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Basics: Basiswissen Magento-Templates – kaufen, gratis herunterladen oder individuell erstellen

Basics: Basiswissen Magento-Templates – kaufen, gratis herunterladen oder individuell erstellen

Für die Eröffnung eines eigenen Onlineshops ist neben der vielfältigen Funktionalität auch das Aussehen und die Bedienbarkeit ein wichtiger Gesichtspunkt. Auch wenn das Angebot noch so verlockend und die Preise noch so verführerisch sind – wenn das nicht überzeugt, kann der Shopbetreiber kein Vertrauensverhältnis gegenüber seinem Kunden aufbauen. Für Betreiber eines Magento-Shops bedeutet dies, das digitale Ladenlokal mithilfe einer ansprechend und übersichtlich gestalteten grafischen Oberfläche so attraktiv wie möglich zu gestalten. Für solche gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Basics: Basiswissen Magento-Templates – kaufen, gratis herunterladen oder individuell erstellen

Fertiges Template

Die einfachste Variante ist es, ein fertiges Theme zu kaufen. In diesem Bereich findet man bereits eine ganze Menge ansehnlicher Produkte auf dem Extension-Marktplatz MagentoConnect. In der Kategorie Design & Themes sind dort bereits mehr als 1.000 Erweiterungen erhältlich, die Einfluss auf die Gestaltung des Shops haben.

In Magento Connect gibt es einen eigenen Bereich „Design & Themes“.

Diese gibt es in der Gratisvariante, was zum einen den Vorteil hat, dass sie den Geldbeutel des angehenden Shopbetreibers nicht belasten, und was zum anderen den Effekt mit sich bringt, dass man diese Themes bequem über den MagentoConnect-Manager installieren kann: Man fügt lediglich den jeweiligen Extension-Key an der entsprechenden Stelle des Admin-Panels ein und schon werden im Hintergrund die zugehörigen Daten geladen und an der richtigen Stelle installiert.

Bei kommerziellen Themes gibt es diese Möglichkeit nicht, d.h. diese Daten lädt man üblicherweise im Zip-Format herunter und muss dessen Bestandteile manuell installieren. Die Preise reichen hier von ca. 250 bis 500 US-Dollar pro Theme. Dabei hat man teilweise die Möglichkeit, sich eine Live-Demo des Template-Favoriten anzusehen, in anderen Fällen stellt der Hersteller lediglich Screenshots der wichtigsten Seiten zur Verfügung.

Auch einige externe Template-Verkäufer haben mittlerweile Magento-Themes im Angebot. Dies sind unter anderem:

Die Preise gleichen hier denen auf MagentoConnect. Möchte man das jeweilige Theme exklusiv verwenden, muss man aber zwischen 2.500 und 3.500 US-Dollar investieren.

Es gibt diverse Portale für kostenpflichtige Magento-Templates wie hier beispielsweise MagThemes.

Last but not least wurde auf t3n ebenfalls eine Liste von Magento-Themes veröffentlicht, die an verschiedenen Stellen zum kostenlosen Download angeboten werden.

Bevor man in ein fertiges Theme investiert, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Funktionen, die man im Magento-Shop anbieten möchte, auch vom gewählten Theme abgedeckt werden. Leider kommt es öfter vor, dass selbst Standardfunktionen und deren jeweilige Anzeige nicht gestaltet wurden und schlichtweg fehlen. Dazu gehören beispielsweise Kundenkonto, Bestellprozess etc. Zwar wird der Shop mit diesem lückenhaften Theme immer noch funktionieren, da fehlende Template-Bestandteile aus einer Magento-Fallback-Lösung geladen werden (dem default-Theme des base-Pakets), einen Schönheitspreis gewinnt man mit einem solchen uneinheitlichen Theme aber leider nicht.

Mindestens genau so wichtig ist es, das Theme in mehreren Browsern zu testen und zu überprüfen, ob es in den gängigen Browsern zumindest nutzbar ist.

Template selbst erstellen

Wer es individueller mag und sich von den Mitbewerbern abheben möchte, sollte sich von einem Grafiker bzw. einer Grafik-Agentur ein auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmtes Layout erstellen lassen. Wichtig hierbei ist, mindestens die Startseite, eine Produktauflistung sowie eine Produktdetailseite gestalten zu lassen, um die wichtigsten gestalterischen Elemente festlegen zu können.

