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Marketing-Stunt für eine Dating-App: Ein Mem, 130.000 Nutzer und ein geheimer neuer Dienst

Marketing-Stunt für eine Dating-App: Ein Mem, 130.000 Nutzer und ein geheimer neuer Dienst

Ein Marketing-Stunt hat einer neuen Dating-App zahlreiche Anmeldungen beschert. Dabei hat sich das #2015bestnine-Instagram-Mem als Trojanisches Pferd entpuppt.

Marketing-Stunt für eine Dating-App: Ein Mem, 130.000 Nutzer und ein geheimer neuer Dienst
(Grafik: Buzzfeed)

Erinnert ihr euch noch an das #2015bestnine-Instagram-Mem? Ende vergangenen Jahres konnten Nutzer sich eine Collage aus neun Bildern mit den meisten Likes zusammenbasteln. Die wurden dann ausgedruckt und versandkostenfrei verschickt.

Die Aktion wurde schnell zum Viral-Hit und die Instagram-Community nahm das Geschenk mit Kusshand an. Wie sich jetzt herausgestellt hat, steckte dahinter aber ein nicht ganz sauberer Marketing-Stunt, der den Startpunkt eines neuen, geheimen Services markierte.

Das #2015bestnine-Instagram-Mem war ein Marketing-Stunt für die Nine-Dating-App

Nine-App: Die am häufigsten gelikten Instagram-Pics werden zu einem Profilbild zusammengefügt. (Grafik: iTunes)
Nine-Dating-App: Die am häufigsten gelikten Instagram-Pics werden zu einem Profilbild zusammengefügt. (Grafik: iTunes)

Wer an der Aktion über die eigens eingerichtete Webseite teilnahm, meldete sich unter Umständen auch bei der neuen Dating-App Nine an. Nachdem Nutzer ihre Bilder erstellt hatten, konnten sie ihre E-Mail-Adresse angeben, um sich für eine „Match-making“-App zu registrieren. Laut Buzzfeed haben rund 15 Millionen Nutzer an #2015bestnine teilgenommen, wovon sich laut den Kampagnen-Verantwortlichen immerhin 130.000 Nutzer für Nine haben freischalten lassen.

Die Kampagne hat jedoch auch Diskussion losgetreten, ob Nine den Nutzern das eigentliche Kampagnenziel transparent genug klar gemacht hat. Co-Gründer Yusuke Matsumura hat in einem Gespräch mit Buzzfeed gesagt, dass mit der in der E-Mail enthaltenen Phrase „Match with other Instagrammers using your BEST NINE!“ eigentlich klar gewesen sein solle, dass es sich um eine Dating-App nach Tinder-Vorbild handelte.

Einige Teilnehmer rechneten jedoch eher damit, dass ihnen andere Nutzer mit gleichen Interessen vorgeschlagen werden, denen sie folgen können – beispielsweise aus dem Food- oder Modebereich. Die Meinungen, ob die #2015bestnine-Kampagne als Erfolg oder als Misserfolg verbucht werden kann, gehen insofern auseinander. Wie viele Instagrammer nach der Anmeldung wirklich zu aktiven Anwendern wurden, ist nicht bekannt. Was haltet ihr von der Aktion?

via www.buzzfeed.com

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Eine Antwort
  1. von Dienstleister-Ziele am 02.02.2016 (13:43 Uhr)

    Für Dienstleister gilt die klare Regel: Ist der Kunde unzufrieden, wäre man besser vorher schlau gewesen.
    Denn Zufriedenheit ist das Hauptziel.

    Adress-Weiterverkauf gabs schon bei geschlossenen Sites beim neuen Markt oder manchen Freemail-Anbietern. Leider kümmert sich die Regierung nicht drum. Evtl drucken die Praktikanten die Emails aus und sortieren die teilweise 95% Spam vorher aus...

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