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McKinsey-Studie: 12 Technologien, die unser Leben umkrempeln werden

McKinsey-Studie: 12 Technologien, die unser Leben umkrempeln werden

Das Unternehmens- und Strategieberatungsunternehmen McKinsey hat eine umfangreiche über die Technologien veröffentlicht, die ihrer Meinung nach die größten transformativen Effekte auf unsere Wirtschaft und unser Leben haben könnten. Die Studie nennt darin zwölf technologische Entwicklungen, die einen potenziellen Einfluss von 13 bis 33 Billionen US-Dollar auf unsere Wirtschaft haben könnten.

McKinsey-Studie: 12 Technologien, die unser Leben umkrempeln werden

McKinsey: Mobiles Internet wird unser Leben verändern

Mobiles Internet soll kabelgebundenes Internet verdrängen (Bild: Fotolia)
Mobiles Internet soll kabelgebundenes Internet verdrängen. (Bild: Fotolia)

Die Studie weist darauf hin, dass das iPhone 4 dieselbe Leistung bietet (berechnet als Gleitkommaoperationen pro Sekunde) wie der schnellste Supercomputer im Jahr 1975. Allerdings bekommt man ein iPhone schon für einen Bruchteil der fünf Millionen US-Dollar, die dieser Rechner einmal gekostet hat. McKinsey erkennt im mobilen Internet einen Trend, der weitreichende Konsequenzen für unser Leben und unsere Arbeit haben wird. Bis 2015 soll kabelloser Internetverkehr den kabelgebundenen überholen.

Die Nachfolger von Siri könnten im Call-Center arbeiten

McKinsey scheint außerdem guter Dinge, was die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz, die Lernfähigkeit von Computern und natürliche Nutzer-Interfaces wie Spracherkennung angeht. Da Rechner immer besser unstrukturierte Fragen beantworten können – als Beispiel könnte wohl Apples Siri gelten –, müssen nach dieser Studie langfristig auch Jobs wegfallen. Call-Center könnten in diese Kategorie fallen.

Das Internet der Dinge auf dem Vormarsch

In Maschinen eingebaute oder an Gegenstände gekoppelte Sensoren könnten für Firmen und den Staat gleichermaßen hilfreich sein. Man könnte den Wasserfluss in Röhren aus der Ferne überprüfen oder Produktionsprozesse exakt überwachen. Auch sieht man mögliche Kostenersparnisse im Gesundheitssystem, wenn man chronisch kranke Menschen mit Sensoren überwacht.

Cloud-Storage: Skalierbar und eröffnet neue Bezahlmodelle

Laut McKinsey nutzen bald 80 Prozent aller amerikanischen Unternehmen die Cloud. (Bild: Apple)
Laut McKinsey nutzen bald 80 Prozent aller amerikanischen Unternehmen die Cloud. (Bild: Apple)

Wieder kein wirklich überraschender Trend. Laut der McKinsey-Studie sind 80 Prozent aller nordamerikanischen Institutionen entweder schon jetzt in der Cloud oder planen, kritische Applikationen dort zu hosten. Skalierbarkeit, aber auch die Möglichkeit, neue Bezahlmodelle zu nutzen, sieht man hier als die größten Stärken.

Mehr Roboter in den Fabriken und im Service

Fortschritte in der Robotertechnik sollen mehr und mehr Menschen im Fertigungsbereich ihrer Arbeitsplätze berauben. Keine wirklich neue Entwicklung doch man sieht darüber hinaus auch eine Zukunft für Roboter im Dienstleistungsbereich. Als Beispiel werden zum Beispiel Reinigungsroboter genannt. Außerdem sei der medizinische Markt interessant für Roboterhersteller. Chirurgieroboter könnten komplizierte Eingriffe vornehmen, während Exoskelette eine Hilfe für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sein könnten.

Fortschritte in der Genetik: Designer-DNA

Die Studie vermutet vergleichsweise günstige Desktop-Geräte zur Entschlüsselung von DNA-Sequenzen in den Laboren der Zukunft. Trial-and-Error soll der Vergangenheit angehören und systematischen Tests weichen. Danach soll als nächster Schritt die synthetische Biologie folgen. Forscher sollen DNA schreiben und somit gezielt Organismen entwickeln können, die in der Medizin oder der Landwirtschaft nutzbar gemacht werden können.

Der Computer wird unser Chauffeur

Selbstfahrende Autos könnten laut McKinsey irgendwann Teil unseres Alltags sein. (Foto: Mark Doliner)
Selbstfahrende Autos könnten laut McKinsey irgendwann Teil unseres Alltags sein. (Foto: Mark Doliner / CC BY 2.0)

Google scheint bei bemerkenswert vielen der aufgezählten Technologien relativ weit vorne zu liegen. McKinsey glaubt daran, dass selbstfahrende Autos und LKW die Zukunft sind. Sie sollen die Sicherheit erhöhen und den Ausstoß von Klimagasen verringern.

Verbesserte Akkus für Elektroautos und Co.

