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Ratgeber

Mesh-WLAN-Router: Was ist das, welche gibt es?

Mesh-WLAN-Router. (Foto: Eero)

Mithilfe von WLAN-Routern mit Mesh-Netzwerken solltet ihr im Haus oder dem Büro nie wieder Probleme mit schlechtem Empfang oder langsamen Verbindungen haben. Was Mesh-Router können und welche es gibt.

WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk – besser als Range-Extender, aber auch teurer

Üblicherweise wird der WLAN-Router dort platziert, wo die Telefonsteckdose oder der Kabelanschluss zu finden ist. Nicht selten steht der Router dann in den entlegensten Ecken der Wohnung oder des Hauses und liefert nur an diesem Ort die beste Signalstärke – nur blöd, dass man sich dort fast nie aufhält. Im Wohnzimmer, dem Büro oder der Küche ist das WLAN-Signal eher schwach, die Downloadraten nur mäßig.

Zur Verbesserung des Signals wird oftmals zu einem WLAN-Repeater gegriffen. Dieser erhöht zwar die WLAN-Reichweite, zu einer höheren Übertragungsrate trägt er aber nicht bei. Für eine volle Signalstärke und ein zuverlässig schnelles Netz im ganzen Haus Büro sollen die sogenannten WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk helfen. Sinnvoll ist ihr Einsatz in erster Linie zur Abdeckung größerer Flächen oder mehrerer Etagen – in kleineren Wohnungen ist der Einsatz zwar auch möglich, aber in der Regel nicht notwendig.

Diese Router bauen im Verbund mit zwei, drei oder weiteren Geräten ein flächendeckendes Netzwerk unter Beibehaltung der WLAN-Geschwindigkeit auf. Alle Geräte kommunizieren miteinander, erzeugen jeweils ein eigenes WLAN-Signal und tauschen direkt Daten miteinander aus – sie dienen somit nicht einfach als Signalverstärker. Das gesamte Mesh-Netzwerk läuft unter dem gleichen Netzwerknamen (SSID), der Wechsel von Knotenpunkt zu Knotenpunkt findet fließend statt. Euer WLAN-Gerät wird mit dem Netzwerkknoten verbunden, der das stärkste Signal bietet.

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Google Wifi: Mesh-Router ab 139 Euro

Google Wifi: der Mesh-Router kommt auch bald nach Deutschland. (Foto: Google)

Einer der in den letzten Monaten bekannt gewordenen Mesh-Router ist Google Wifi. Der Router ist seit Juni 2017 in Deutschland erhältlich. Laut Google und aus eigener Erfahrung ist er einfach in Betrieb zu nehmen und zu bedienen.

Der Router kann zwar auch einzeln verwendet werden, seinen vollen Funktionsumfang reizt er aber im Verbund mit mehreren Wifi-Nodes aus. Daher bietet Google ihn auch im Zweier- und Dreierpack an – im Set soll das Mesh-Netzwerk eine Fläche von über 400 Quadratmetern mit WLAN abdecken können.

Google Wifi ist kompakt und fällt kaum auf. (Foto: Google)

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Der Router unterstützt 2,4- und Fünf-Gigahertz-WLAN-Bänder und verbindet Geräte per „Network Assist“ mit dem Netz, das die bessere Performance bietet. Darüber hinaus suchen die Router den Kanal, der am wenigsten genutzt ist. Die Steuerung findet per App statt: Dort könnt ihr alle mit dem WLAN verbundenen Geräte verwalten, rauswerfen oder temporär abschalten. In der App könnt ihr ebenso die Performance des Netzes testen, Gastzugänge schalten und euer Smart-Home steuern. Mehr zu Google Wifi findet ihr in einem separaten Artikel.

AVM bringt Mesh-WLAN auf seine Fritzboxen und Repeater

Mit Fritzos-Version 6.0 lässt sich unter anderem die Fritzbox 7590 als Mesh-Router nutzen. (Bild: AVM)

Harte Konkurrenz haben die Anbieter von Mesh-WLAN-Routern vom Berliner Branchenprimus AVM. Denn das Unternehmen bringt Mesh-WLAN per Software-Update mit Fritzos-Version 6.90 in einige seiner existierenden Produkte. So haben die Fritzboxen 7590, 7490, 7580 und 7560 sowie die Repeater beziehungsweise Powerline-Adapter 1750E, 1160, 310, 450E und 1240E, 540E und 546E bereits die Mesh-Funktion erhalten.

