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Meinung: Nur Apple kann Fernsehen smart machen

    Meinung: Nur Apple kann Fernsehen smart machen
Viele Hersteller, wie hier LG, bezeichnen ihre Fernseher als „smart“. Aber wirklich begeistern können sie nicht. Foto: LGEPR. Lizenz: CC BY 2.0

Wie im Vorfeld von iPhone und iPad hält sich schon lange das Gerücht, Apple bringe bald einen Fernseher heraus. In der Steve-Jobs-Biographie von Walter Isaacson wurde zudem bestätigt, dass das Unternehmen daran arbeitet. Die Frage ist: Was könnte Apple anders und vor allem besser machen? Ein Gastbeitrag von Dirk Beckmann, Autor von „Was würde Apple tun?“

Als Smartphones noch nicht wirklich smart waren...

Als ich zum ersten Mal den Begriff Smartphone gehört habe, dachte ich: Schon wieder so eine dieser Wortschöpfungen, mit denen wir uns im technischen Umfeld schon seit Jahren rumplagen müssen. Smartphone war als Wort ungefähr so lässig, wie eine Krawatte mit Disney-Applikationen. Doch das Wort smart in Smartphone hat einen erstaunlichen Willen sich fortzupflanzen, und auch wenn es bei den Tablets nicht zum Zuge kam, hört man es jetzt immer wieder im Zusammenhang mit der Lieblingsbeschäftigung der Menschen - dem Fernsehen.

Da spricht man fachkundig vom Smart-TV, einem nebulösen Gerät, das es nicht gibt, aber die große Zukunft für die immer nach neuen „Opportunities“ suchende Medienbranche darstellen soll. Smart ist daran eigentlich zunächst einmal nichts, denn es ist, konzeptionell gesehen, eine Eierlegende-Wollmilch-Sau, ein Ich-kann-alles-Ding, von Internet bis In-App-Purchase, von Telefon bis Textverarbeitung.

Viele Hersteller, wie hier LG, bezeichnen ihre Fernseher als „smart“. Aber wirklich begeistern können sie nicht. Foto: LGEPR. Lizenz: CC BY 2.0

Sieht man sich das Wort smart genauer an, so ist festzustellen, dass niemand im Moment eine wirklich ernsthafte Lösung anzubieten hat. Am besten aufgestellt erscheinen da noch die Spielkonsolen von PlayStation 3 bis XBox 360: Sie haben eine gute Ausstattung und sehr viel Know-how in der Steuerung von TV-Bildschirm-Systemen. Zudem sind sie eher preiswert und damit massentauglich.

Die smarte TV-Branche steckt also in den Kinderschuhen und erinnert stark an die Mobilfunkbranche in den großen Zeiten Nokias: ein vollkommen undurchsichtiger, von unzähligen Formaten und Konzepten überschwemmter Markt für Mobiltelefone, der sich zwar mit „Communicators“ und Personal Digital Assistents (PDA) aller Art redlich mühte, doch keine wirkliche Revolution für die verzweifelten Nutzer darstellte. Es gab Systeme, die nur dazu da waren, die Darstellung von einfachsten Progrämmchen auf über dreihundert verschiedene Endgeräte zu portieren - und sie haben sich alle in der Unübersichtlichkeit verheddert. Die meisten Geschäftsmodelle funktionierten nicht, und freie Entwickler waren mehr oder weniger nicht zugelassen beim großen Spiel um die mobilen Telefone.

Nicht smart.

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Der heutige TV-Markt: unübersichtlich und uneinheitlich

So scheinen die bis heute üblichen Receiver, Tuner, Dolby-Irgendwas-Prozessoren und die Fernseher auch (nicht) zu funktionieren. Der Markt ist unübersichtlich, es gibt wenig Standards. Abgesehen von der heterogenen Hardware ist es softwareseitig für einen freien Entwickler bis heute völlig undenkbar, etwas für die Smart-TVs zu entwickeln und damit realistisch gesehen Geld zu verdienen. Um auf der Sony-Plattform zu agieren, muss man schon ziemlich spezielle Kenntnisse aufweisen. Bei der XBox 360 und anderen Konsolen ist es nicht anders. Aber auch Panasonic und weitere Anbieter scheinen nicht viel davon zu halten, freie Entwickler für ihre Plattformen zu gewinnen.

