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Gadgets & Lifestyle

Mein Arzt, der Roboter: In diesen Berufen sind Computer auf dem Vormarsch

    Mein Arzt, der Roboter: In diesen Berufen sind Computer auf dem Vormarsch
(Foto: jmorgan / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Nicht erst seit dem 20. Jahrhundert delegiert der technische Fortschritt immer wieder Aufgaben, die ursprünglich von Menschen erledigt wurden, an Maschinen. Ein frühes Beispiel: der mechanische Webstuhl. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung gibt heute Anlass zur Annahme, dass schon in wenigen Jahren viele Berufe gänzlich wegfallen könnten. Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Oxford University haben analysiert, welche das wahrscheinlich sein werden.

Neue Technologien schaffen neue Möglichkeiten – immer mehr Arbeit kann von Computern erheblich erleichtert oder gänzlich übernommen werden. Damit verbunden sind zwangsläufig auch Auswirkungen auf aktuelle Berufsbilder: Viele Jobs von heute werden schon bald nicht mehr existieren. Allein der Siegeszug des E-Commerce lässt so manchen etablierten Job ins Wanken geraten. Denn wenn im Internet ganz einfach Kundenrezensionen, Preisvergleich-Suchmaschinen und Expertenmeinungen zurate gezogen werden können, sinkt der Bedarf nach persönlicher Kundenberatung.

„Beratung? Gibt es auch im Internet.“

Jobs, die vornehmlich einer beratenden Funktion entsprechen, bekommen daher mit der zunehmenden Digitalisierung harte Konkurrenz. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft postuliert: „Die allgegenwärtige mobile Intelligenz macht viele Services vor Ort überflüssig, die keinen echten Mehrwert bieten.“ So wird beispielsweise Reisebüros keine rosige Zukunft beschienen, nutzen schließlich schon heute viele Menschen lieber das billigere Angebot im Internet und verzichten auf das Serviceangebot eines Reisekaufmanns.

Roboter: Konkurrenz in Produktion und Logistik

Viele Produktionsstraßen kommen heute ohne Menschen aus. (Foto: Cory M. Grenier / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Eine Studie aus dem vergangenen Herbst geht über derartige Prognosen noch hinaus. Unter dem Titel „The future of employment: how susceptible are jobs to computerisation?“ legen Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Oxford University eine detaillierte Analyse vor, welche Jobs in Zukunft nicht mehr ausgeübt werden müssen, weil sie sich durch Technologie ersetzen lassen. Betroffen sind der Studie zufolge nahezu die Hälfte (47 Prozent) aller in den USA üblichen Jobs.

Jobs im Bereich Produktion und Logistik sind laut Frey und Osborne zum Aussterben verurteilt. Denn die hier ausgeführten routinemäßigen Prozesse, die strengen Regelmäßigkeiten unterliegen, lassen sich besonders gut durch Computer und Roboter bewerkstelligen und sind auf menschliches Eingreifen gar nicht oder nur kaum angewiesen.

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Taxi ohne Fahrer, OP ohne Chirurg

Googles Self-Driving Car: Wenn Autos alleine fahren, werden viele Jobs in der Transportbranche überflüssig. (Foto: romanboed / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Auch der Güter- und Personentransport wird künftig sehr wahrscheinlich ohne Menschen hinterm Steuer auskommen. Und das ist keine futuristische Zukunftsmusik: Schon heute bewegen sich selbstfahrende Autos von Google testweise durch den Straßenverkehr. Für LKW-, Bus- und Taxifahrer bedeutet diese Entwicklung früher oder später das berufliche Aus. Es dürfte noch etwa sechs Jahre dauern, bis selbstfahrende Autos auf die Straße kommen, schätzt Google-Projektleiter Chris Urmso.

Sogar Tätigkeitsfelder, die als besonders anspruchsvoll und herausfordernd erachtet werden, sind dem Menschen nicht exklusiv vorbehalten. Längst übernehmen Computer zum Beispiel im Bereich der Medizin manuelle Arbeiten, die vormals ein Arzt erledigte: Im Zuge von roboterassistierten Operationen werden sie sogar chirurgisch tätig. Aber auch kognitive Aufgaben des Mediziners können von Computern übernommen werden. Big Data vereinfacht hier die Diagnose, indem individuelle Symptome blitzschnell mit zahlreichen Krankheitsmustern abgeglichen werden können.

Jeder zweite Job ist automatisierbar

Vom Kassierer, der sich durch einen Touchscreen ablösen lässt, über den Schiedsrichter, der aufgrund von Torlinientechnik an Bedeutung einbüßt bis hin zum Steuerberater, dessen Serviceangebot durch computergestützte Datenanalyse ersetzbar wird – die wachsende Automatisierung zieht in vielen Bereichen einen massiven Strukturwandel nach sich.

„Der technologische Fortschritt öffnet neue Arbeitsfelder.“

Mit dem technischen Fortschritt innerhalb der Arbeitswelt ist daher auch häufig die Angst vor technologischer Arbeitslosigkeit verbunden. Darunter versteht man den Umstand, dass Technologie in der Lage ist, Arbeit zu übernehmen, ohne dass es für Menschen neue Tätigkeitsfelder gibt, wo sie fortan ihren Lebensunterhalt verdienen. Diese Angst gibt es wohl schon seit der industriellen Revolution. Allerdings: Bislang war zu beobachten, dass der technische Fortschritt gleichzeitig auch immer neue Felder eröffnet hat, auf denen sich die Jobs von morgen ansiedeln ließen.

Empathie und Kreativität – das Manko der Maschinen

Anders als Disneys Wall-E sind echte Maschinen nicht zu Emotionen fähig. Foto: Ashley Coombs –  via flickr , Lizenz   CC BY ND 2.0
Anders als Disneys Wall-E sind echte Maschinen nicht zu Emotionen fähig. Foto: Ashley Coombs – via flickr , Lizenz CC BY ND 2.0

Die Studie von Frey und Osborne attestiert vor allem denjenigen Berufen die längste Lebensdauer, in denen es auf Faktoren wie Kreativität oder Empathie ankommt. Zwar dringen Roboter bereits in Bereiche wie den Journalismus vor und erledigen als Texter-Maschinen auch Aufgaben, die im kreativen Sektor angesiedelt sind, doch können sie hier den Menschen, sein Einfühlungsvermögen und seine Urteilskraft nicht ersetzen.

Dort, wo Verhandlungen geführt, Gesprächspartner überzeugt oder Menschen individuell betreut und behandelt werden müssen, wird der Mensch mit Sicherheit auch weiterhin beruflich tätig sein – zum Beispiel als Therapeut, Sozialarbeiter oder Choreograph.

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3 Reaktionen
Marlis
Marlis

Es wir nicht so kommen. Denn sie haben eine Überbevölkerung und die wollen sie die abschaffen? in dem Moment in dem alle merken, dass ihre Internetangebote Mist sind werden alle wieder nach Sicherheit schreien. Oder sie versauen sich den Markt selbst. Die Amortisonskosten für ihre komischen Computer können sie nie bezahlen.

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BGE
BGE

@Brandenberger: Bedingungsloses Grundeinkommen ftw!

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Brandenberger
Brandenberger

Sehr schön, dann müssen die Roboter nur noch Skiefahren lernen, oder sich in den Restaurants mit Steaks und Wein gütlich tun. Die komischen, total veralteten Zweibeiner können es sich dann nicht mehr leisten. Die Profiteure könnten es wohl aber bei so wenigen macht das den Braten auch nicht fett!

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