Mesh-WLAN von AVM – so wird es in der Heimnetzübersicht der Weboberfläche angezeigt. (Bild: AVM)

Besitzer einer der genannten Fritzboxen können also mit der Investition von etwa 70 Euro in einen Repeater (Provisions-Link) verhältnismäßig preiswert ein Mesh-WLAN aufbauen.

Netgear Orbi: Mesh-Router im „Blumenvasen“-Design

Netgear Orbi. (Foto: Netgear)

Der Netzausrüster Netgear hat mit dem Orbi einen Mesh-Router im Programm, der mit etwas Phantasie an eine Blumenvase erinnert. Der Orbi wird im Zweier-Pack angeboten. Dabei ist eine Vase der Router, die zweite ist der Satellit, von denen laut Hersteller beide Geräte AC3000-Tri-Band-WLAN (1733, 866, 400 MBit/s) für eine Gesamtfläche von 350 Quadratmetern liefern sollen. Mithilfe der Tri-Band-Technologie werden drei WLAN-Bänder parallel aufgebaut, sodass viele Geräte gleichzeitig verbunden sein können, ohne einen Performanceeinbruch zu erleiden.

(Grafik: Netgear)

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Im Inneren der Router befinden sich jeweils sechs Antennen, die sowohl 2,4- als auch Fünf-Gigahertz-Bänder unterstützen. Durch den WLAN-Standard 802.11 ac sind Übertragungsraten von bis zu drei Gigabit pro Sekunde möglich. Das Zweier-Set kostet um die 420 Euro (Provisions-Link).

Linksys Velop mit Alexa-Support

Linksys Velop: Mesh-Router im Dreier-Pack. (Bild: Linksys)

Mit dem Velop hat Linksys einen WLAN-Router mit Mesh-Netzwerk seit Anfang 2017 im Angebot. Das Set besteht aus bis zu drei – und je nach Bedarf weiteren – Nodes. Wie auch beim Netgear-Router ist Tri-Band-WLAN 802.11 nach ac-Standard an Bord: Ein Band funkt mit 2,4 Gigahertz, zwei weitere mit fünf Gigahertz. Eine der Funkeinheiten dient zur Kommunikation zwischen den Endgeräten, wodurch die volle Übertragungs-Bandbreite gesteuert werden soll.

Linksys Velop besitzt Alexa-Unterstützung. (Bild: Linksys)

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An Bord der Router ist Bluetooth LE, das für die Konfiguration der Geräte per Smartphone oder Tablet genutzt werden kann. Darüber hinaus hat der Hersteller den smarten Assistenten Alexa von Amazon integriert, mit dem ihr beispielsweise nach dem Passwort für den Gastzugang fragen könnt.

Linksys bietet den Velop als Einzelgerät für 250 Euro an, im Zweier-Pack schlägt der Router mit knapp 430 und im Dreier-Set mit beträchtlichen 600 Euro zu Buche (Provisions-Link).

TP-Link Deco M5: Für mehr IoT- und Heimsicherheit

TP-Link Deco M5. (Foto: TP-link)

Kompakt, rund und vollgepackt mit Features ist der TP-Link Deco M5, der vom Hersteller als „WLAN-Heimnetz-Komplettlösung“ vermarktet wird. Das WLAN-Router-System bietet TP-Link zu folge AC1300-Geschwindigkeiten und eine WLAN-Abdeckung von bis zu 400 Quadratmetern, das mit diversen Sicherheitslösungen ausgestattet sei. Nicht nur für die flächendeckende WLAN-Abdeckung sorge der Deco M5, sondern liefere Smart-Home- und IoT-Nutzern ein Mehr an Sicherheit inklusive SPI-Firewall und umfangreichen Kinderschutz-Einstellungen. Unter anderem können per „URL-Blocker“ unangebrachte Websites gesperrt und feste „WLAN-Öffnungszeiten“ für Kinder festgelegt werden. Installiert wird das System mithilfe der TP-Link-Deco-App.