Apps im Sinne von Apples Erfolgsgeschichte? Fehlanzeige.

Allein Google scheint sich nachhaltig auf dem Markt engagieren zu wollen. Bis heute ohne Erfolg aber mit dafür um so längerem Atem und dem erklärten Willen, in Zukunft der Gatekeeper für das Thema Video zu werden. Was Google bis jetzt weder im Smart-TV noch im Smartphone-Markt beweisen konnte: Wie sorge ich dafür, dass freie Entwickler Geld verdienen?

Wie Apple das „smart“ einbringen könnte

Smart kann es werden, wenn Apple sich nach den Märkten Musik und Medien (iPod und iTunes), mobiler Kommunikation (iPhone und Apps) und tragbarer Computer (MacBook Air und iPad) nun auch des TVs annehmen würde.

Wie würde so ein Fernseher aussehen? Ein Gerät, ein LAN Stecker, ein Stromkabel, ein USB-Steckplatz und ein großer, flacher, leichter, brillianter Bildschirm. Smart wird es durch die Verbindung der schon heute sehr erfolgreichen Konzepte, wie dem Betriebssystem iOS, dem App Store und seinem sehr vitalen Ökosystem aus freien Entwicklern, dem iBookstore, der Online-Videothek von Apple (heute in iTunes und im Apple TV) sowie der Kooperation mit den wichtigen Fernsehsendern. Diese würden ihre Signale am besten gleich bei Apple einspeisen und ihre Mediatheken von Apple vermarkten lassen. Fernsehen zu einer festen Sendezeit könnte Apple den Wettbewerbern überlassen.

Der iTV-App-Store würde, analog zu den heutigen Stores, spezielle Apps für den Fernseher beinhalten, die von den vielen freien App-Entwicklern so wie heute für iPod, iPhone und iPad entwickelt werden. Das Geschäftsmodell gibt es, und es hat sich gezeigt, dass es klappt. Spiele. Entertainment. Musik. Filme mit Apps, die interaktiv sind und Bonusmaterial beinhalten. Infotainment.

Seine Zusatzbox „Apple TV“ bezeichnet das Unternehmen seit jeher als „Hobby“ und bislang war es auch nicht mehr als das.

Smarte TV-Werbung könnte den Markt revolutionieren

Mit den oben genannten Zutaten könnte sich eine Revolution am heimischen Fernseher entwickeln, die einen der größten Märkte zusätzlich auf den Kopf stellen würde: Was passiert wohl, wenn durch Smart-TVs auch die Fernsehwerbung smart würde? Smart-Advertising könnte dafür sorgen, die Milliarden von genervten Kunden wieder für Werbung zu begeistern. Denn auf Smart-TVs ist Werbung zielgerichtet und hat mit den Vorlieben, Vorstellungen und Einstellungen des Konsumenten zu tun. Smart ist, wenn man kostenlose Programme werbefinanziert und kostenpflichtige Programme über Gebühren - und wenn der Nutzer sich aussuchen kann, was er will. Wie bei den Apps: eine Sendung kaufen „ich gönn mir das Spiel mal ohne Werbung“ und eine, die sowieso nur „nebenher läuft“ wird mit relevanter Werbung versehen. Überhaupt: was wäre Werbung in smarten TV-Zeiten? Interaktiv allemal, auffordernd, emotionalisierend und in keinster Weise wie die blinkenden Banner des Webs oder die immer gleichen, einfallslosen Videospots.

So wie Apple mit dem iPod smart Musik verkauft, mit dem iPhone smart das mobile Internet beherrscht, mit dem iPad Verlagen eine smarte Lösung für das Publizieren im 21. Jahrhundert bietet, würde ein Smart-TV von Apple vermutlich zur größten aller smarten Revolutionen: denn der Fernseher im Wohnzimmer ist und bleibt mediale Championsleague.