Verbesserte Akkus sollen zu einer weiteren Verbreitung von Elektroautos führen. Außerdem könnten solche Akkus bei der Integration von Solar- und Windenergiesystem helfen, da sie nicht konstant gleich viel Strom produzieren. Etwaige Überschüsse könnte man speichern und bei Bedarf nutzen.

3D-Drucker: Von Kickstarter in jeden Haushalt

Sinkende Preise und bessere Technik sollen 3D-Druckern zum Durchbruch verhelfen. Die Autoren der Studie glauben, dass mehr und mehr Konsumenten sich einen 3D-Drucker kaufen werden. Natürlich sieht man aber auch in der Industrie einen hohen Nutzen – vor allem, weil immer mehr Materialien zur Verfügung stehen. Hier verweist man auch auf das „Bioprinting“ von Organen.

Selbstheilendes Metall und andere neue Werkstoffe

Schlaue Materialen sollen in der Lage sein, sich selbst zu reinigen oder sogar zu heilen. Metall mit Gedächtnis wird sich wieder in seine ursprüngliche Form biegen. Vor allem Nanomaterialen sollen große Fortschritte machen und einen enormen wirtschaftlichen Schub erhalten. Als Beispiele werden Graphen und Kohlenstoffnanoröhren genannt, die zum Beispiel bei der Herstellung neuartiger Displays oder Akkus eine Rolle spielen könnten.

Mehr Öl und Gas?

Dieser Punkt erscheint mir jetzt nicht wirklich in eine Reihe mit modernen Entwicklungen zu passen, aber die McKinsey-Studie sieht noch einiges an Potenzial in fossilen Brennstoffen. Neue Bohranlagen und der Umstand, dass die schwindenden Rohstoffmengen neue Fördermöglichkeiten lohnend machen würden, könnten zu einem neuen Boom im Bereich Gas und Öl führen.

Auch erneuerbare Energien könnten einen Boom erleben

Neben einem Öl- und Gasboom glaubt man bei McKinsey auch an erneuerbare Energien. (Foto: spanginator)
Neben einem Öl- und Gasboom glaubt man bei McKinsey auch an erneuerbare Energien. (Foto: spanginator / CC-BY SA 2.0)

Auch, wenn es sich nicht ganz mit dem vorherigen Eintrag in der Studie decken will, McKinsey glaubt an den Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien. Vor allem bei Schwellenländern sieht man ein deutliches Potenzial zur Nutzung von Wind- oder Solarenergie.

Und was glaubt ihr? Welche Technologien werden unser Leben eurer Meinung nach am stärksten verändern?

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2 Antworten
  1. von Zig Ideen am 10.06.2013 (18:37 Uhr)

    2006: HDReady wurde gepusht. Fußball-WM in Deutschland.
    2009(?): Der letzte Röhren-TV/Röhren-Monitor wird verkauft und bei den Elektronik-Märkten sind nur noch Flach-TVs zu sehen. Hat irgendwer das vorhergesagt ?

    2013/14: Oculus Rift wird zum Standard für Videospieler
    2014: Google-Glass wird zum Standard für die reichen Leute
    2015/16: Jeder will eine Videobrille, die großen Flach-TVs werden abverkauft.
    2017: Nur noch Küche braucht 220 Volt. Im Wohnzimmer reichen 12 Volt die auch per Solar-Panel reinkommen können. Die ersten Kunden melden sich vom 220-Volt-Netz ab. Viele der neuen Überland-Stromleitungen waren unnötig.


    Auf die versprochenen Verbesserungen bei Akkus und Solarzellen warten wir schon seit Jahren :-( Jedes Prozent mehr Akkuleistung nähert den Tipping-Point des Endes der Benzin-PKW.

    3D-Drucker sind schon seit 10 Jahren ein Thema. Seit letztem Jahr sind sie aber im Mainstream angekommen. In rückständigen Ländern wird sowas gerne mit Gesetzen und Einschüchterungen zurückgehalten ähnlich wie auch Public WiFis.

    Junge Leute wollen keine Beratung, Kaffee und Kuchen. Die gehen lieber zum Automaten hört man aus USA häufiger. Self-Smartphone-Service setzt sich also durch.

    Digitale Bildung wurde übrigens vergessen. M$ und Intel kämpfen vielleicht schon darum, ob tausende M$-Tabletts oder Intel-elektronische-Tafeln von den Schulen gekauft werden... . Wer ein Land kennt, wo man Bildung frei programmieren kann, kann sich ja mal melden.

    Elektronischer Markt. Man sagt was man will und kriegt rückfragen und Angebote in der Umgebung. Das kann Mobil aber auch per SmarTV oder Couch-Tablett von zu Hause erfolgen. Lieferdienste gibts ja schon. Findet mal Euer Lieblings-Bier in der Umgebung oder den billigsten Händler für eine Kiste Cola in der Umgebung oder einen Friseur weil ihr morgen ein Vorstellungsgespräch habt und erst 19 Uhr am Bahnhof/Flughafen ankommt. Da ginge noch sehr viel.

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  2. von romas am 14.06.2013 (09:41 Uhr)

    nanotechnologie!

    besonders in der medizin. nicht nur heilendes metall ist möglich.

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