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Microblogging: 21 clevere Ideen, Twitter geschäftlich zu nutzen

Microblogging: 21 clevere Ideen, Twitter geschäftlich zu nutzen

Wie kann man im Business einsetzen und dabei von den Stärken des Microbloggings profitieren, statt am Ende gar seine Zeit zu verschwenden? Mit dieser Frage hat sich das Wirtschaftsmagazin Forbes in seiner Online-Ausgabe beschäftigt. Herausgekommen ist eine Liste mit 21 cleveren Ideen für einen Businesseinsatz von Twitter.

Forbes hat viele Experten aus den Bereichen Wirtschaft und Social Networking nach ihren Erfahrungen und Tipps im Umgang mit befragt und interessante Antworten erhalten. So lässt sich Twitter nicht nur dazu nutzen, die Verkaufszahlen zu steigern, sondern auch um beispielsweise talentierte Mitarbeiter zu finden, Marktanalysen durchzuführen oder Geldgeber aufzutun. Viele weitere interessante Anregungen stecken in der Liste.

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1. Gutschein Kampagnen: Kurze Werbebotschaften garniert mit einem kleinen Gutschein, beispielsweise für eine Ermäßigung, locken viele Besucher an und kosten deutlich weniger als aufwändige Werbekampagnen.

2. To-Go-Vertriebskanal: Zwar können über Twitter nicht direkt Verkäufe getätigt werden, aber Bestellungen per Direct Message sind durchaus machbar. Der Vorteil für die Nutzer: Die Bestellung ist schnell und einfach - wenn man weiß, was man braucht.

3. Virales Marketing: Kaum ein anderes Medium ist für virales Marketing besser geeignet als Twitter. Unternehmen können beispielsweise Gewinnspiele unter den Retweetern eines bestimmten Tweets mit einem speziellen Hashtag veranstalten und erhalten bei geeigneten Preisen schnell viel Aufmerksamkeit.

4. Dialog-Marketing: Twitter zeichnet sich ebenso dadurch aus, dass Unternehmen direkt und in Echtzeit mit ihren Kunden kommunizieren können. Twitternde Unternehmen bekommen ein Gesicht und können potenzielle Kunden eher von sich überzeugen.

5. Kundenservice: Unternehmen können Twitter zum Monitoring einsetzen und Kunden mit Problemen aufspüren und ihnen schnell und direkt helfend zur Seite stehen.

6. Markt- und Kundenanalyse: Was denken die Kunden über ein Unternehmen? Was sind die Stärken und Schwächen der eigenen Produkte? Was früher allein Marktforschungsinstitute für viel Geld herausgefunden haben, geht dank Twitter nun ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand sogar in Echzeit.

7. Noch direkter verkaufen: Ein Hotel in New York nutzt die Twitter-Suche um auswärtige Besucher zu finden, die ein Hotel suchen. Die Absender werden dann auf das eigene Hotel aufmerksam gemacht und bekommen bei Buchung einen Preisnachlass von 10 Prozent.

8. Wettbewerb: Twitter kann ebenfalls dazu genutzt werden, die Konkurrenz auszuspähen und deren Kundschaft mit besseren Angeboten und Serviceleistungen abzuwerben.

9. News Feed: Ein Unternehmens-Account kann sehr gut zur gebündelten Verbreitung von Informationen genutzt werden, die ansonsten über verschiedene Kanäle wie Webseiten, Blogs oder Pressemitteilungen herausgegeben werden.

10. Krisen-Management: Fehler und Pannen passieren immer wieder und werden sich auch mit Twitter nicht vermeiden lassen. Doch wer seine Kunden in Echtzeit über Fehler und deren Hintergründe informiert, wird eher für Verständnis bei den Kunden sorgen.

11. Zielgerichtete Inhalte: Große Unternehmen beispielsweise aus der Automobilbranche haben schnell das Problem, dass sich verschiedene Unternehmensbereiche nicht miteinander verstehen. Ford hat daher verschiedene Accounts für spezielle Zielgruppen eingerichtet: @FordDriveGreen für nachhaltige Produkte und @FordMustang für den Motorsport.