Über den Gastautor

Dirk Beckmann gründet 1991 während des Wirtschaftsstudiums an der Universität Bremen die Digitalagentur artundweise. Als Geschäftsführer betreut er seit 20 Jahren Unternehmen wie Kraft Foods, Kellogg’s, DIE ZEIT, Gräfe und Unzer oder edding. Als Experte für digitale Innovationen und Kreation moderiert er Strategie- und Kreativ-Workshops und hält Vorträge über den digitalen Wandel. Mit seiner Agentur hat er für zahlreiche Branchen neue digitale Produkte entwickelt und diese erfolgreich am Markt etabliert.

2011 erscheint im Econ Verlag sein erstes Buch: „Was würde Apple tun?“ und wird im Herbst als eines der zehn besten Wirtschaftsbücher 2011 für den Wirtschaftsbuchpreise nominiert.

Weiterführende Links zum Thema:

Interview mit Dirk Beckmann zum Apple-Fernseher

Auf dem Convention Camp in Hannover hatten wir Gelegenheit, Dirk Beckmann auch zum Thema seines Gastbeitrags vor die Kamera zu holen:

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9 Reaktionen
Markus
Markus

Da ist ja einer aufn ganz großen Obsttrip ... laüft der iphone 4or Ass absatz nicht so oder warum wird so ein Sch... Publiziert ??? Oder will da wer seinen Pestseller aus den Ladenhüterregalen holen ? Wie auch immer Apple ist nur was für Lemminge die sich Todesmutig mit einem Bündel Taler in den I-Device Mahlstrom stürzen. Jetzt bin ich aber mächtig verunsichert mein Smartphone ist von HTC mein TV Gerät (mit Smart TV) von Samsung meine Kaffeemaschine von Bosch mein Auto von Ford mein PC von HP mein Tablet von Asus meine Unterhose von Calvin Klein das einzige was ich von Apple habe ist ein Baum im Garten der Kostet allerdings nix nein der wirft noch ab :-D

Wie kam ich eigentlich an diesen Tweet ach ja ich habe bei Google xbox 360 S Skype eingegeben und bin auf News gegangen. Der zweite Link war dieser hier .... wie verzweifelt muss ein Autor sein so einen inkompetenten Mist mit 1000000 Tags zu versehen das dieser Spam Müll bei einem völlig artfremden Thema als 2ter Link bei Google auftaucht ?

Denkt mal darüber nach :-D

Antworten
Ray

Es ist doch recht einfach: (Zu) viele Köche verderben eben den Brei. Steve Jobs hat bisher immer alleine entschieden, damit meine ich nicht, dass er sich nicht hat beraten lassen, die Entscheidung wie etwas gemacht wird lag eben bei ihm. Im der klassischen TV Welt läuft das etwas anders. Man sitzt gemeinsam in großen Gremien und redet und redet und redet... Entscheidungen zu Funktionen und Feature-Sets werden selten getroffen.

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Torsten
Torsten

Allein die Headline reicht um die von mir gestern verdauten Speisen Retoure gehen zu lassen ...
Ich habe, wie ich gestehen muss auch nicht alles gelesen, ich hab kein Bock mit 25 Jahren an einem Herzstillstand zu sterben ... Obwohl, bei solchen Texten tendiere ich gerne auch mal zu bitte möglichst bald ...

Ich spare mir auch mal möglichst Sachlich zubleiben ... Wieso auch? Die Gedanken sind frei, oder wie war das nochmal?

Dieser Beitrag ist wirklich letzte Schublade, was für eine ekelige, schleimige Apple Beweihwässerung ... Pfui!!!!

Wenn der Text keine Ironie ist ...

"Diese würden ihre Signale am besten gleich bei Apple einspeisen und ihre Mediatheken von Apple vermarkten lassen."

Hallo, geht es noch? Heilige Maria Mutter Gottes ... Kann man sich doch gar nicht ausdenken? Oder?

Da will jemand echt APPLE !!!! die Signale von TV Sendern in die Hand legen. Apple hat dann ja auch gar keinen Einfluss auf die Inhalte, nein, technisch vollkommen unmöglich ...

No Shit, Sherlock!!!!

"Überhaupt: was wäre Werbung in smarten TV-Zeiten? Interaktiv allemal, auffordernd, emotionalisierend und in keinster Weise wie die blinkenden Banner des Webs oder die immer gleichen, einfallslosen Videospots."

