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Karriere

Warum du als Frau bei Google nicht nach einem Job suchen solltest

    Warum du als Frau bei Google nicht nach einem Job suchen solltest

Was Google findet, wenn man nach CEO sucht. (Screenshot: Google)

US-Forscher wollen rausgefunden haben, dass Google Männern bessere Jobangebote anzeigt. Woran das liegt, ist nicht ganz klar. Dafür ist Google-System zur Ausspielung personalisierter Werbeanzeigen zu kompliziert.

Dass Google und andere Unternehmen das Nutzungsverhalten im Internet analysieren, um gezielt personalisierte Werbung auszuspielen, ist nichts Neues. Neu ist aber, dass das Google-System dabei einige Internetnutzer bevorzugt – etwa bei der Stellensuche. Forschern der Carnegie Mellon University und des International Computer Science Institute kritisieren, dass ihren Untersuchungen zufolge männliche Jobsuchende bessere Jobangebote angezeigt bekommen.

Google: Management-Jobanzeigen eher Männern angezeigt

Die Forscher haben für ihre Studie ein Tool namens AdFisher entwickelt, um die Werbeanzeigen, die Google auf anderen Webseiten ausspielt, zu analysieren. Dabei haben sie herausgefunden, dass von ihnen erstellte Fake-Nutzer, von denen Google „dachte“, sie seien Männer, eher hochwertige Stellenanzeigen angezeigt bekamen, als weibliche Jobsuchende – zum Beispiel im Managementbereich.

Er bekommt wahrscheinlich eher die Jobanzeige für eine Chefstelle bei Google angezeigt. (Foto: We have moved! Please visit /highwaysengland / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Darüber hinaus haben sie herausgefunden, dass das Transparenztool von Google, in dem man festlegen kann, welche Werbung Google ausspielen soll, oft nicht alle sensiblen Informationen anzeigt, die tatsächlich genutzt werden, um personenbezogene Werbung auf Seiten von Drittanbietern zu platzieren.

Forscher kritisieren mangelnde Transparenz im Google-Werbesystem

„Ich denke, dass unsere Ergebnisse zeigen, dass es Teile im Werbesystem gibt, wo sich Anfänge von Diskriminierung zeigen, und es an Transparenz mangelt“, kritisiert Anupam Datta, Professor an der Carnegie Mellon University. Google hat auf eine entsprechende Anfrage der Forscher bisher nicht reagiert.

Ob tatsächlich Google, beziehungsweise seine Algorithmen, für diese Diskriminierung verantwortlich sind, ist allerdings fraglich. Dafür sei das Werbesystem von Google zu kompliziert, meinen die Forscher. Zudem sei es natürlich auch Anzeigenkunden möglich, bestimmte demographische Einstellungen für ihre Werbeanzeigen vorzunehmen.

via www.technologyreview.com

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