Aus für Lycos Europe

Die beiden Hauptaktionäre Bertelsmann und Telefónica hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, Lycos als Komplettlösung zu verkaufen. Dieser Plan ist nun ebenfalls gescheitert. Daher will man jetzt zumindest die attraktiveren, weil weniger defizitären Unternehmensbereiche Domain, Shopping und das dänische Portal verkaufen und gibt das Webhosting und alle anderen Portalaktivitäten komplett auf.

Laut Adhoc-Meldung beabsichtigt Lycos bis zum Ende des Jahres eine Barausschüttung an die Aktionäre in einer Gesamthöhe von 50 Millionen Euro vorzunehmen. Davon profitieren vornehmlich die Bertelsmann  Internet Holding GmbH, der 20 Prozent der Lycos-Anteile gehören und der Gründer und CEO von Lycos Europe, Christoph Mohn. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung belaufen sich die liquiden Rücklagen aus dem Börsengang aus dem Jahr 2000 noch auf stolze 130 Millionen Euro.

Die jetzt veröffentlichten Beschlüsse müssen allerdings noch auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Anfang Dezember bestätigt werden.

Fazit

Reichweite schützt nicht vor Verfehlungen - so könnte man die Geschichte von Lycos Europe kurz umschreiben. Einst war man zwar das "größte europäische Internet-Portal", doch nun ist nichts mehr übrig, was glänzen könnte. Es sei nicht gelungen, die Geschäftsmodelle in steigendem Maße zu monetarisieren, so Lycos-Chef Mohn. Recht hat er - und belohnt wird er dafür auch noch.

via deutsche startups.de

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