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MegaUpload-Chef Kim Schmitz: „Ich bin kein Piraten-König”

In seinem ersten längeren seit seiner Verhaftung am 20. Januar hat sich Kim Schmitz erstmals ausführlicher zu den gegen ihn und seine Firma „MegaUpload" erhobenen Anschuldigungen geäußert. „Ich bin kein Piratenkönig", sagte der 38-Jährige am heutigen Donnerstag.

MegaUpload-Chef Kim Schmitz: „Ich bin kein Piraten-König”

 

Kimble: Fahnder wie US-Regierung vor Irak-Krieg

Das erste TV-Interview seit seiner Verhaftung nutzte der Deutsche, um sich gegen die Vorwürfe seitens der US-Regierung zu Wehr zu setzen. Die Anschuldigungen seien nichts weiter als „Lüge", erklärte der 38-Jährige. Es sei wie mit den Massenvernichtungswaffen im Irak: „Wenn du hinter jemandem her bist und ein politisches Ziel verfolgst, wirst du alles sagen, um dieses Ziel zu erreichen", äußert sich Schmitz. „Es gibt hundert andere Unternehmen, die den gleichen Service anbieten wie wir. Warum werden die nicht belangt?"

Seine Firma habe geschützte Inhalte immer gelöscht. Jeder Nutzer von habe den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen müssen, die das Hochladen von urheberrechtlich geschütztem Content verbieten. Zeitgleich hatten über 180 Partner, darunter jedes größere Filmstudio, aber auch Software-Unternehmen wie Microsoft, einen speziellen Zugriff auf die Server von MegaUpload. Auf diese Weise war es ihnen laut Schmitz jederzeit selbst möglich, urheberrechtlich geschützte Inhalte zu löschen.

Schließlich geht Schmitz in dem Interview auf die Frage ein, woher Piraterie im Internet überhaupt herrührt: „Die Piraterie im Internet entsteht bei Nutzern in Europa. Dort haben die Leute nicht zur gleichen Zeit Zugriff auf Filme wie die Konsumenten in den USA." Wenn das Geschäftsmodell eines wäre, das jedem Nutzer bei Veröffentlichung sofortigen Zugriff auf den entsprechenden Content gewähren würde, wäre Piraterie überhaupt kein Problem, so Schmitz: „Ich bin kein Piraterie-König, ich bot Nutzern Online-Speicher und -Bandbreite an. Das war's." Vielmehr sei die Regierung der USA und deren Schutz eines veralteten monopolistischen Geschäftsmodells, das im Internet-Zeitalter nicht mehr funktioniere, das wahre Problem.

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2 Antworten
  1. von odrakis_media am 05.03.2012 (10:04Uhr)

    Wie wahr, wie wahr!
    Auch wenn ich ihn nicht so richtig mag, aber da hat er sehr viel Wahrheit ausgesprochen. Bravo!

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  2. von Germaine Lombrana am 20.03.2012 (05:22Uhr)

    Can I just say what a relief to search out somebody who actually is aware of what theyre speaking about on the internet. You undoubtedly know easy methods to bring an issue to gentle and make it important. Extra individuals have to learn this and understand this side of the story. I cant imagine youre not more in style since you undoubtedly have the gift.

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