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E-Commerce

Die neuesten Entwicklungen im Magento-Kosmos: Das war die Meet Magento 2015

    Die neuesten Entwicklungen im Magento-Kosmos: Das war die Meet Magento 2015

Die Eröffnung der Meet Magento 2015. (Foto: Meet Magento)

Unser Rückblick auf das Community-Event und über die aktuellsten Entwicklungen rund um Magento: Das neue Magento-2-Release und die Zukunft von Magento 1.xx.

Die 9. Meet Magento ist vorbei, rund 700 Besucher aus der Community und dem Umfeld um das Shopsystem haben sich am 11. und 12. Mai zwei Tage lang in Leipzig ausgetauscht. Neben allgemeinen Sessions zu Entwickler- und Händler-Themen waren die Zukunft von Magento und das lang erwartete und kurz bevorstehende Release von Magento 2 die Hauptthemen der Veranstaltung

(Screenshot: Meet Magento)
Die Meet Magento ist vorbei, wir haben die wichtigsten Infos zum maßgeblichen, deutschen Community-Event für euch zusammengefasst. (Screenshot: Meet Magento)

Meet Magento: Rückblick, Einblick und Ausblick

Die Meet Magento besuchen sowohl Händler als auch Entwickler. Auf dem Papier waren in diesem Jahr mehr Händler als Entwickler angemeldet, scheinbar haben sich im Vergleich zu 370 Entwicklern im letzten Jahr dieses Jahr 170 Entwickler weniger angemeldet – die Händler müssten dieses Jahr erstmals überwiegen. Der Eindruck vor Ort in den Entwickler-Sessions gibt allerdings ein anders Bild: Entwickler überwiegen bei den rund 700 Besuchern. Einige aber bleiben mittlerweile auch der deutschen Meet Magento fern, weil es Landes-Events gibt. Die Meet Magento in der Schweiz dürfte das deutsche Pendant etwa 40 Entwickler gekostet haben.

In den vergangenen Jahren hat die Meet Magento kostendeckend gearbeitet, auch das scheint vorbei zu sein. Die Veranstaltung muss wohl in diesem Jahr mit einem größeren fünfstelligen Betrag bezuschusst werden.  Ein nachlassende Anzahl an Sponsoren und Ausstellern scheint vorrangig der Grund für die sinkenden Einnahmen zu sein – die Besucherzahlen sind seit langem stabil.

Besonders für Aussteller scheint das vertriebliche oder marketingtechnische Angebot der Konferenz an Attraktivität zu verlieren, jedenfalls sind viele Anbieter und Sponsoren, die sonst an den Ständen anzutreffen waren, mittlerweile in den Zuschauerbereich gewechselt. Das Dilemma der Konferenz macht sich im Zwiespalt zwischen Besuchern und Ausstellern bemerkbar. Die einen Händler sprechen vom „Spießrutenlaufen durch die Expo“, die anderen von mangelndem Interesse. Ein Aussteller sprach davon, dass sich auch das Buchen von größeren Ständen nicht wirklich lohnen würde – die Leistungen und das Ergebnis seien für den Aussteller dasselbe.

Der Veranstalter, die Meet Magento Association, arbeitet an Ideen, um diese Problematik anzugehen. Im schlimmsten Fall könnte das Dilemma steigende Ticketpreise zur Folge haben.

Magento streckt die Hand zur Community aus

Paul Boisvert, Head of Product bei Magento. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Paul Boisvert, Head of Product bei Magento. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Im letzten Jahr hat das Unternehmen Magento auf der Meet Magento einen blamablen Auftritt abgeliefert. Außer zwei Mitarbeitern, die sich unter die Zuschauer gemischt hatten, ließ sich absolut niemand vom Unternehmen auf der damaligen Veranstaltung blicken. Notgedrungen mussten eBay und PayPal die Keynotes alleine bestreiten, was einen Besucher zu dem bemerkenswerten Ausspruch „Ist das hier die Meet eBay oder die Meet Magento?“ veranlasste. Es schien Prioritätskonflikte mit Magento-eigenen Events zu geben, was besonders deutlich wurde, als unmittelbar zum Ende der Meet Magento auf einer Magento-eigenen Veranstaltung ein neues Release verkündet wurde – kein Wort davon zu den Veranstaltern der Meet Magento. Das ganze Szenario wirkte wie eine Ohrfeige für die deutsche Community. In den USA muss die Außenwirkung dieser Handlungsweise mittlerweile deutlich geworden sein: Magento war mit starker Präsenz auf der Meet Magento vertreten und bemühte sich, die Hand deutlich zur Community auszustrecken.