12. Mobiles Marketing: Wann kommt der Eiswagen und wann die fahrende Currywurstbude? Auch bei diesen Fragen kann Twitter die Antwort sein, wenn deren Betreiber ihre jeweiligen Standorte twittern.

13. Live-Übertragungen: Live-Ticker von großen Sportereignissen und anderen interessanten Veranstaltungen können über die eigene Website mit Twitter verbunden werden und über die Links für hohe Besucherzahlen sorgen.

14. Aufruf zu Aktionen: Petitionen und Umfragen sorgen nicht nur für Aufmerksamkeit und Websitebesucher, sondern verbinden auch Menschen mit ähnlichen Einstellungen, deren Ansicht man öffentlich vertritt.

15. Generierung von Angeboten: Wer beispielsweise eine Reise plant und dies twittert, kann entsprechende Angebote für die Anreise, die Unterkunft und den Aufenthalt bekommen.

16. Konfliktbewältigung: Stimmt beispielsweise etwas mit einer Rechnung nicht, beginnt oftmals ein langwieriger Kommunikationsprozess mit der Service-Abteilung - das kann gerade für kleine Unternehmen kräftezehrend sein. Via Twitter laufen solche Reklamationen häufig sehr viel schneller, da sie zunächst öffentlich sind und das Gegenüber zu einer Reaktion gezwungen wird. Forbes hat hier das Beispiel eines Anbieters von Gartenzubehör, der fälschlicherweise 10.500 Dollar an die British Telecom bezahlen sollte. Er veröffentlichte das per Tweet und bekam schnell Aufmerksamkeit - auch von der British Telecom.

17. Interne Kommunikation als Marketing-Renner: IBM nutzt Twitter unter anderem zur Kommunikation zwischen den eigenen Entwicklern rund um die Welt. Daraus hat sich im Laufe der Zeit ein offener Chatraum entwickelt, in dem auch Marketingexperten und externe Technikexperten zu Wort kommen.

18. Mitarbeitersuche: Das Tweeten offener Stellen kann gerade für internetaffine Firmen eine interessante Möglichkeit sein, neue Mitarbeiter zu finden. Sie sparen unter Umständen viel Geld und bekommen Mitarbeiter, die zu ihnen passen.

19. Tweet-Ups: Regelmäßige Treffen der eigenen Follower, sogenannte Tweet-Ups, können ganz bestimmte Zielgruppen an einen Ort bringen, beispielsweise um ein neues Produkt vorzustellen.

20. Recherche: Twitter-Clients wie Tweetdeck erlauben umfangreiche und zielgruppengenaue Recherchen und finden gesuchte Informationen in Echtzeit.

21. Kapitalbeschaffung: Geldgeber für größere Einzelbeträge lassen sich auch über Twitter nicht einfach finden. Was aber durchaus machbar ist, sind kleinere Geldspenden beispielsweise als Spendenaktion für Non-Profit-Unternehmen einzusammeln.

Hier noch einmal der Link zum Originalbeitrag von Forbes.com, in dem zum Teil auch noch detaillierte Praxisbeispiele für einzelne Tipps aufgezeigt werden.

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3 Antworten
  1. von Andreas Lenz am 08.10.2009 (14:56 Uhr)

    Crowdsourcing hätte man vielleicht noch erwähnen können, steckt zum Teil aber auch in einigen der genannten Punkte...

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  2. von SEO-Manufaktur am 08.10.2009 (16:26 Uhr)

    Eine sehr schöne Zusammenstellung!
    Besonders Sachen Kundenservice ist da noch viel "Luft"

    Antworten Teilen
  3. von Jörg Oyen am 12.10.2009 (09:47 Uhr)

    Nutze Twitter als Notizblock für meine #Sprechstunden vor dem Themenkomplex der Datenbank gestützten Medienproduktion. Welche Themen, Fragen und Antworten gerade aktuell sind kann u.a. via http://oyen.de/ics mitgelesen werden.

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