Ähm ja, hoch soll die Werbe Abteilung von Apple leben, was hat sich in letzter Zeit denn so bei Apple Spots geändert? Nix!

Wieso ist Apple Smart? Wieso ist Apple so erfolgreich?
Wieso ist Justin Bieber erfolgreich? Wieso ist Tokio Hotel erfolgreich?

1.) Wegen solchen Artikeln
2.) TV ...
3.) Aus diesem Grund hat Justin Bieber viele Fans ...

"Der heutige TV-Markt: unübersichtlich und uneinheitlich" sagt doch schon viel aus ...

Am besten wäre also ein Gerät, ein OS, am besten 1 Sender ...

Hey C, C++, D, F es gibt mehr als eine Programmiersprache, heilige Makrele da müssen welche weg, das ist zu unübersichtlich und uneinheitlich ...
Ja Fernseher Zuschauer sind keine Programmierer, aber den meisten Zuschauern reicht doch RTL & RTL2 ...

Sorry dieser Blog Post ist einfach nur unterirdisch ... Spricht auch was gegen Apple? Zum Beispiel Zensur?
Erotik gibt es dann nicht mehr weil Apple das nicht passt oder was?

@ Redaktion, ohne Schmarrn, wenn euch keine Themen einfallen, lasst es bitte. Das ist ja fast so schlimm wie die Bild ...
Wenigstens die Redaktion hätte ein paar eigene Zeilen drunter packen können und eben kritische Sachen ansprechen können ...

Ich hoffe ich lebe nicht mehr wenn Babys IChips ins Hirn gepflanzt bekommen weil Leute u.a. aufgrund solcher Artikel meinen das es "smart" wäre ...

Schon irgendwo was von Einheitsbrei gehört? Genau das ist das was "Herr Beckmann" scheinbar gerne hätte, alles von Apple weil <3 Apple ist ja so toll ...

Super, wenn dann zB. Siri über die Apple Super Glotze für 3595 * Euro frei zur Verfügung steht, dann labert einen nicht mehr nur die Alte beim Fußball zu sondern auch Siri ... Geil!!!

Ich höre auf ... Ich gebe es auf ... t3n war echt mal top, langsam tendiert es er zu flop und wandert bei mir demnächst denke ich in die Tonne ...

Wieso bitte? Muss sowas sein? Ich bin echt ein wenig neben der Spur ...

Antworten
nur apple
nur apple

Mir gehen hunderte Digitalsender schon lange auf den Keks. Ich habe viele Ideen. Aber ich teile mein Geld nicht mit Juristen oder werde Strohmann für "Inkubatoren" die 99.99999999% meiner Idee abkassieren während ich nicht mal Gründerkapital bräuchte sondern nur Rechtssicherheit.

Usa haben die proprietären Kabel-Sender und Lizenzwirrwarr wie Hulu, netflix usw. ständig zeigen . "Danke Obama" und davor.

Die Apple-Geräte werden also wohl keine KabelTV-Sender unterstützen. Dafür braucht man weiter eigene Settopboxen und Tarife.
Ebenso wird vielleicht kein DLNA angeboten was moderne Fernseher heute doch oft sogar mal haben.
Die Asiaten könnten sich mal zusammentun und Standards für Stromanschlüsse definieren. Jede Settopbox oder DVB-T-Receiver hat ein eigenes Steckernetzteil. Das ist meist nicht nötig weil die ja oft mit 5V oder 12 Volt per TV auskommen könnten.
Ebenso könnte man USB-Standards für DVB-T(C/H/S/Atrasc oder wie das USA-DVB-T heisst)-Sticks definieren und z.b. die Fritzbox Sendungen aufnehmen lassen. Aktuell muss man für MacOS DVB-T-Sticks für 50 Euro kaufen wo normale Sticks nur 15 Euro kosten. Daran wird Apple nichts ändern.

Apple versteht auch nicht, das Leute DVB-T oder Satellit gucken wollen und nicht 100-Terrabit-Leitungen in jedem Büro und Wohnzimmer haben wie die Apples.
Es wird also eher Elite-Only für die 1% bleiben.

