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Matthias Schweighöfer gründet deutsches Netflix [Startup-News]

Matthias Schweighöfer gründet deutsches Netflix [Startup-News]

Der Schauspieler Matthias Schweighöfer wagt sich an ein für deutschsprachige Filme. Und: zieht endgültig ins Microsoft-Universum ein. Die heutigen Startup-News.

Matthias Schweighöfer gründet deutsches Netflix [Startup-News]

(Foto: Matthias Schweighöfer/Facebook)

Wimdu: Deutsches Airbnb schreibt hohe Verluste

Der zu Rocket Internet gehörende Zimmervermittler Wimdu hat innerhalb von vier Jahren einen Verlust in Höhe von 48,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das geht aus einem Bericht von deutsche-startups.de hervor und beruft sich auf offizielle Angaben des Unternehmens. Demnach betrug der Verlust allein 2014 rund zwölf Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es „nur“ sieben Millionen.

Im Büro von Wimdu. (Foto: Homify)
Im Büro von Wimdu. (Foto: © Sabine Oster / homify.de)

„Durch fortwährende Investitionen in den Bekanntheitsgrad der Marke sowie in die Entwicklung eines zukunftsfähigen Produktes wurde eine weitere Steigerung des Jahresfehlbetrages bewusst in Kauf genommen”, begründet Wimdu die Serie an Fehlbeträgen. Gedanken um seine Liquidität muss sich das zuletzt mit 100 Millionen Euro bewertete aber nicht machen. Immerhin konnten dank Rocket Internet insgesamt 90 Millionen US-Dollar an Kapital aufgenommen werden. Wimdu wurde 2011 als deutsches Pendant zu Airbnb gegründet.

2 Millionen Euro für Testbirds

Zwei Millionen Euro hat das Münchner Crowdtesting-Startup Testbirds laut Gründerszene von Investoren erhalten. Als neue Investoren konnte das Startup die Venture Capital-Firma EXTOREL sowie den weltweit agierenden Wagniskapitalgeber b-to-v Partners gewinnen. Zuvor hatte man bereits im Jahr 2014 eine Finanzierungsrunde in fast identischer Höhe aufgenommen.

Das Geld soll für die weltweite Expansion der Plattform genutzt werden, die kurz vor der Profitabilität stehen soll. Über Testbirds können Unternehmen und Entwickler ihre Apps durch unabhängige Personen auf Herz und Nieren prüfen lassen. Nach eigenen Angaben sind bei Testbirds rund 100.000 Nutzer registriert.

Wunderlist zieht bei Outlook ein

Mit dem Einzug von Wunderlist in die hauseigene E-Mail-Applikation Outlook vollendet sein Vorhaben, eine umfassende Produktivitätssuite aufzubauen. Wunderlist steht ab sofort als Add-in für alle Abonnenten von Office 365 über den Office Store zur Verfügung. Für Nutzer des Webmail-Services Outlook.com wird Microsoft in Kürze eine neue Version ausrollen, die dann bereits von Haus aus mit dem Wunderlist-Button ausgestattet ist.

So sieht die Wunderlist-Integration in Outlook aus. (Screenshot: Wunderlist)
So sieht die Wunderlist-Integration in Outlook aus. (Screenshot: Wunderlist)

Mit Wunderlist ist es künftig auch möglich, die Listen mit Aufgaben in Teams zu teilen, etwa um die Teamarbeit zu organisieren oder Aufgaben im Urlaubsfall an Kollegen zu übertragen. Microsoft hatte im vergangenen Jahr das hinter Wunderlist stehende Berliner Startup 6Wunderkinder übernommen.

Matthias Schweighöfer gründet Pantaflix

Der Schauspieler Matthias Schweighöfer hat mit Pantaflix einen neuen Streaming-Dienst für deutschsprachige Filme gegründet. Gemeinsam mit Dan Maag, dem CEO der Filmproduktionsfirma Pantaleon, will er in Kürze bis zu 25.000 Filme zum Online-Abruf bereitstellen. Beide haben dabei das Ausland im Visier:

Bisher waren nach Angaben von deutsche-startups.de mehrere Mittelsmänner notwendig, um einen Film von der Produktion ins Kino und ins TV zu bringen. Das sei nicht nur wahnsinnig kostspielig, sondern führe auch dazu, dass viele Filme es überhaupt nicht über die Landesgrenzen schafften. Produzenten sollen stets 75 Prozent des Preises erhalten, den Nutzer für den Dienst zahlen. Pro Film sollen im Schnitt rund vier Euro fällig werden. Mehr dazu bei deutsche-startups.de.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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3 Antworten
  1. von Nate am 19.02.2016 (08:58 Uhr)

    Wenn das pro Film kostet, ist es kein deutsches Netflix, sondern ein deutsches iTunes. What now?

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  2. von Monats-Abo vs. Pay-Per-View vs Pay-Once am 19.02.2016 (12:34 Uhr)

    Ich pflichte @Nate bei.
    - Kauf-Videos erinnern an iTunes.
    - Bezahl-einmal-schau-auch-nur-einmal/Pay-Per-View erinnern an Kino bzw. Pay-TV
    - Bezahl einen Monat und guck so viel du willst erinnern eher an Netflix auch wenn man dort (wie auch bei Prime) vielleicht auch Filme dauerhaft gegen Aufpreis erwerben kann. Die Anmerkung von Nate hätte also in den Kommentar zum Bericht gehört.

    Interessant wird eher ob und wie die Synchronisierung laufen wird. Ich wollte das schon vor Jahren machen aber die Rechtskosten sind mir zu teuer. Erst übersetzt die Crowd collaborativ. Dann vielleicht Bezahl-Übersetzer. Auf jeder Stufe kann man es schon (erinnert an ost-europäische Synchronisierungen mancher Länder) von AppleVoice o.ä. vorlesen lassen. Danach von echten Sprechern synchronisieren lassen. Oder "syncst Du meinen, sync ich deinen" d.h. Film-Produzenten syncen sich mit ihren jeweiligen Schauspielern und oder Freiwilligen gegenseitig... Fun-Syncs will ich auch schon ewig. oder man votet wessen sync man am liebsten mag und ein Teil der einnahmen geht an die Sprecher bis der Mindestlohn, Steuern, Sozialabgaben usw. bezahlt wurden oder so.
    Das sind oft eh kleine Produzenten und nicht immer Steuer-Optimierungs-Projekte.
    Allerdings gibt wohl auch Großvermarkter welche Schweighöfer vielleicht nicht mag und immer größere Mengen alter Filme die man immer noch gucken kann. Auch Kabel-TV produziert ständig Fernseh-Filme oder die ganzen Tatorts usw. sind gegenüber den recht wenigen Kinofilmen die Basis des Eisberges. Dazwischen sind dann noch die vielen vielen Filme die nur auf VHS bzw. in der Videothek erschienen und nicht ins Kino kamen.


    Im Zusammenhang mit Wimdu sollte man vielleicht genauer schauen wo die Gelder bleiben.
    http://t3n.de/news/deutsche-startup-boerse-hoechste-500567/ man suche "reine Geldverbrennung"

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  3. von Wizzard am 22.02.2016 (18:49 Uhr)

    Wow, 48,2 Millionen miese bei Wimdu - sitzt da etwa Kanye West im Vorstand?

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