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Analyse

Maschinenbauer kauft Mehrheit an Digitalagentur: Das steckt hinter dem kuriosen Deal

    Maschinenbauer kauft Mehrheit an Digitalagentur: Das steckt hinter dem kuriosen Deal

Maschinenbauer Voith kauft 60% Anteile an Ray Sono, einer Digitalagentur aus München.  (Foto:  Zapp2Photo/Shutterstock)

Der Maschinenbaukonzern Voith sichert sich 60 Prozent an der Digitalagentur Ray Sono. Klingt kurios, dürfte sich aber für alle Beteiligten im Hinblick auf Industrie 4.0 und digitale Transformation auszahlen.

Der Maschinenbaukonzern Voith verdient sein Geld mit Papiermaschinen und Turbinen, betreut bodenständige Branchen von Automotive bis Zement. Das Unternehmen aus Heidenheim im Schwäbischen ist solide, feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen und macht mit 19.000 Mitarbeitern über vier Mrd. Euro Umsatz.

Jetzt hat sich Voith als Mehrheitsteilhaber mit 60 Prozent bei der Münchner und Berliner Digitalagentur Ray Sono eingekauft. Die steht für digitale Kommunikation und hat sich einen guten Namen gemacht als Full-Service-Agentur mit starker Technikaffinität – und feiert in diesem Jahr immerhin auch schon ihr 25-jähriges Bestehen. Zu den Kunden zählen Miles & More, die Bahn, Motel One, Datev, aber auch Linde, MAN und BMW. Dem digitalen Dienstleister sichert Voith zu, dass er sein bisheriges Geschäft unabhängig von Voith weiterentwickeln kann - eine Entscheidung, von der beide Unternehmen profitieren dürften.

Voith profitiert vom Digital-Know-how von Ray Sono

Auch wenn über den Kaufpreis keine Angaben gemacht wurden, kann man davon ausgehen, dass der Konzern diese Investition problemlos stemmen kann – und sie dürfte sich für Voith lohnen. Denn die beiden Unternehmen passen besser zueinander als das auf den ersten Blick scheinen mag: Die Heidenheimer setzen bereits heute mit ihrem Unternehmensbereich Digital Solutions 300 Millionen Euro um und können so wertvolles Know-how quasi inhouse unterbringen. Umgekehrt hat auch Ray Sono damit ein besseres Standing in der klassischen Industrie, die oft so ganz anders tickt als die digitale Wirtschaft.

Hinzu kommt: Voith wird sich in den kommenden Jahren mit der Digitalisierung seiner Prozesse und der digitalen Transformation der Industrie auseinandersetzen müssen, all den Veränderungen, die unter dem deutschen Stichwort Industrie 4.0 laufen. Hierzu zählen neben der gesamten Abbildung von Prozessen auch die Simulation und Planung von Maschinen, die so ihren digitalen Zwilling bekommen – jenes digitale Pendant, das bereits vor dem Bau der Anlage das Training von Mitarbeitern ermöglicht und gerade bei komplexeren Anlagen oft teure Fehlplanungen verhindert. Auch Themen wie Predictive Maintenance sowie das Monitoring und die Visualisierung von Betriebsdaten lassen sich durch die Kombination aus Digitalkompetenz und Industrie-Know-how gut realisieren.

Mehr zum Thema: Digitale Transformation – ein praktischer Leitfaden für Unternehmen

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