von , 16.03.2009

Microblogging: Jaiku ist jetzt Open Source – Wer baut daraus den nächsten Twitter-Konkurrenten?

Google hat die Migration des Microblogging-Dienstes Jaiku auf die AppEngine-Plattform abgeschlossen und gibt Jaiku damit wie bereits Mitte Januar angekündigt jetzt als Open Source frei. Zwar will Google selbst den im Herbst 2007 übernommenen Microblogging-Dienst nicht weiterentwickeln, doch genau das ist jetzt für jeden interessierten Entwickler möglich.

Jaiku ist nach Pownce ein weiterer Ex-Twitter-Konkurrent, der nach relativer Erfolglosigkeit im Markt unter Open-Source-Lizenz gestellt wird. Dazu gesellen sich mit Laconica und Trillr noch zwei weitere Open-Source-Lösungen. Entwickler haben nun also die Qual der Wahl.

Was spricht für Jaiku?

Ein Grund, sich mit Jaiku zu beschäftigen, könnte in der soliden Code-Basis liegen. Anders als beispielsweise das PHP-basierte Laconica wurde Jaiku in dem Python-Framework Twisted entwickelt. Zusammen mit mit der JaikuEngine auf Googles Cloud-Computing-Plattform AppEngine ergeben sich interessante Experimentiermöglichkeiten für Entwickler.

Welchen Veränderungen bringt die Open-Source-Version?

Die wesentlichen Funktionen von Jaiku bleiben bestehen. Allerdings ist der SMS-Versand nur noch in den USA verfügbar und das Feed Fetching gibt es nun nicht mehr. Dafür bringt Jaiku jetzt eine Unterstützung für das Authorisierung-Protokoll OAuth mit. Eine Funktion, mit der Twitter bisher lediglich experimentiert.

Die Zukunft von Jaiku

„Die Zukunft von Jaiku liegt nun in den Händen der Entwickler"", heißt es im Jaikido Blog. Jyri Engeström, Mitbegründer von Jaiku und jetzt als Produktmanager bei angestellt, sieht in der Verknüpfung verschiedener Plattformen die Zukunft von Jaiku: „Es sollte viele Plattformen geben, die untereinander kommunizieren. Jaiku macht dies bisher noch nicht, aber jetzt gibt es eine vernünftige Chance, dass es bald soweit ist", schreibt er in einem Blogbeitrag.

Der Quellcode steht unter der Apache Lizenz 2.0 frei zugänglich zur Verfügung. Zudem steht bereits ein mobiler Client bereit. Für Jaiku.com braucht man ab sofort auch keine Einladung mehr, jeder kann sich wieder für den Dienst registrieren.

Weiterführende Links zum Thema auf t3n.de:

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3 Antworten

  1. von bastians 17.03.2009 (15:22Uhr) 1.

    Twitter hat heute die OAuth-Schnittstelle für alle geöffnet.

  2. von freitags news flash KW 12 | ethority web… 20.03.2009 (13:15Uhr) 2.

    [...] >> t3n.yeebase.com [...]

  3. von Google Fail: Hier sind Googles größte… 15.02.2010 (13:32Uhr) 3.

    [...] inzwischen privat von Google-Mitarbeitern weitergepflegt und die Technologie unter der Haube ist unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben. De facto hat Google den Dienst aufgegeben. Twitter hat aus dieser Richtung nichts zu [...]

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