnen ermöglicht, sehr leicht die aktuellen Apps zu finden. Developer werden so mit ihren Apps wieder präsenter werden und davon profitieren. Die Verknüpfung der Apps mit Timeline und Open Graph ist der Versuch, die viralisierenden Elemente wieder stärker zu betonen, ohne den Nutzern durch zu viele Status Updates auf die Nerven zu gehen.

Das „automagische“ Sharen werden etliche Nutzer erst einmal befremdlich finden, aber sie dürften sich schnell darüber freuen, dass sie über ihre Freunde auf Inhalte gestoßen werden, die sie sonst niemals mitbekommen haben. Natürlich ist Frictionless Sharing insbesondere für das Thema Shopping relevant, denn nun wird es leichter werden, die Freunde an Shopping-Touren teilhaben zu lassen.

Facebook stärkt sein Ökosystem

Mark Zuckerberg weiß, dass die Apps dafür sorgen, dass das Ökosystem Facebook lebendig bleibt. Mit der Aufnahme der Apps in Timeline und Open Graph wird vor allem über die mobile Nutzung mehr Leben in die Bude gebracht und dadurch das gesamte Ökosystem attraktiver. Die Developer sind für Facebook essentiell und werden durch diese Neuerung noch stärker an Facebook gebunden.

Mit Frictionless Sharing setzt Facebook auf das „automagische“ Teilen von Inhalten und sorgt dafür, dass Nutzer viel unbewusster ihre Freunde an ihrem Leben teilhaben lassen. Dadurch werden die Beziehungen innerhalb von Facebook gestärkt und das Ökosystem gefestigt. Frictionless Sharing ist die Zukunft, viele weitere App-Developer und Plattformen werden nachziehen.

Über den Autor

nico lumma 75px Lumma Kolumne: Die Renaissance des SharingNico Lumma ist Chief Operating Officer (COO) der Digital Pioneers N.V. in Hamburg, stolzer Vater zweier Kinder, glücklich verheiratet, bloggt seit etlichen Jahren auf lumma.de und hat den Verein D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt mitgegründet. Er ist Ständiger Sachverständiger der Enquete Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“ am Landtag Rheinland-Pfalz und wurde 2007 von der Zeitschrift Tomorrow zu den Top 20 Web 2.0 Pionieren in Deutschland gewählt.

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9 Reaktionen
unausweichlicher
unausweichlicher

Was soll das heißen, "unausweichlich"? Von wem wird dieser Mensch bezahlt? Wenn er ohne Schließmuskel leben will, viel Spaß. Allerdings fällt das dann auch auf Unschuldige.

Antworten
Phicsa
Phicsa

"Das „automagische“ Sharen werden etliche Nutzer erst einmal befremdlich finden, aber sie dürften sich schnell darüber freuen, dass sie über ihre Freunde auf Inhalte gestoßen werden, die sie sonst niemals mitbekommen haben."

Klar, ich hab ja nichts besseres zu tun als über der "Timeline" zu hocken und zu überwachen was für mich von interesse sein könnte...wer will schon von Freunden und Bekannten auf, für sie interessante, Themen hingewiesen werden wenn er diese auch ganz einfach STASI-like überwachen kann!

Facebook Hoooo!! *rolleyes*

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Riemann Elk Khmer
Riemann Elk Khmer

Es mag eine konsequente Entwicklung sein, aber ein Feature einer Software als unausweichlich zu bezeichnen halte ich für übertrieben und faktisch falsch.

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Ray
Ray

Erich Mielke wäre stolz auf Zuckerberg gewesen.

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friction less
friction less

"Hans Mustermann hat den Artikel angefangen zu lesen aber nach 20 Sekunden aufgehört und den Artikel als DISlike bewertet" wäre eine Killer-App.
Es müsste Artikel-Bewertungs-Plattformen geben und diese hätten eine App und dann würde man sehen das Hans Mustermann den Artikel als Zeitverschwendung einstuft.

In Abmahnistan und Diktaturen kann man sowas triviales leider nicht programmieren :-( Also in USA :-(

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Eric Sturm

Hmm, ganz interessant, aber warum nennt Ihr solche Beiträge eigentlich "Kolumne"?

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Nemo

Also erstens habe in meinem Newsstream sehr oft "Frictionless-Sharing-Posts". Zweitens kommen diese Einträge natürlich den privilegierten Partnern von Facebook zugute, da diese die Funktion als erste nutzen konnten. Sie können mit weniger Aufwand als bisher große Marketingwirkung erzielen. Anfänglich nur "The Guardian" und so weiter. Später weitet sich das ganze natürlich auf weitere Player aus. Generell kann man davon ausgehen, dass das nötige Know-How um diese sozialen Funktionen in die Apps zu programmieren eher bei finanziell starken Akteuren liegt. Des Weiteren ging ich in meinem Kommentar auf die Timeline ein. Neue Eye-Tracking-Studien beweisen eine höhere Aufmerksamkeit für Werbeanzeigen bei der Timeline: http://allfacebook.de/zahlen_fakten/eyetracking-studie-vergleicht-die-facebook-timeline-mit-den-alten-profilen

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Nico Lumma

@Nemo - das Gros der Aktionen wird nur in der Tickerbox auftauchen.

Ich verstehe nicht, wieso Du meinst, dass dies den Werbepartnern zu Gute kommt, kannst Du das etwas ausführen?

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Nemo

Nico Lumma schreibt: "Weniger Status Updates von Freunden, auf die man eher verzichtet hätte" - Im Gegenteil. Frictionless Sharing spielt sich auch im Newsfeed ab (bspw. xy hat gerade Artikel z bei Washington Post gelesen) und diese Nachricht interessiert mich nun leider überhaupt nicht. Die Nutzerin hat diesen Beitrag auch nicht bewusst geteilt, dann nämlich hätte er mehr Relevantz für mich besessen.

Der, trotz seiner Kürze redundante, Artikel, ist meiner Meinung nach nicht korrekt und auch die Aussicht ist zu kurz gegriffen. Mit dem Frictionless Sharing uns auch mit der Einführung der Timeline nähert sich Facebook weiter den Werbepartnern und entfernt sich von den Nutzern. Wenn sie nicht aufpassen, dann hat Google+ wirklich eine gute Chance.

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