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Nach MegaUpload Ende: Filehoster Uploaded.to und Filesonic bekommen kalte Füße

Das abrupte Aus von und die Verhaftung der Betreiber löst allem Anschein nach eine gewisse Panikwelle unter verbleibenden Betreibern ähnlicher Filehosting-Dienste aus. Von einem Tag auf den anderen ändern diese ihre Nutzungsbedingungen oder blockieren sogar ganz den Zugriff aus den USA.

Nach MegaUpload Ende: Filehoster Uploaded.to und Filesonic bekommen kalte Füße

 

One-Click-Filehoster Filesonic hat die Filesharing-Funktion deaktiviert

Filesonic und Uploaded.to fürchten rechtliche Konsequenzen

Filesonic, der zu den größten Filehosting-Diensten gehört, hat sein Angebot von einem auf den anderen Tag strikt begrenzt. Während man bis vor kurzem noch wie bei den meisten One-Click-Filehostern einfach eine Datei hochladen und für alle mit dem entsprechenden Link frei zugänglich machen konnte, können nun nur noch angemeldete Nutzer auf ihre eigenen Daten zugreifen. Der Betreiber hat sich nicht offiziell zur Änderung seines Dienstes geäußert, lediglich durch einen Hinweis auf der Startseite wird auf die eingeschränkte Nutzung hingewiesen. Außer Filesonic hat auch Uploaded.to seinen Service beschränkt. Dieser geht allerdings anders vor: Der Nutzungsumfang scheint vorerst gleich zu bleiben, dafür wird Usern aus den USA der Zugriff verwehrt.

Während andere Dienste um ihre Zukunft bibbern, zeigt sich der schweizer Filehoster Rapidshare vom Ende MegaUploads unbeeindruckt. In einem Interview mit ArsTechnica gab Rapidshare-Pressesprecher Daniel Raimer zu Protokoll, dass Filehosting ein legaler Service sei. Raimer erläuterte die augenblickliche Situation mit einem Vergleich: Nur weil ein Bankmitarbeiter bei der Geldwäsche erwischt wurde, werden nicht zwangsläufig alle Banken geschlossen. Vom technischen Standpunkt aus bieten Microsofts SkyDrive und andere Cloud-Services nichts anderes als Rapidshare. Rapidshare-CEO Zwingli unterstrich den Unterschied zu MegaUpload dahingehend, dass sie strikt gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen und im konstruktiven Dialog mit Rechteinhabern und Politikern diverser Länder - auch den USA - stehen.

Wie weitere Cloud- und File-Hosting-Dienste auf das Ende von MegaUpload reagieren werden, bleibt abzuwarten. Bei renommierten Services wie Dropbox besteht schließlich auch die Möglichkeit, Daten jeglicher Art hochzuladen und per öffentlichem Link mit anderen Usern beliebig oft zu teilen.

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7 Antworten
  1. von micha am 23.01.2012 (14:38 Uhr)

    Eine never ending Story, gegen Windmühlen ankämpfen usw.. Es wird doch seit den C64 Zeiten versucht wird dem Herr zu werden. Meiner Meinung sollte man sich um wichtigere Dinge auf der Welt kümmern...
    Und ja jeglicher Cloud Service ist nichts anderes ...

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  2. von René am 23.01.2012 (15:32 Uhr)

    Ziehe einem aus dem verkehr und du triffst mehrere Fliegen mit einem Schlag...
    Der Rapidshare-CEO hat jedoch recht, denn dann dürte kein Clouddienst online sein...

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  3. von Matthias am 23.01.2012 (18:25 Uhr)

    Finde ich gut, diese Dienste wurden zum Verstoß gegen Urheberrechte verwendet und sollten ebenfalls geschlossen werden.

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  4. von Eugen am 24.01.2012 (00:36 Uhr)

    Genial! Je mehr man etwas dagegen unternimmt desto mehr Filehoster wird es geben! Denn wie schon gesagt: Dropbox ist nichts anderes. Und rein aus IT technischer Sicht wird es niemals unterbunden werden können. Es seidenn man hat eine Art Fahrtenbuch für das Internet und selbst dafür würde es "Gegenmittel" geben. Vielleicht sollte man sicher eher mal damit beschäftigen Politiker, Banken und Staatsmänner einmal genauer unter die Lupe zu nehmen....