Der TP-Link-Mesh-Roter wird einzeln für knapp 87 Euro (Provisions-Link) oder im Dreierpack ab 256 Euro verkauft.

TP-Link Deco M5. (Foto: TP-link)

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Ubiquiti Networks Amplifi HD: Mesh-Router mit Touch-Display

Der Amplifi Mesh-Router ist kompakt. (Bild: AmpliFi)

Einen besonders interessant designten Mesh-Router hat der Hersteller Ubiquiti Networks mit dem Amplifi HD. Der Router – ein kleiner Kubus – besitzt ein Touchdisplay, auf dem der User diverse technische Informationen wie die Übertragungsgeschwindigkeit ablesen kann – es kann aber auch einfach nur die Uhrzeit anzeigen.

(Bild: Amplifi)

Der Amplifi HD bietet 3x3-WLAN nach ac-Standard mit maximal 1.300 Megabit pro Sekunde und reguläres MIMO. Zum Aufbau eines Mesh-Netzwerks bietet der Hersteller sogenannte Amplifi Meshpoints an. Dabei handelt es sich um „Super-Antennen“ die sich einfach in die Steckdose stecken lassen. In den Meshpoints sind LED-Lichter integriert, die die Stärke des Funksignals anzeigen. Zur idealen Positionierung der Antennen könnt ihr sie per Gelenk drehen. Die Antennen sind mit dem Steckdosen-Element per Magnet verbunden, sodass sie sich bei Bedarf abnehmen lassen.

Die Einrichtung des Routers kann per iOS- oder Android-App via Bluetooth durchgeführt werden. Für Gäste könnt ihr ein Gastnetzwerk einrichten. Weitere Informationen zum Amplifi findet ihr beim Hersteller. Bei Amazon ist dieser Router inklusive zwei Mesh-Antennen für stattliche 580 Euro gelistet (Provisions-Link).

Der Amplifi Mesh-Router ist per App steuerbar. (Bild: Amplifi)

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Asus Lyra: Mesh-Router mit Dual- oder Triband-WLAN

Asus Lyra Mesh-WLAN-Router. (Bild: Asus)

Der Asus Lyra wurde Anfang 2017 als Asus Hivespot angekündigt. Das Mesh-System wird mittlerweile in zwei Ausführungen angeboten: Ein günstigeres besitzt Dual-, ein etwas teureres Triband-WLAN.

Die Lyra-Nodes des Dual-Band-Sets besitzen zwei Funkmodule für WLAN-Bänder mit 2,4 und fünf Gigahertz. Beim Dual-Band-Modell, muss der Backbone, über den die Knotenpunkte kommunizieren, sich dabei ein Funkband mit den Clients teilen, was auf Kosten des Durchsatzes geht. Das Triband-Modell verfügt über ein drittes Fünf-Gigahertz-Modul speziell für das Baseband, wodurch die verfügbare Netz-Bandbreite voll nutzbar ist.

Ein Modul decke laut Asus bis 120 Quadratmeter ab, ein Zweier-Set könne bis zu 270 Quadratmeter abdecken und im Dreier-Bundle lassen sich dem Hersteller zufolge 360 Quadratmeter mit schnellem WLAN erschließen. Bestandteil des Systems ist der Schutz „Aiprotection“, der mit Trend Micro entwickelt wurde. Unter anderem soll der dauerhaft kostenlose Dienst vor bösartigen Webseites, Angriffen aus dem Netz und mehr schützen.

Das Router-System wird in Einzel- bis Dreierpacks angeboten und kostet in der Triband-Variante ab 200 Euro (Provisions-Link), das Zweierset schlägt mit 299 Euro und das Dreierset mit 365 Euro zu Buche.

Asus Lyra Mesh-WLAN-Router. (Bild: Asus)

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Das Angebot an Mesh-Routern ist noch größer – hier sollten EeroLuma und Huddle nicht unerwähnt bleiben. Diese Produkte werden in Deutschland bislang nicht angeboten, das Huddle-Wifi-System von Sitecom wird aber bald in den Handel kommen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Hersteller solche Lösungen vorstellen werden. Wir halten für euch die Augen offen.