Die Usability wird allerdings wohl ganz gut sein. Trotzdem gibt es zig Dinge an meinem Iphone die man besser machen könnte oder die man viel früher in iOS1.1 schon hätte reinmachen müssen. Da Android sich zu dumm anstellt, braucht iOS nicht besser werden :-(

@Janek: Im Gegensatz zu den meisten anderen Firmen die ich kenne, schaut Apple, das auch Oma und Hausfrau damit klar kommen. Starke Kundenorientierung die den Aufpreis durch den gesparten Ärger oft wert ist.

Leider sind viele Produkte nur partiell interoperabel und bleiben unter sich. D.h. für viele Leute unpraktikabel und somit wie Teslas: Nett anzuschauen aber nichts für die eigene Garage bzw. Wohnzimmer.

Jeder könnte simple Konkurrenz machen. Keiner will. Internet-Ausdrucker lassen wohl TV gucken. Und Manager auch wohl meist.
Bei der Analog-Abschaltung wird sich zeigen wie rückständig Deutschland mal wieder ist.

Das spannende ist die Interaktion mit den Apps am TV. D-Pad an der Fernbienung ist ein Krampf. Ein Touchscreen ist bei TV eher nicht. Evtl dieses Trackpad von Apple oder wie manche behaupten Spracheingabe. Oder was mit Scrollrädern.
Wer mal ein digenius-Gerät hatte, erkennt, das ein paar Tasten die man im Dunkeln auswendig kennt und Menüstrukturen darüber aufzurufen, besser sind als zig Tasten wie auf DVD/BluRay-Playern oder bei TVs. Rot/Grün/Blau/Gelb vom TV wird ja auch in dieser Reihenfolge eingeblendet und man weiss dann, wo die 4 Farbigen Tasten liegen und muss nicht im Dunkeln ständig draufschauen. Oder man beleuchtet ständig. Das sind Trivialismen wahrer Usability. Die einem praktisch nirgendwo begegnen. Auch viele iOS-Apps sind von Leuten programmiert, die einem wohl die Zeit stehlen wollen. Die programmieren sicher auch Business-Software und Eisenbahn-Ticket-Automaten.

Nur mal eine Idee: ParZap: Alle Sender eines DVB-T-Transponders am 1920x1080-Screen parallel gleichzeitig anzeigen. In Gegenden mit 5-6 Transpondern (30 Sender) zappt man also nur 5-6 mal statt die 30 Sender einzeln durchzappen zu müssen. Bei 12 Sendern (3 Transponder nur ÖR) halt nur 3 mal zu zappen.
So als wenn man Kalender auf den Rücken dreht und untereinander vergleicht weil alle 12 Kalenderblätter dort als Thumbnails aufgeführt sind.
Sicher längst trivialpatentiert.
Abwandlungen für Satellit (300 Sender) sind natürlich auch angedacht.
Oder im EPG Sendungen die man hasst markieren damit die gar nicht mehr oder in ganz klein aufgelistet werden.
Apple ist leider nicht MultiUser (siehe Ipad) sondern jeder ist dort so reich(1%), das sich jeder einen eigenen Apple-999"-TV leisten kann. Das wäre die erste Sache die anständige Settopboxen hätten: Für jedes Familienmitglied individuelle Settings und Senderlisten und EPG-Filter. Das man seine Lieblingsschauspieler per EPG und IMDB vom TV abgleichen lässt und die Einträge aware angezeigt werden ( so ähnlich wie der Infoscreen vom IoS5 den ich schon seit IOS3 haben wollte ), sollte klar sein. "Schwarzenegger: 3 Filme nächste 7 Tage"

Die Kunden haben viel krassere Ideen als die bezahlten Entwickler-Strombergs in vielen Unternehmen wie die ganzen gescheiterten Projekte ständig beweisen. brainfloor, atizo sind ein schwacher Anschein was für hunderte interessante Ideen man problemlos von Kunden kostenlos bekommen kann. Vielleicht 90% Rauschen, 1% echte Perlen und 9% muss man nacharbeiten oder sind Denkanstoß für eine echte "bessere" Idee.

