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Telefónica kauft E-Plus – Deutschlands größter Mobilfunkanbieter entsteht

    Telefónica kauft E-Plus – Deutschlands größter Mobilfunkanbieter entsteht

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica will die E-Plus Gruppe übernehmen. Zusammen mit der deutschen Telefónica-Tochter O2 würde man über einem Kundenstamm von mehr als 42 Millionen Kunden verfügen.

Telefónica Deutschland würde O2 und E-Plus betreiben. (Bild: Telefónica Deutschland/E-Plus Gruppe)
Telefónica Deutschland würde O2 und E-Plus betreiben. (Fotos: Telefónica Deutschland/E-Plus Gruppe)

Telefónica und die E-Plus Gruppe: Die Nummer 4 übernimmt die Nummer 3

Dem holländischen Mutterkonzern von E-Plus will Telefónica fünf Milliarden Euro sowie einen Anteil von 17,6 Prozent der Aktien der deutschen Telefónica-Tochter geben. Zunächst müssen allerdings die Aktionäre beider Unternehmen wie auch die entsprechenden Kartell- und Aufsichtsbehörden grünes Licht geben

Nach Angaben der Bundesnetzagentur betrieb O2 im dritten Quartal 2012 das kleinste der vier deutschen Mobilfunknetze mit einem Marktanteil von 16,7 Prozent. E-Plus war immerhin auf dem dritten Platz mit 21 Prozent Marktanteil. Sofern sich die Nutzerzahlen seit dieser Zeit nicht grundlegend verändert haben, hätte die Telefónica-Tochter zumindest im Mobilfunkbereich mehr Kunden als die bisherigen Marktführer von der Telekom. Laut einer Presseerklärung der E-Plus-Gruppe geht man im Falle einer Übernahme von Synergien von mehr als fünf Milliarden Euro aus. Der gemeinsame Jahresumsatz der Unternehmen würde sich laut E-Plus auf acht Milliarden Euro belaufen.

E-Plus gehört zum niederländischen Telekommunikationskonzern KPN. Aufsichtsrat und Vorstand des ehemaligen Staatsunternehmens haben einem Verkauf bereits zugestimmt. Jetzt fehlt die Zustimmung der Aktionäre, sowohl seitens KPN als auch von Telefónica Deutschland, der börsennotierten Tochter des spanischen Telekommunikationsanbieters. Auch die Kartellbehörden werden sich einen solchen Zusammenschluss sicher genauer ansehen. Alles in allem rechnen die Akteure mit einem Abschluss bis Mitte 2014.

Telefónica kauft E-plus – Es wird enger auf dem deutschen Markt

Nachdem der britische Mobilfunkanbieter Vodafone bemüht ist, Kabel Deutschland zu übernehmen, und ein Zusammenschluss von O2 und E-Plus absehbar scheint, wird es enger auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt. Aus Kundensicht würde der langfristige Wegfall eines Mobilfunknetzanbieters zu weniger Konkurrenz führen, was schlimmstenfalls höhere Preise bedeuten könnte. Andererseits besitzen weder O2 noch E-Plus die beste Netzabdeckung. Hier könnte sich ein Zusammenschluss für Kunden durchaus positiv auswirken. Bis es so weit ist, wird allerdings noch einige Zeit verstreichen.

Weiterführende Links zum Thema „Telekommunikation“

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3 Reaktionen
designinventar
designinventar

ob die Fusion etwas bringt, wird sich zeigen. Aber als zukünftiger Marktführer und die Einsparung von Personal- und Werbekosten wird ggf. zu besseren Konditionen für uns Kunden führen. Es bleibt aber abzuwarten, wie T-Mobile und Vodafone reagieren werden.

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Dirk

@"Synergien nutzen":
Ähm, was erzählst du da? Was hast du denn geraucht? Ich will auch so etwas! ;)

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Synergien nutzen
Synergien nutzen

Ein Autobahn-Netz für GM, eines für Ford, eines für Chrysler und eines für Import-Wagen führt dazu, das manche Bundesstaaten ausserhalb der Großstädte nur von einer Automarke befahren werden können und nur in Großstädten alle 4 Automarken fahren können.

Wenn alle allen anderen die Masten, Sendeanlagen mitbenutzen (und Geldmäßig verrechnen) dürften, wäre die Verfügbarkeit besser und die Kosten kleiner.

