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Marissa Mayer stellt Yahoo zum Verkauf: 15 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen

Marissa Mayer stellt Yahoo zum Verkauf: 15 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen

Vier Jahre ist es her als Marissa Mayer das Ruder bei übernahm, um den angeschlagenen Internet-Pionier wieder auf Kurs zu bringen - ohne Erfolg. Das Unternehmen hat jetzt angekündigt, 15 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen, und ist einem kompletten Verkauf nicht abgeneigt.

Marissa Mayer stellt Yahoo zum Verkauf: 15 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen

Yahoo. (Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)

Yahoo mit hohen Verlusten

Yahoo-CEO Marissa Mayer ist in Verhandlungen mit Tumblr. (Foto: Yahoo)
Yahoo-CEO Marissa Mayers Zukäufe haben dem Unternehmen nicht die erhoffte Wende beschert. (Foto: Yahoo)

Das eigentliche Kerngeschäft des Unternehmens, der Verkauf von Onlinewerbung, kommt nicht mehr in Schwung – die Konkurrenz in Form der Schwergewichte Google und Facebook ist einfach zu groß, daher kämpft Yahoo schon seit Jahren ums Überleben. Als Marissa Mayer 2012 die Führung übernahm, versuchte sie das verstaubte Image des Internetkonzerns durch Zukäufe aufzupeppen und wieder zu altem Ruhm zu führen. Unter anderem Übernahm Yahoo das Nahrichten-Startup Summly, aus dem die Yahoo-News-App entstand; auch die Blogging-Plattform Tumblr, hatte Yahoo sich einverleibt, um jüngere Nutzer an sich zu binden. Der Kaufpreis betrug über eine Milliarde US-Dollar. Neben diesen bekannteren Diensten hatte das Unternehmen weitere Zukäufe für einen Gesamtbetrag von drei Milliarden US-Dollar getätigt, die allesamt fruchtlos blieben. Den gestern veröffentlichen Quartalszahlen zufolge wurde Tumblr jetzt mit 230 Millionen US-Dollar abgeschrieben.

Das Unternehmen hat allein im letzten Jahr 34 Prozent an Börsenwert und 4,53 Milliarden US-Dollar durch Abschreibungen verloren. Der Umsatz im letzten Quartal betrug im letzten Quartal lediglich 1,27 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von nur 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Yahoo-Strategie: Erneuter Fokus aufs Kerngeschäft

Katherine Welles / Shutterstock.com
Neue Yahoo-Strategie: Gesundschrumpfung – oder Verkauf.. Katherine Welles / Shutterstock.com

Um wieder auf die Beine zu kommen, kündigt Yahoo die Schließung diverser Büros in Dubai, Mexico City, Buenos Aires, Madrid und Mailand an, einhergehend mit der Kündigung von 15 Prozent seiner Mitarbeiter. Damit will das Unternehmen 400 Millionen US-Dollar einsparen. Bis Ende dieses Jahres werde das Unternehmen nur noch 9.000 Angestellte und 1.000 externe Mitarbeiter haben – 42 Prozent weniger Mitarbeiter als 2012.

Außer den Stellenkürzungen beabsichtige Yahoo die Abstoßung von Firmenteilen, die nicht direkt zum Kerngeschäft gehören. Unter anderen wolle man sich von Patenten, die für das Kerngeschäft nicht relevant seien, sowie von wertvollen Immobilien trennen. Mit dem Verkauf rechne man mit einem Plus zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar.

Außerdem wird Yahoo sein Produktportfolio massiv zusammenstreichen, sodass  im globalen Consumer-Bereich die Kategorien Suche, Mail und Tumblr übrig bleiben. In Wachstumsmärkten wie den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Hong Kong und Taiwan wird es außerdem weiterhin die Rubriken News, Sport, Finanzen und Lifestyle geben. Für Advertiser stehen zwei Kern-Angebote zur Verfügung: Gemini und BrightRoll. Gemini kombiniert Such- und Native Ads für übergeordnete Ergebnisse, BrightRoll hingegen liefert programmatische Kauf- und Verkaufs-Tools für Video-, Display- und Native Advertising.

„Aggressiver strategischer Plan“ – Yahoo deutet Verkauf an

Ob Yahoo mit dieser Strategie allerdings erfolgreich sein wird, ist angesichts der starken Konkurrenz auf dem Werbesektor fraglich. Investoren halten das Kerngeschäft Yahoos für wertlos. Zwar liege der Wert des Unternehmens 80 Prozent über dem von vor drei Jahren. Dieser Wert ist allerdings in den Anteilen des chinesischen Onlineplattform Alibaba zu verorten. Diesen Anteil plane man aber abzutreten und das Yahoo-Kerngeschäft separat n die Börse zu bringen. Parallel werden aber auch weitere „strategische Alternativen“ im Sinne der Anteileigener ausgelotet – hiermit ist der Verkauf des Unternehmens gemeint, der seit Monaten im Raum steht. Als ein Interessent ist der Mobilfunkanbieter Verizon im Spiel.

