Die Auflage gedruckter Zeitungen nimmt weiter ab. Von 23,7 Millionen im Jahr 2001 sank die Zahl verkaufter Exemplare bis 2011 auf 18,8 Millionen. Das Internet ist währenddessen weiter auf dem Vormarsch. Über 50 Millionen Deutsche sind mittlerweile online. Den Wandel der Mediennutzung in Deutschland visualisiert nun eine Infografik von Statista.
Mediennutzung von Internet und Fernsehen zieht an
Die Infografik vergleicht die Reichweite von Fernsehen, Radio, Internet und Zeitungen. Ihre Nutzungsdauer pro Tag entspricht genau dieser Reihenfolge. Während das Fernsehen 242 Minuten pro Tag beansprucht, liegt das Radio bei 191 Minuten, das Internet bei 83 Minuten und die Zeitungen bei 23 Minuten.
Der direkte Vergleich ist mit Vorsicht zu genießen, da das Fernsehen und Radio oft nur passiv genutzt werden, also sozusagen „nebenbei laufen“. Die Nutzung des Internets, ganz besonders aber der Zeitungen, erfordert hingegen volle Konzentration. Vor allem die passive Nutzung einer Zeitung beim morgendlichen Kaffee ist schwer zu realisieren, ich habe das oft genug versucht.
Die Infografik aus dem Hause Statista visualisiert dennoch einen sehr deutlichen Trend hin zum Fernsehen und Internet. Die Reichweite von Radio und Zeitungen nimmt kontinuierlich ab, während sie auf Seiten des Fernsehens und Internets weiter zunimmt. Insbesondere die Zahl der Internetnutzer steigt noch immer deutlich.
Ein Klick auf untenstehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.
Schau dir doch unsere Neusten Artikel und News an.
![mediennutzung Mediennutzung in Deutschland: Internet auf dem Vormarsch [Infografik]](http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2012/07/arrow_75777-205x115.jpg)

![Mobile Werbung: So wirkt sie und das bringt sie [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-448790_SmartphoneArbeitMobil_medium.jpg)
![E-Commerce: Wieso deutsche Onlinehändler Skandinavien angehen sollten [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-446560_e-commerce-skandinavien21_medium.jpg)
![Internet-Traffic: Was in einer Minute alles im Netz passiert [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-452302_Internet-Traffic-Intel-Infografik_medium.jpg)





von Guido Grigat via facebook 21.08.2012 (09:37Uhr) 1.
Warum werden bei der Radio-Umfrage nur Deutsche und EU-Ausländer berücksichtigt?
von Philipp Offenbach via facebook 21.08.2012 (09:37Uhr) 2.
Internet auf dem Vormarsch? Quatsch, das mit diesem Internet wird sich eh nicht durchsetzen.
von San Kukai via facebook 21.08.2012 (09:46Uhr) 3.
Internet, was ist das?
von Brand2Web via facebook 21.08.2012 (10:04Uhr) 4.
Merkwürdig... in anderen Umfragen hatte ich immer wieder gelesen, dass die Nutzung vom Radio sogar zugenommen hat. Und beim Fernsehen erstaut, dass die Nutzung angesichts der Webangebote zugenommen hat. Und ich frage mich: Warum nimmt die TV-Nutzung bei gleichzeitiger Abflachung des Programms zu?
von jorni 21.08.2012 (10:14Uhr) 5.
Vielen Dank für die Infografik und die kritischen Anmerkungen. Noch eine Ergänzung: Als Reichweite von Zeitungen werden die Anzahl der verkauften Exemplare definiert, bei den anderen Medien aber die Nutzung. Das ist natürlich schwierig, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht. Entweder vergleicht man generell die Nutzung (eine Zeitung kann von mehreren Menschen genutzt werden) oder aber generell die gekauften Zugänge (Auflage, Internetanschlüsse, angemeldete Fernseher).
Die generelle Tendenz dürfte aber trotz dieser Kritik deutlich sein.
von Andreas Winterer via facebook 21.08.2012 (10:41Uhr) 6.
Ganz klar, weil die TV-Zahlen (und nur die, so much for Vergleichbarkeit) Menschen "ab 3 Jahren" erfassen, und die Eltern immer öfter ihre Kleinsten vorm flimmernden Action-Schnuller parken, um selbst in Ruhe surfen zu können.
von der vor marsch 21.08.2012 (11:47Uhr) 7.
Das Pads nur 4% (wie auch Konsolen) machen kam gestern auch heraus. Phones haben stark zugelegt.
Andere Studie (vermutlich USA) von vor ein paar Tage meinte, das 30% !!! der Medien-Nutzung an NonPCs also SmartPhones, Pads und SmarTVs stattfindet aber nur 1% (ein !) Prozent der Werbebudgets dort landen. Da hätte Facebook u.ä. also gute Chancen.
@6 Andreas Winterer: Schau die Meedia-Meldung wegen Medien-Nutzung und! auch die wegen Wochenende und wenig TV-Konsum. Jugendliche nutzen weniger als Erwachsene. Der Osten schaut 80 Minuten mehr als Bayern u.ä. südlichen Bundesländer (aus Erinnerung und evtl teilweise falsch erinnert). Vielleicht ist es deswegen so wichtig, den MDR zu halten und die Zahl der Offliner nicht sinken zu lassen.
Und wenn man mal die Bandbreiten dranschreiben würde, wäre die Statistik ehrlicher.
von Christian 21.08.2012 (12:34Uhr) 8.
Inwiefern wurde denn bei der Erhebung der Daten berücksichtigt, dass man auch online Radio hören kann oder halt auch verschiedene Zeitungen ein (kostenpflichtiges) Angebot haben. Genutzt werden diese klassichen Medien ja so gesehen auch, nur über einen Umweg.
von Brand2Web via facebook 21.08.2012 (15:06Uhr) 9.
Auch 'ne interessante Erklärung! Das Problem mit den Zahlen... Man müsste sie genauer untersuchen, um festzustellen, ob manche Ergebnisse tatsächlich so sind, wie sie uns in Schlagwörtern kurz verständlich gemacht werden.
von admaster 21.08.2012 (15:30Uhr) 10.
Das interessante an der Statistik ist meiner Meinung nach, dass das die Nutzung des Internets in den letzten 15 Jahren um weit über 1.000 Prozent zugenommen hat - Tendenz steigend!
von Lars Budde 21.08.2012 (19:31Uhr) 11.
@jorni Da hast du absolut recht. An dieser Infografik lässt sich in erster Linie eine Tendenz ablesen.
@Christian Das ist definitiv ein Punkt, den man berücksichtigen sollte. Die Zahl der Fernseh- bzw. Radionutzer via Internet dürfte sich aber in Grenzen halten. Ich gehe davon aus, dass sie kaum einen Einfluss auf die oben genannten Zahlen haben.
von HamuSumo 22.08.2012 (09:05Uhr) 12.
Verwundert mich jetzt doch ein wenig, schließlich lese ich im Netz immer öfter von Leuten, dass sie gar keinen Fernseher mehr haben. Auch ich habe keine eigene Glotze und schaue alle Jubeljahre in die Mediathek falls mich doch was interessiert.
von Lars Budde 22.08.2012 (11:33Uhr) 13.
@HamuSumo: Während meines Studiums hatte ich auch keinen Fernseher. Da Bestand auch gar kein Bedarf danach. Wenn ich mir den Bevölkerungsdurchschnitt vorstelle, sehe ich in deren Wohnzimmern aber durchaus einen Fernseher. Ich glaube, das ist einer der Fälle, in denen wir von uns nicht auf andere schließen können.