Rund ein halbes Dutzend Vorträge und Keynotes haben verschiedene Magento-Vertreter bestritten, darunter auch Paul Boisvert, der Produktmanager, und Ben Marks, Magento-Evangelist. Neben dem Bekenntnis, sich der Community verpflichtet zu fühlen, haben sich beide auch wortreich bei der Community für ihr Engagement bedankt: Boisvert wörtlich sowohl für den Einsatz beim bekannten „Shoplift Bug“ als auch bei Community und Veranstalter für die Event-Reihe „Meet Magento“, die schon so viele Jahre vor den Magento-eigenen Events entstand und einen hervorragenden Nährboden für den organischen Aufbau der Magento-Community bieten würde.

Von eBay war in diesem Jahr nichts zu sehen und PayPal beschränkte sich auf einen Stand und einen Vortrag zum neuen Dienst PayPal Plus. Offensichtlich bemüht man sich darum, im Hintergrund zu bleiben und die Veranstaltung gleichzeitig doch mit zu unterstützen.

Magento 2: Release voraussichtlich im September

Es ist endlich soweit: Der endgültige Release von Magento 2 rückt näher. Eine Beta-Version für Developer ist schon seit Ende letzten Jahres auf Github verfügbar und im Lauf des dritten Quartals erscheint eine Händler-Beta, die schließlich im vierten Quartal in einem ersten Release enden soll.

Eine erfreuliche Mitteilung des Produkt-Managers betrifft auch die Dokumentation von Magento 2: Um eine qualitativ hochwertige Dokumentation kümmert sich ein eigenes, dediziertes Dokumentationsteam bei Magento.

Mehr Informationen zu den Neuerungen bei Magento 2, zum Migrationsprozess und den Performance-Verbesserungen der neuen Version des Shopsystems veröffentlichen wir in einem separaten Artikel.

Magento 1: So geht es mit der alten Version weiter

Boisvert hat betont, dass die Pflege und das Investment in Magento 1 weitergehen werden: Magento 1.xx will Magento noch drei Jahre pflegen und warten, es wird allerdings nach dem Release von Magento 2 seitens Magento keine zusätzlichen Funktionen oder Verbesserungen mehr für die alten Versionen geben: Die Maintenance beschränkt sich wie üblich auf Bugfixes und Security-Patches. Boisvert hat hervorgehoben, dass mit den bisherigen Releases 1.14.2 EE und 1.9.2 CE viel erreicht und viele Verbesserungen und Neuerungen eingeführt worden seien – unter anderem soll ein externes Unternehmen Performance-Verbesserungen zwischen 27 und 48 Prozent bei der Enterprise-Edition und eine um bis zu 37 Prozent niedrigere CPU-Auslastung bei der Community-Ediiton gemessen haben.

Der Connect-Marktplatz wird einem vollständigen Relaunch unterzogen, Erweiterungen sollen vor der Übernahme einem Qualitäts-Check unterzogen werden: „Only the good stuff“ würde es in den neuen Connect-Marktplatz schaffen, um Paul Boisvert wörtlich zu zitieren. Connect soll neben einem frischeren Design auch ein besseres Bewertungssystem, und bessere Dashboards für Händler und Entwickler erhalten.

Mehr zu den Neuerungen bei Magento in unserem Artikel „Meet Magento Association: Ein Sicherheitsnetz für Magento“ und im Artikel „Magento startet Small-Business-Programm“.

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