Der Twitter-Service Twitterfeed, mit dem sich beispielsweise Blogbeiträge automatisch als Tweets an Twitter weiterleiten lassen, wurde überarbeitet und bietet jetzt unter anderem Klickstatistiken zu den Tweets an. Der populäre Dienst erzeugt mittlerweile über neun Prozent aller Tweets und liegt damit noch vor dem beliebten Twitter-Client Tweetdeck. Twitterfeed nutzt den RSS-Feed einer Website, um die Informationen daraus in Tweets umzuwandeln und ist eine bequeme Möglichkeit, Informationen per Twitter zu verbreiten.
Der Dienst ist ebenso simpel wie einfach in der Handhabung. Der Nutzer gibt die URL des bestehenden RSS-Feeds an Twitterfeed weiter und schon werden alle neuen Beiträge an den eingetragenen Twitter-Account weitergereicht. Das war es im Wesentlichen schon.
In der jetzt überarbeiteten Version bietet Twitterfeed außerdem eine Statistikfunktion, mit der Nutzer sehen können, wie oft die Links in ihren via Twitterfeed abgesetzten Nachrichten angeklickt wurden. Um diese Funktion zu ermöglichen, wurde der Dienst mit dem URL-Shortener Bit.ly gekoppelt, der diese Statistiken schon länger bereitstellt. Diese Zusammenarbeit ist nicht weiter überraschend, denn Bit.ly gehört zum Media-Unternehmen Betaworks, das sich erst kürzlich bei Twitterfeed eingekauft hatte und auch an Tweetdeck beteiligt ist.
Eine weitere Neuerung ist die Ausweitung der Login-Möglichkeiten. Neben der Unterstützung des Single-Sign-On-Standards OpenID, können sich Nutzer jetzt auch mit ihren Accountdaten von Google, Yahoo und AOL anmelden.
Ein grundsätzliches Problem hat Twitterfeed auch nach dem Einstieg von Betaworks nicht beseitigen können. Zwar lässt sich die Twitterfrequenz benutzerdefiniert festlegen, allerdings ist das kürzeste Zeitintervall von 30 Minuten nicht mehr zeitgemäß. Gerade bei sehr aktuellen Inhalten wäre eine Veröffentlichung in Echtzeit wünschenswert. Hier könnte nun wieder Betaworks ins Spiel kommen, denn das Unternehmen hat durchaus Erfahrung mit Real-Time-Anwendungen.
Eine weitere Sache ist bei der Nutzung von Twitterfeed zu bedenken: Wer Twitter allein auf diese Weise verwendet, vergibt eine Menge Potenzial. Denn Twitter ist ein Tool, um mit anderen zu kommunzieren und wer es als reine Einbahnstraße fürs eigene Marketing sieht, wird wohl nur wenige Nutzer dafür interessieren können. Zwar kann es ein guter Service sein, die Inhalte des eigenen Feeds auch auf Twitter anzubieten. Noch besser wäre es aber, Twitter ebenfalls manuell zu nutzen. Wichtig auch: Man sollte nicht vergessen, Nachrichten von Nutzern (Direct Messages) zu beantworten und einen Blick auf öffentliche Rückmeldungen („@-Replies“) haben.