Aber da ausser Apple keinen Boni-Manager die Kunden interessieren zu scheinen, wird Apple die "Revolution" bringen.
Jeder hasste sein Handy. Apple hats verbessert.
Jeder hasst seine Settopbox.
Ob mit dem Appstore voll die Kohle fliesst, ist unklar. Amazon macht ja auch wenig Gewinne trotz gigantischer Content-Verbreitung und ca. (geschätzt) 15% bei Marketplace. Boni-Managern reicht, wenn sie ein Gehalt und Boni haben. Die Kleinaktionäre sind egal.

Man hätte S1-Boxen im Rahmen der Analog-Abschaltung "verbieten" müssen damit nur noch S2-Boxen mit bestimmten Minimal-Anforderungen (Erotik-Sendersperre, Multi-User, getaggte Sender,...) verkauft werden. Damals das HDReady-Logo hat auch alle anderen Digital-TVs ohne HDReady nicht mehr verkäuflich gemacht. Wenn die Asiaten sich zusammentun würden, könnten sie sowas auch schaffen. Tun sie aber nicht.
Kapitalistischer Wettbewerb sähe anders aus. Nämlich wie Formel1 oder Marathon-Lauf oder vielleicht Triathlon wo jeder schaut, ständig schneller zu werden statt wie Tour de France in der Gruppe herumzuzuckeln.

Antworten
Martin Emmert

Ich frage mich ob man so etwas noch braucht... Klar Apple kann da, ähnlich wie mit dem iPad, wieder einen Markt schaffen den es bisher gar nicht gegeben hat - doch brauchen wir das wirklich? Jederzeit online, immer erreichbar und das jetzt auch noch vor der Flimmerkiste vor der man doch eigentlich abschalten will?

Ich selbst habe einen neueren LED TV und der hat auch einige "smarte" Funktionen, Widgets genannt. Facebook, Twitter und Skype stehen mir zur Verfügung während ich mich berieseln lasse. Angemacht habe ich diese bisher nicht, nein. Das wäre dann wirklich irgendwann zu viel.

Toll an dem TV ist der USB Anschluss - Kamera rein und Bilder in groß und toller Farbe genießen. Eine weitere wirklich nennenswerte Funktion ist die integrierte Video-On-Demand online Videothek, aussuchen und los - so wie es sein soll. Da ich alle Geräte vom selben Hersteller habe funktioniert auch alles mit einer Fernbedienung. Audio, Konsole und TV - das ist smart für mich.

Ich habe also schon alles was für mich einen "smart" TV ausmacht und im Internet surfen tue ich auch mit der PS3 nicht, von daher finde ich es für mich überflüssig, bei Werbung gehe ich rauchen.

Was dem Hersteller fehlt, ist einfach ein Besseres Marketingkonzept und das sollte schnell her bevor Apple wieder behauptet alles erfunden zu haben ;-)

Grüße

Martin

Antworten
Björn
Björn

Die Kunst liegt sicherlich darin einen Standard durchzudrücken, dessen Usability alles bisher dagewesene bei weitem übertrifft. Nur so kann man die breite Masse mit ins Boot holen. Apple hätte sicherlich genug Marktmacht und Know-how das zu schaffen. Ich sehe aber eher schwarz ob auch die das schaffen, Fernsehen an sich ist so einfach und unkompliziert (TV an und los gehts) das alle anderen Erweiterungen dieses Konzept einen Großteil der User wieder überfordern wird.

Antworten
Janek
Janek

USB-Anschlüsse gibt es an Apple-Geräten nicht.

Ich mag Apple nicht und ich mag die Verklärung dieses Konzerns zu einem Heilsbringer nicht, aber ich muss sagen, dass der Autor in dieser Sache vielleicht gar nicht so Unrecht hat. Andere Hersteller könnten dass zwar auch, wenn sie wollten, aber Apple ist nun einmal leider der Trendsetter. Würde Apple so ein Gerät einführen, würden viele Hersteller sich dem sicherlich anschließen.

Antworten
Martin Emmert

Muss die GEZ dann auch 70% an Apple abdrücken?

Antworten
Andreas Lenz

bin echt kein apple fanboy und android user, aber zu dem artikel fällt mir nur folgendes ein: +1!

Antworten
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