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Magine: Zattoo-Konkurrenz verspricht „Fernsehen, wie es sein soll“

Das schwedische Magine will noch in diesem Monat seinen Streaming-Dienst für TV-Sender nach Deutschland bringen. Das Unternehemen hat sich mit seinem Produkt, das man wohl als Konkurrenz zu Zattoo betrachten kann, auf die Fahne geschrieben, unsere Art fernzusehen, revolutionieren zu wollen.

Magine: Zattoo-Konkurrenz verspricht „Fernsehen, wie es sein soll“

Magine – bislang ohne konkrete Preise und kooperierende Sender

Magine geht in Deutschland noch im Juni als Beta-Version an den Start. Der Dienst finanziert sich nicht durch Werbung, sondern der Nutzer muss ein Abo abschließen und eine monatliche Gebühr berappen – quasi wie bei Watchever oder Premium-Angeboten von Musik-Streaming-Diensten wie Spotify und Co. Wie tief Nutzer indes für den Service in die Tasche greifen müssen, wurde seitens des Unternehmens noch nicht bekannt gegeben. Auch kooperierende Sender sind nicht kommuniziert worden. Es wird allerdings vollmundig versprochen, dass Magine all unsere Lieblingssender bereitstellen will.

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Die Macher des Dienstes Magine sind der Frage: „Wenn das Fernsehen erst heute erfunden würde, wie würde es aussehen?“ auf den Grund gegangen. (Screenshot: Magine)

Trotz dieser etwas unklaren Ansage, klingt das, was Magine bieten will, durchaus sehr interessant und vielsversprechend. Der Dienst verbindet cloudbasiertes Live-Fernsehen (lineares Fernsehen) mit „Catch-up“- (nachträglich per Aufnahme) und On-Demand-Angeboten. Die Inhalte sollen sowohl via Smart-TV-Gerät per entsprechender App, als auch auf Rechnern, Smartphones und Tablets konsumiert werden – und das ganz ohne extra Set-Top-Box, Kabel oder anderes zusätzliches Zubehör.

Das Angebot an Anwendungen ist zum augenblicklichen Zeitpunkt noch etwas begrenzt. So existieren Apps für Samsung-Smart-TVs und iOS-Geräte. In Kürze werden laut Magine Anwendungen für Android und weitere TV-Plattformen folgen – zunächst steht LG auf dem Plan. Wer ein Apple TV besitzt, kann zudem das TV-Programm von Tablet oder Smartphone auf den Fernseher spiegeln.

Im Heimatland Schweden ist Magine seit März dieses Jahres verfügbar und hat sich nach eigenen Angaben rasch zum „Riesenerfolg“ entwickelt. In Deutschland könnte sich dieses Konzept sicherlich auch durchsetzen, wären da nicht die vielen Hürden,  die solchen Diensten in den Weg gelegt werden. Wäre Deutschland in Bezug auf Musik und- Filme lizenzrechtlich nicht so eine Wüste, gäbe es vermutlich schon längst ein Netflix, Hulu und wie sie alle heißen. Zurzeit ist das Angebot sehr überschaubar. Magine hat sich mit der heutigen Ankündigung hohe Ziele gesetzt, die nun auch erfüllt werden müssen. Wie umfangreich das Sender-Angebot des Dienstes sein wird, bleibt abzuwarten. Es ist allerdings zu hoffen, dass die Betreiber von Magine erfolgreich mit ihren Verhandlungen sind und so ein wenig Bewegung in den verstaubten Unterhaltungs-Sektor kommt. Interessanten können sich sich bereits für den Dienst registrieren und werden informiert, sobald Magine hierzulande verfügbar ist.

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