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  5. von nix am 24.01.2012 (13:50 Uhr)

    @jörg
    versuchs mal bei rtl.de

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  6. von Reime Freund am 25.01.2012 (13:35 Uhr)

    Auf Rapidshare ist doch noch viel mehr illegaler Krams gehostet als auf Megaupload jemals war ...

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  7. von interresant am 13.06.2012 (12:56 Uhr)

    Interresant weil eignetlich hier Dienste wie Youtube ebenfalls geschlossen werden müssen.
    Die meisten Filehoster bietet genau wie Youtube mal von Haus aus keine Kontrolle aber man kann betreffende Files als Copyright Verstoss melden und diese werden dann entfernt.

    Schließlich gibt es genügen Gründe diese Dienste auch legal zu nutzen.

    Das man hier einen Branchenzweig per Gesetz dicht machen kann ist doch sehr fragwürdig.

    Auch der entstandene Schaden ist doch auch fragwürdig. Zb. bedankte sich ein Independent Filmemacher für die torrent shares da der Film dadurch mehr Werbung und dadurch auch einnahmen hatte als ohne Filesharing möglich gewesen wäre.

    Der zusatz Werbeeffekt wird gerne ignoriert. Auch das wohl ein guter Teil der downloader das Material entweder auch legal erworben bzw im Kino gesehen haben oder es nie getan hätten.

    Studien dazu gibts keine echten und ohne die wäre eine Schadensfestellung eigentlich nicht möglich.

    Trozdem werden industriezweige dicht gemacht - anderen werden massive vorschriften gemacht und sogar neue Gesetze werden erfunden - alles auf betreiben einer einzigen Industrie die in der Hand relativ weniger liegt. Man Fraagt sich wo die Demokratie da bleibt.

    Ich sage nicht das Raubkopien in Ordnung sind aber wie mit dem Thema verfahren wird ist mehr als fragwürdig.

    Auch hat die industrie vorstellungen die keinem hier wirklich gefallen werden. Die Idee ist eigentlich mittels massiver Kopierschutzmechanissmen den privaten Besittz (zumindest im MEdien bereich) komplett zu unterbinden und den user übre kurz oder lang reine Nutzungslizenen pro Geräte/Nutzung zu zwingen.

    Kabelnetze sind schon so weit (keine privaten decoder möglich, nicht nur je decoder karte (gleichzeitige nutzung) sondern je decoder (möglicher nutzungsplatz) muss bezahlt werden + plus anzahl der programme etc etc

    Bei Blueray gibts ja den cuontry code - unterschiedliche preise je land troz identischen products und das hardwaremäßige unterbinden des abspielens im falschen land.

    ipod und co bieten sowieso nur noch encrypted downloads an - nicht nur das die weitergabe damit unmöglich ist im falle eines geräte wechsels bzw pc ausfalls wirds schwer für den user nicht alles nochmals downlaoden zu düfen (wenns denn überhaupt geht)

    im endeffekt - die qualität für den nutzer sinkt, die freie wahl der endgeräte wid reduziert - märkte werden dicht gemacht.

    Dabei steht die Vormachtstellung wirklicher inovation und besserer economishcer nutzung von medien massiv im weg - ein grund warum das filesharing so beliebt ist das es besser ist.

    medien sind schneller verfügbar, überall abspielbar, bei TV aufzeichneungen zb sogar in sher guter qualität und das einen tag nach austrahlung - (ja iich nutze diese da ich in europa kein us tv empfangen kann und die deutsche sync. wirklich untragbar ist - trozdme bezahle ich kabel vertrag und tv gebühren obwohl dieser seit 2 jahren nichtmal mehr am strom hängt)

    würde man der medien industrie den freiraum und rechtlichen mittel beschränken wäre sie gezwungen das angebot endlich an die zeit anzupassen - wäre alles andere als der tod der branche und der konsument /nutzer bekommt endlich wieder rechte zurück


    ich persönliche nutze nur tv aufzeichnungen - und das nicht aus spar gründen (und keiner den ich kenne ntutz es zum sparen) sondenr einfach aus verfügbarkeits problemen

    künstlich geschaffe hürden um mehr vermeintliche einnahme kanäle zu schaffen. das ganze ist sowieso volkswirtschaftlicher unsinn und behindern auch öko und ekonomisch besseren lösungen

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