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E-Commerce

Magento Go: Erste Eindrücke der neuen SaaS-Lösung

    Magento Go: Erste Eindrücke der neuen SaaS-Lösung

Im Rahmen der Imagine-eCommerce-Konferenz, zu der die Firma Magento vor einigen Wochen nach L.A. geladen hatte, wurde neben anderen Ankündigungen hauptsächlich ein neuer On-Demand-Service vorgestellt: Magento Go. Mit dieser SaaS-Lösung, die Eingeweihten vorher unter dem Namen „Project Stratus“ bekannt war, will Magento Kunden erreichen, die eine eigene Magento-Installation nicht betreiben wollen oder können und sich lieber auf ein Mietmodell verlassen. Wir haben uns diesen neuen Dienst angesehen.

Die ersten Schritte mit Magento Go

Die Bestellung des eigenen Magento Go-Paketes gestaltet sich sehr einfach: nach Eingabe seiner Adressdaten und der Wahl seiner Wunsch-Subdomain - die die Form ihrname.gostorego.com hat - wird die Bestellung durchgeführt. Bezahlen kann man seinen Ausflug in die Magento-SaaS-Welt zurzeit nur per Kreditkarte. Nach kurzer Zeit befindet sich eine Bestätigungs-E-Mail mit den Zugangsdaten zum Admin-Bereich im digitalen Briefkasten.

Der Admin-Bereich von Magento Go
Der Admin-Bereich von Magento Go.

Benutzer, die schon Erfahrungen mit Magento haben, dürften sich im Admin-Bereich schnell zurechtfinden, da er, vom Layout einmal abgesehen, größtenteils dem der bisherigen Magento-Installationen entspricht. Die wichtigen Shopbereiche wie die Artikel-, Bestellungs- und Kundenverwaltung sind in der horizontalen Navigation untergebracht und lassen sich in bekannter Magento-Manier bearbeiten. Hinzugekommen ist zum einen eine Art Shop-Wizard, der im oberen Bereich untergebracht ist und mit dem auch Laien die wichtigsten Shop-Einstellungen in 8 einfachen Schritten durchführen können.

Eigene Gestaltung von Magento Go

Zum anderen findet sich hier eine weitere neue Funktion, die die Gestaltung des eigenen Stores betrifft. Magento bietet eine Auswahl 6 verschiedener Themes an, die sich in begrenztem Umfang an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen. Auch die im Frontend angezeigten Textbausteine lassen sich ändern. Dies ist auch in vielen Fällen erforderlich, da die Übersetzungen sowohl im Frontend als auch im Adminbereich leider nicht von besonders hoher Qualität sind. Weitere Anpassungen der Gestaltung, beispielsweise in Form von bearbeitbaren HTML- und CSS-Dateien, sind in Magento Go bisher nicht vorgesehen.

Magento Go bietet verschiedene Möglichkeiten für eine eigene Gestaltung.

Diese eingeschränkte Bearbeitungsmöglichkeit bedeutet auch, dass sich die enthaltenen Themes nicht auf die Anforderungen des deutschen Markts anpassen lassen. Für hiesige Shopbetreiber ist Magento Go daher zurzeit keine Option.

Kosten: Magento Go gibt es ab 15 US-Dollar im Monat

Wie allgemein üblich bietet auch Magento seinen Service in verschiedenen Paketen an, die sich in puncto Funktionsumfang, Speicherplatz und Support voneinander unterscheiden. Die Basisversion von Magento Go kostet 15 US-Dollar/Monat, ist auf 100 Artikel (SKUs) beschränkt und es kann nur eine Sprache verwendet werden.

Die verschiedenen Magento Go-Pakete in der Übersicht.

Das größte Paket schlägt mit 125 US-Dollar zu Buche, dafür ist man aber Herr über bis zu 10.000 Artikel, drei verschiedene Sprachen und 5 GByte Speicherplatz. Eine Besonderheit für Frühentschlossene: Magento stellt einen Topf mit insgesamt 1 Million US-Dollar (stimulus) zur Verfügung, aus dem für ein Jahr ein monatlicher 15-US-Dollar-Rabatt bezahlt wird. Damit sollen vor allem Startups unterstützt werden, die dadurch das kleinste Magento-Go-Paket in den ersten 12 Monaten zum Nulltarif erhalten.

Fazit:

Mit dem neuen On-Demand-Service möchte Magento einen weiteren interessanten Markt erschließen und sich an kleinere bis mittlere Shopbetreiber wenden, die den Aufwand scheuen, der mit einer eigenen Shop-Installation verbunden ist. Dabei konzentriert sich das Angebot aufgrund der beschriebenen Einschränkungen bislang vor allem auf den US-amerikanischen Markt. Richtig interessant wird die Plattform erst dann, wenn Magento Connect - der Marktplatz für Erweiterungen - wie ebenfalls in L.A. angekündigt, so in Magento Go integriert wird, dass sich Zusatzmodule installieren und somit eigene Funktionalitäten einbinden lassen.

Weiterführende Links:

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1 Reaktionen
Axel

Ich hoffe das sich Magento auch weiterhin der weiterentwicklung der kostenlos erhältlichen Magento Community Edition widmen wird. Es wäre einfach zu schade wenn sich am Ende des Tages herausstellen würde das einige tausende, kostenlos erbrachte Mannmonate (nicht Tage!) Magento Extensions Programmierung, Bugfixing und Spread the Word nur dazu genutzt wurden um letztlich die Braut aufzuhübschen und sehr gewinnbringend zu verkaufen. Aber nein, wir glauben an das gute im Menschen. Wirklich! :-)

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