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8 Reaktionen
Uwe Keim
Uwe Keim

Seit 2 Jahren habe ich 4 solche "UFOs" von Ubiquiti in meinem Haus:

https://www.amazon.de/Ubiquiti-UAP-AC-PRO-Networks-weiß/dp/B016XYQ3WK/

Funktioniert wirklich sehr ordentlich.

zitrone
zitrone

Danke für diesen tollen Artikel!

amarena
amarena

Hallo zusammen! Vielen Dank für die Hinweise. Sie sind sehr nützlich. Das Problem mit dem schlechten Empfang ist mir sehr gut bekannt. Es hat mich immer genervt, wenn ich die Anrufe verpasst habe. Ich konnte aber das Problem mit Hilfe vom Signalverstärker https://www.myamplifiers.com/de/resources/how-it-works/ lösen. Der Anbieter und seine Geräte sind empfehlenswert.

MayesticCat
MayesticCat

Ist das schon Industriestandard für größere Router? Sonst wäre das ja für einen fliegenden Wechsel bei Access-Points durchaus nützlich.

Kiezkickerde

Industriestandard?! Wie ich schon schrieb, das wird von allen Freifunk - Communities in ganz Deutschland bereits seit Jahren genutzt.
So funken bspw. in der Hamburger Freifunkgemeinschaft alle Freifunkrouter mit der SSID hamburg.freifunk.net - und wenn die Reichweitenmäßig dicht genug zusammen sind, meshen die Router auch miteinander, zu erkennen an einer grünen Verbindungslinie auf http://knotenkarte.de

Die Router haben zwar alle unterschiedliche Namen, das Funknetz heißt aber in ganz hamburg einheitlich "hamburg.freifunk.net", und sobald man sich damit einmal per Smartphone verbunden hat, ist es zukünftig egal, in welchem Hamburger Stadtteil man sich gerade befindet - sobald da irgend ein Freifunkrouter in der Nähe ist, wählt sich das Handy dann dort auch ein.

Wenn du auf der Knotenkarte links auf den Statistiken - Reiter klickst, siehst du, wenn du etwas herunter scrollst, auch die verwendete Hardware - das meiste sind stinknormale TP - Link - Router, Kostenpunkt irgendwas um 30 Euro.

Insofern würde ich nicht sagen, dass Meshtechnik "Industriestandard" wäre. Eher Technik für jeden. Industriestandard allenfalls da, wo bspw. eine Flüchtlingsunterkunft mit ein paar Tausend Leuten vernetzt werden sollen, da wird dann aber auch auf andere Router zurück gegriffen, die mehr Clients verkraften.
Mehr verrät dir aber sicherlich deine örtliche Freifunkgemeinschaft. Welche das bei dir ist, könntest du auf http://www.freifunk.net nachschauen.

Kiezkickerde

Mich wundert, dass beim Punkt “Was ist das“ Deutschlands größtes Meshnetzwerk so gar keine Erwähnung findet: Freifunk.
Das ist schade....

Heiko
Heiko

Ich habe eine Fritz Box und möchte von der Wohnung über den Hof in meiner Werkstatt Wlan haben. Momentan habe ich dort, wenn überhaupt, 1 Balken im Wlan Netz. Was ist da besser, ein WLAN-Repeater oder der Mesh-Router Google Wifi? Es geht um geschätzte 30 Meter Luftlinie und 3 Beton Wände dazwischen.
Ist es generell möglich eine Fritz Box mit dem Mesh-Router Google Wifi zu koppeln oder wie funktioniert das dann?

Andreas Floemer

Es ist gut möglich, dass der Extender genügt, aber ich kann nur empfehlen, es auszuprobieren.
Wie die Kopplung zwischen der AVM-Box und Google Wifi abläuft, kann ich nur vermuten. Wahrscheinlich brauchst du zwei Wifi-Router - einen der direkt neben der Fritzbox steht und per Ethernet.-Kabel damit verbunden ist, und eine zweite, mit dem du das Mesh-Netzwerk aufbaust. Die Fritzbox selbst unterstützt Mesh nicht.

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