Spätestens wenn das Design fertiggestellt und in eine oder mehrere PSD-Dateien gegossen ist, stellt sich – frei nach Goethe - dem Shopbetreiber die Magento-Gretchenfrage: „Wie halte ich es mit dem Code?“. Auch hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten verschiedener Schwierigkeitsgrade. Am einfachsten ist es, sich von einem Service wie PSD2Magento ein schlüsselfertiges Template auf Basis seiner fertigen PSD-Dateien erstellen zu lassen, welches man einfach in seinem Magento-Shop installieren kann.

Wer anspruchsvoller ist, das Magento-Templating selbst erkunden und ein eigenes Theme erstellen will, hat im besten Fall einen Grafiker bzw. eine Grafik-Agentur engagiert, die neben optisch reizvollen Designs auch technisch einwandfreien und „schönen“ HTML/CSS-Code umsetzen kann. Ist das nicht der Fall, übernehmen auch verschiedene Dienste im Internet diese Aufgabe, wie beispielsweise PSD2HTML.

Viele Infos hält der „Designer's Guide“ bereit - leider nur auf English.

Das Design ist erstellt und präsentiert sich in Form von Grafiken sowie einer gewieften HTML/CSS-Konstruktion im Browser? Alles, was man jetzt noch tun muss, ist, die einzelnen Elemente des Templates in ein bestehendes Magento-Theme zu integrieren bzw. das blank- oder default-Theme als Ausgangspunkt zu verwenden. Von der Möglichkeit, ein komplett neues Theme zu erstellen, möchte ich dringend abraten. Dies ist eine sehr komplexe Aufgabe, die besonders einem Magento-Anfänger wirkungsvoll und nachhaltig den Spaß an dieser Software vergällen kann! Eine kostenlose Anleitung zum Aufbau des Template-Systems findet man unter den Namen „Designer’s Guide for Magento“ auf der Magento-Website (leider bislang nur auf English). Wer sich bei seinen Programmierabenteuern lieber von einem Buch begleiten lässt, dem sei mein „Onlineshops mit Magento“ aus dem O’Reilly-Verlag ans Herz gelegt. Hier wird erklärt, welche Bestandteile das Template-System hat und an welchen Schrauben man drehen muss, um das Layout in Aktion zu sehen.

Tipp: Gerade am Anfang wird man sich oft so etwas fragen wie „Wo gestalte ich Element XY“ oder „Wohin gehört dieser Schnippsel HTML?“. Im Admin-Panel lassen sich unter System > Konfiguration > Entwickler > Debug für jeden Storeview die sogenannten Pfadhinweise sowie die zugehörigen Blocknamen anzeigen:

Wenn man diese Konfiguration abspeichert und das Frontend neu lädt, werden die einzelnen Seitenelemente rot umrahmt und enthalten die Pfadangaben zu den relevanten Template-Dateien:

Erfahrungsgemäß dauert es zwar zu Beginn eine gewisse Zeit, bis man den Aufbau eines Magento-Themes verstanden hat. Gerade die Aufteilung zwischen den Layout- und Template-Dateien in /app/design/ und den CSS- und Bilddateien in /skin ruft in diesem Zusammenhang oft Kopfschütteln hervor. Das System ist aber durchgehend einheitlich und logisch aufgebaut und man weiß bald die Flexibilität zu schätzen, die hier bietet.

Über den Gastautor

Roman Zenner arbeitet seit 2004 als freiberuflicher Autor und Programmierer und hat sich schon früh auf den Bereich E-Commerce konzentriert. Er hat die Entwicklung von Magento von Anfang an mitverfolgt und verdient seine Brötchen damit, dieses Wissen in Form von Schulungen und Beratung weiterzugeben. Auf romanzenner.com bloggt er regelmäßig über aktuelle Themen rund um das digitale Kaufen und Verkaufen.

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3 Antworten
  1. von webmatr1x am 26.08.2010 (01:32 Uhr)

    warum gibt es bisher noch keine templates aus Deutschland? oder kennt jemand hierzu noch ein paar gute links

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  2. von Simon Manigel am 13.01.2011 (14:21 Uhr)

    ich habe das buch soeben bei Amazon bestellt, und hoffe was zu lernen...

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  3. von Sven am 08.02.2012 (09:09 Uhr)

    Moin, der PSD2Magento Link zeigt auf ne Grannysex Seite :)

    Friede

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