Eine Frage wäre also, ob die doppelten Lizenzen für GSM und UMTS und LTE (E+ in den Städten, O2 auch auf dem Lande) auf den Markt gestellt werden müssten.

Wenn ich Apple oder Google oder Samsung oder Medion oder Ölscheich oder Piraten-Crowd-Funding wäre, würde ich die Frequenzen kaufen und Free-Inet (oder Apple-Net) in Deutschland einführen. Antennenmasten sind ja dann auf dem Markt oder bekommt man günstig in DSL-Freien Gegenden bzw. Apple-Fanboy-Gebieten. Tausende von "Lücken" deckten die LTE-Ausbau-Meldungen auf und nicht nur im angeblichen Glasfaser-Osten. Glasfaser liegt genug.
Es gibt übrigens auch noch Wimax- und wohl auch DVB-H-Frequenzbänder welche vielleicht günstig zu haben sind.

Ein gutes Fusionsrecht würde beinhalten, das sich die Preise nicht erhöhen dürfen, das keine Mitarbeiter entlassen werden und das die Steuerzahlungen gleich hoch bleiben müssen. Die versprochenen Synergien (Einsparungen) führen also nicht nur zu mehr Manager-Boni sondern auch mehr Gewinn für Arbeiter, Kunden, Kleinaktionäre. Top-Managerverträge sind oft eh nur maximal 5 Jahre. D.h. 20% des Managements kann jährlich ohne jegliche Abfindung auf den Markt gestellt werden. 2-3% der Mitarbeiter gehen automatisch in Rente oder suchen sich von sich aus etwas anderes. Durch keine Neueinstellungen ist man also nach 5 Jahren 10%-15% leichter ohne eine einzige Abfindung.

Die Fusion von AT+T mit T-Mobile-USA wurde von der Obama-Regierung u.U. auch deshalb untersagt weil die mit Preiserhöhungen zum Nachteil des Volkes rechneten. Einer republikanischen Regierung wäre das u.U. egal.
Weil Dumping ja wohl auch verboten ist, darf man die Preise ja auch nicht erhöhen wenn man jahrelang mit niedrigeren Preisen zufrieden war und die Masten immer mehr abgeschrieben sind, die Kredite zurückgezahlt werden und die Lernkurve und Effizienz stetig steigen. Kurzum: Jede wirtschaftliche Zahl im ROI-Schema sich so bewegt das die Rendite steigt und mit den vorhandenen Preisen und ultra-niedrigem Zinsniveau für den LTE-Aufbau jedes Jahr mehr übrig bleibt.

Und je nach Messung sind die Netze von E+ und O2 nicht so schlecht wie sie gemacht werden. Problematischer ist evtl, das das 1600-MHz-GSM-Netz (E1,E2) sich nicht auf 800 MHz bewegt und man in-door weiter schlechteren Empfang wie die 800-er-Netze (D1,D2) hat. Bei UMTS sind die Frequenzen beisammen.

Es gab doch auch gejammer, das arme GSM-Netz wäre dringend nötig. Da E1 und E2 jetzt fusionieren und folglich eine der beiden Frequenzen übrig werden sollte (sobald die Verträge auslaufen), könnte man den damaligen diesbezüglichen Plan ja doch durchziehen wo immer ein Sendemast abgeschaltet wird.

Schade das Google vor der Wahl diesen Plan nicht durch die Macht der Crowd durchsetzt und jeder Wahl-Kandidat dafür ist und es in der ersten Sitzung nach der Wahl gleich beschliessen will.
Oder die Bild-Zeitung kauft die Frequenz und baut das Volks-Netz mit Volks-Tablett und Volks-Handies auf. Wenn man Dual-Sim-Geräte anbietet, muss man kein Voice-Telefonie anbieten sondern nur Internet. Telefonieren kann man dann ja weiter mit D1,D2,E12 .
Aldi-Filialen könnten Antennen aufs Dach setzen und die Frequenz für einen Ort im Umkrais von xx Kilometern kaufen. Oder Lidl, Plus Rewe Penny Netto Norma Edeka... . Die Ideen sind spannend. Was herumkommt wird wohl leider weniger als schon damals von Rot-Grün zur UMTS-Versteigerung versprochen.
Was wohl digiges dazu einfällt.... Oder D64...

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