via www.welt.de

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9 Antworten
  1. von Marcel am 03.02.2016 (14:25 Uhr)

    Hallo t3n-Team,
    ich glaube, da habt ihr euch mit dem Quartals-Umsatz um drei Nullen verhauen. Das sind wohl eher 1,27 Milliarden im Quartal. Sonst hätten die da ganz andere Probleme als bis Ende des Jahres auf 9.000 Mitarbeiter zu reduzieren :)
    Grüße, Marcel

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  2. von Mal sehen was wird am 03.02.2016 (15:31 Uhr)

    "Bis Ende dieses Jahres werde das Unternehmen nur noch 9.000 Angestellte und 1.000 externe Mitarbeiter haben – 42 Prozent weniger Mitarbeiter als 2012."

    Danke. Endlich mal vernünftige Zahlen: Vorher und Nacher und Relativ und Absolut. Sonst muss man immer selber suchen (was keiner macht) oder Dreisatz-Rechnungen selber machen wenn es sonst keiner in den Kommentaren macht...

    Der Fachkräftemangel ist vorbei...
    Und Büros in vielen Ländern ist oft kein gutes Zeichen. Da muss ich immer an den neuen Markt und Startup-Büros in Barcelona (Champions-League-Spiele) und New York denken. Warren Buffet hat nur einen Firmen-Sitz glaube ich.


    Die Relevanz von Yahoo in USA ist vielen leider nicht bekannt:
    Bei Alexa ist Yahoo in USA auf Platz5. Davor nur Amazon, Youtube, Facebook und Google !
    Die sind dort vielleicht vergleichbar mit der T-Online-Startseite hier, wo bei Alexa aber auch dieselben 4 Haupt-Seiten wie in USA die Spitze ausmachen.

    D.h. sie haben gigantische Besucherzahlen, können das aber irgendwie nicht monetarisieren.
    Ich würde ja eigene Vermarktung, Google-Ads und Facebook-Ads einbauen je nachdem welcher Besucher/welches Thema womit am meisten einspielt.
    Aber Summly aufkaufen und eventuell nicht mehr weiter anbieten war vielleicht wichtiger.

    Jetzt ist sie evtl auch in manchen TV-Sendern zu sehen um die Strategie zu erklären...

    Schade ist es um die historischen Börsenkurse. Vielleicht basieren auch viele HTPC-Wetter-Plugins auf Yahoo-Wetter. Und Karten und Satelliten-Bilder hatten sie evtl auch. Ich glaube sie supporteten auch bestimmte open-source Projekte oder Programmiersprachen. Dann lesen wir demnächst vielleicht die entsprechenden Meldungen wenn ein Haupt-Standbein in Form von Yahoo weggefallen ist und erkennen wie gut Open-Source-Freunde organisiert sind...

    AOL war mal das was Facebook war. Viele AOL-User gingen gar nicht auf normale Webseiten und es gab konstruktive und betreute Foren usw. Daran erinnert sich natürlich kaum noch jemand... Oder MySpace war wohl auch mal groß... Oder halt Yahoo.
    Evtl haben die (ich glaube von Opera eingeführten) Schnellwahl im leeren Browser-Fenster Portal-Seiten wie Yahoo überflüssiger gemacht weil die Browser die häufigsten Seiten nach vorne sortieren.

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  3. von grep am 03.02.2016 (21:18 Uhr)

    Hallo ...,


    wen wundert's; Yahoo siecht langsam vor sich hin ... !
    So kann auch ein einstiger Weltkonzern zu Grunde gehen.
    Was Yahoo nun widerfährt würde ich eher Google der fiesen Datenkrake wünschen.


    Ciao, Sascha.

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    • von Hank am 04.02.2016 (08:35 Uhr)

      Als erstes wünsche ich deiner Webseite den Untergang, ich habe mich eben übergeben, als ich die gesehen habe. Danach können wir gerne mal versuchen dir zu erklären warum man hier auf t3n nicht mit BILD-Phrasen wie "Datenkrake" rum schmeißt.

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  4. von Peter am 04.02.2016 (11:52 Uhr)

    Was hat die so hochgelobte Marissa Meyer eigentlich die letzten Jahre gemacht, außer Mitarbeiter zu entlassen?

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  5. von grep am 04.02.2016 (13:00 Uhr)

    Hallo Hank,


    wenn Sie offensichtlich 'krank' sind dann kontaminieren Sie doch bitte nicht ihr Umfeld mit ihren infektiösen 'Absonderungen'.


    Ciao, Sascha.

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  6. von grep am 05.02.2016 (19:52 Uhr)

    Hallo Eg0n,


    wer, hat womit konkret recht und wen betiteln Sie hier als debilen Schwachmat ?
    Ihre verbale Entgleisung zeichnet ein Bild ihres Charakters; ziemlich niveaulos.
    Konnten Sie nicht konstruktiv zum Artikel beitragen anstatt sich auf Verunglimpfungen zu verlegen ?!


    Ciao, Sascha.

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