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Lumma Kolumne: Die Renaissance des Sharing

Lumma Kolumne: Die Renaissance des Sharing

„Gähn. Sharing ist doch nun wirklich nix Neues mehr!“ denken jetzt sicherlich einige von euch. Klar, da habt ihr Recht, seit delicious die guten alten Bookmarks mit sozialem Antlitz neu definiert hat, haben wir geshared was das Zeug hält. Danach haben wir dann Bilder auf geteilt, YouTube-Videos verlinkt oder gar embedded, als wenn es nichts Normaleres auf der Welt gäbe. Dann kam in Mode und damit erst der Share-Link und schließlich der Like-Button, der nichts anderes macht, als Inhalte mit den Freunden zu teilen. Der +1 Button von sorgt auch dafür, dass die Follower sehen können, was man interessant findet.

Lumma Kolumne: Die Renaissance des Sharing
(Foto: C!... / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Sharing wird anders

Bereits mit dem +1 Button von Google+ verändert sich aber eines ganz massiv, auch wenn es nur eine klitzekleine Neuerung ist: Der Nutzer kann direkt beim Sharen auswählen, mit welchen Circles er diesen Inhalten teilen will. Damit wird die bisherige Grund-Einstellung verändert und nicht mehr alles an alle rausposaunt und damit der Signal/Noise-Ratio zugunsten des Signals, also der Qualität der Inhalte für den Rezipienten verändert. Bislang gab es immer die Grundidee, dass die Rezipienten einfach alles ignorieren, was sie nicht interessiert. Jetzt wird umgeschwenkt und zielgerichteter geteilt.

Die neuen Möglichkeiten

Die Idee, dass Sharing gezielter erfolgen sollte, wird mittlerweile von einer Reihe von Tools und Plattformen gezielt genutzt. Path ist derzeit das prominenteste einer Reihe von Startups, die versuchen, durch die Limitierung des Nutzerkreises das Teilen von persönlichen Inhalten wieder bedeutungsvoller für die Rezipienten zu machen. Niemand interessiert, welche Musik du gerade hörst? Doch, deine wirklichen Freunde schon, aber eben nicht irgendwelche Leute, die mal irgendwann bei Facebook hinzugefügt wurden. Ähnlich funktionieren Pinterest oder Nuji auch, nur dass es hier um eingegrenzte Themenfelder geht und anhand dessen die Nutzerselektion erfolgt.

Wie werden künftig Inhalte geteilt werden?

Es wird immer häufiger die Grundeinstellung „Public“ zu Gunsten eines eingeschränkten Nutzerkreises verschwinden, wohl aber mit der Option, dass man über den eingeschränkten Nutzerkreis hinaus auch an alle die Inhalte teilen kann. Ich finde, dass wir damit einen großen Schritt nach vorne gehen konzeptionell, auch wenn es in der Tat nur eine kleine Umstellung bei den Sharing-Defaults ist, aber sie wird unsere Nutzung nachhaltig verändern und noch dazu verbessern.

P.S.: Facebook geht mit seinem Frictionless Sharing unterdessen in genau die umgekehrte Richtung. Ob sie damit richtig liegen?

Über den Autor

nico lumma 75px Lumma Kolumne: Das nächste große Ding – Enterprise SoftwareNico Lumma ist Chief Operating Officer (COO) der Digital Pioneers N.V. in Hamburg, stolzer Vater zweier Kinder, glücklich verheiratet, bloggt seit etlichen Jahren auf lumma.de und hat den Verein D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt mitgegründet. Er ist Ständiger Sachverständiger der Enquete Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“ am Landtag Rheinland-Pfalz und wurde 2007 von der Zeitschrift Tomorrow zu den Top 20 Web 2.0 Pionieren in Deutschland gewählt.

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2 Antworten
  1. von Jürgen am 05.01.2012 (22:46 Uhr)

    Gähn . Content = 0

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  2. von cimengse am 17.03.2012 (05:03 Uhr)

    Lumma Kolumne: Die Renaissance des Sharing » t3n News I was recommended this web site by my cousin. I'm not sure whether this post is written by him as no one else know such detailed about my problem. You are wonderful! Thanks! your article about Lumma Kolumne: Die Renaissance des Sharing » t3n NewsBest Regards Cassetta

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