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Software & Infrastruktur

Lumma Kolumne: Das nächste große Ding – Enterprise-Software

    Lumma Kolumne: Das nächste große Ding – Enterprise-Software
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Interessanterweise hat das Web 2.0 zwar dazu geführt, dass wir mehr Möglichkeiten haben, uns auszudrücken und Inhalte so zu nutzen, wie wir uns das vorstellen, aber es hat bislang noch nicht dazu geführt, dass der Büro-Alltag flächendeckend verändert wurde. Ich glaube, dass die nächste große Disruption im Enterprise-Segment eintreten wird.

Enterprise nutzt Web 2.0 bislang mit Einschränkungen

Bereits seit Jahren beackern Firmen wie Salesforce und WICE erfolgreich den CRM-Markt mit einer Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) – und das schon, bevor es den Begriff eigentlich gab. SocialText und auch Google Apps sind gelungene Beispiele für die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb von Firmen und es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein neues Startup versucht, das Thema Kollaboration zu verbessern.

Aber, das ist alles erst der Anfang. Richtig interessant wird es, wenn wirkliche Enterprise-Anwendungen implementiert sind und damit die Prozesse in großen Firmen nachhaltig verändert werden. Podio beispielsweise gibt einen guten Eindruck, was in Zukunft möglich sein wird: das Modellieren gesamter Prozesse auf einer Plattform.

„Future Now“ - (Foto: Gunnar Þór Hafdal / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

„Designed by Coders“ wird zum Auslaufmodell

Allerdings wird der Treiber für die nächste Enterprise-Welle nicht sein, dass es interessante technische Entwicklungen im Bereich der SaaS-Angebote gibt. Der Treiber werden die Nutzer sein. Die Nutzer werden zunehmend fordernder werden in ihren Ansprüchen an den Arbeitsplatz und die zu nutzenden Tools. Das liegt vor allem daran, dass Dank iPhone, Android & Co. immer mehr Nutzer Gelegenheit bekommen, moderne Workflows zu erfahren und dies wird dann eben auch am Arbeitsplatz eingefordert. Schon jetzt halten etablierte Strukturen nicht mehr den Anforderungen einer zunehmend mobileren Arbeitswelt stand. Warum gibt es keine App? Warum kann ich nur am Arbeitsplatz in der Firma auf Mails zugreifen? Warum ist alles so umständlich? Unsere privat genutzten Tools sorgen für die so genannte Consumerization of IT, die Ansprüche seitens der Nutzer wachsen. Auch das neue Startup Doo, gerade mit 6,8 Millionen Euro Risikokapital ausgestattet, zeigt, wie sehr der Fokus mittlerweile darauf liegt, über Dienste für Privat-Anwender auch in den Enterprise-Markt vorzudringen.

Die Nutzer wollen mehr, auch in den Unternehmen

Die Consumerization of IT führt zur nächsten Welle in der Entwicklung der Software für den Enterprise-Bereich. Es wird interessant zu sehen sein, wie die IT-Landschaft auf diese Entwicklungen reagieren, denn der neue Fokus auf den Nutzer wird zu einer Disruption in einem etablierten Bereich führen.

Über den Autor

nico lumma 75px Lumma KolumneNico Lumma ist noch bis Ende des Jahres Director Social Media bei der Scholz & Friends Group, stolzer Vater zweier Kinder, glücklich verheiratet, bloggt seit etlichen Jahren auf lumma.de und hat gerade den Verein D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt mitgegründet. Er ist Ständiger Sachverständiger der Enquete Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“ am Landtag Rheinland-Pfalz und wurde 2007 von der Zeitschrift Tomorrow zu den Top 20 Web 2.0 Pionieren in Deutschland gewählt.

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6 Reaktionen
Dirk

vor langer langer zeit gab es mal einen netcomputer von novell - erinnert sich jemand daran ;-))

wenn Kunden von uns (financial) aufgrund interner Struktur immer noch den ie6 nutzen müssen... wenn Oracle und SAP nicht mitspielen...

dann brauche ich mir erst 2019 Gedanken zu machen lol

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Lutz Falkenburg
Lutz Falkenburg

Toll, egroupware.org kommt im Mainstream an - manchmal dauert es eben etwas länger....

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Alexander

Ganz ehrlich, wo arbeitet ihr?
Versicherungen und Banken nutzen Software, in denen Millionen von Arbeitstagen Aufwand steckt. Da wird die Frage nach einem neuen browserbasierten Versicherungsverwaltungssystem gar nicht erst gestellt. Bei neuen Anwendungen stimme ich dir teilweise zu, bzw wenn man auf der grünen Wiese anfangen darf. Aber sonst ist man an das vorhandene Ökosystem gebunden.

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Nachtgold
Nachtgold

Klingt irgendwie nach iLike im SAP ... Design by Designer ist wirklich die Hölle

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Daniel W.

Schlimmer als "Designed by Coders" ist eigentlich nur noch "Designd by Designers". Das sieht man ja immer sehr gut, wenn man Screens von irgendwelchen Designern und Grafikern erhält, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. so muss man dann als Coder alle Konventionen und Standards brechen, um dieses selbstverliebte Gewurstel in eine funktionierende Site umsetzen zu können. Es braucht im Frontend Usability-Experten und Frontend-Entwickler, keine Designer und vor allem keine Designer, die von der Web-Materie keine ahnung haben.

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Hartmut Giesen

Danke für den Hinweis auf Podio - kann eine Alternative zu den 37signals Cloudlösungen wie Basecamp oder Highrise sein, die wir nutzen.

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