Im Rahmen des „Reuters Global Technology Summit“ in New York war Biz Stone per Videokonferenz aus San Francisco zugeschaltet. „Wir sehen uns an, wer Twitter wofür nutzt“, erklärte Biz Stone und man frage sich dabei: „Gibt es kommerzielle Anwendungsfälle, die besonders viel Sinn ergeben?“ Sofern man Tools finden sollte, für die man eine Gebühr verlangen kann, würde man es tun. Insgesamt soll Twitter aber weiter kostenlos bleiben, auch für Unternehmen. Es gehe vor allem um neue Features wie zum Beispiel statistische Auswertungen, erklärte Stone.
Werbung als Einnahmemodell lehnt Stone dagegen weiter ab. Das sei für sie nicht interessant, beispielsweise auch, weil es die Twitter-Nutzer stören könnte. Konsequenterweise gibt es derzeit bei Twitter niemanden, der sich mit Marketing und Werbung auskennt. Und es gibt offensichtlich keine Pläne, das zu ändern. Dabei soll die Zahl der Mitarbeiter aber dennoch von derzeit 40 bis zum Jahresende verdoppelt werden.
Twitter gibt es seit zwei knapp drei Jahren und wird derzeit über Risikokapital finanziert. In den vergangenen Wochen sah der prinzipiell simple Dienst ein enormes Wachstum. Laut comScore ist die Zahl der Besucher im April im Vergleich zum Vormonat beispielsweise um 83 Prozent gestiegen.
Kauf- oder Kooperationsangebote mit Netzgrößen wie Facebook oder Google hat Twitter bislang abgelehnt. Wie lange das Geld des Microblogging-Dienstes noch reichen wird, ist offiziell nicht bekannt. Biz Stone erklärte aber, man komme noch „mehrere Jahre“ aus.
Bildnachweis: Biz Stone von Joi Ito, Lizenz: CC BY








von Nico 19.05.2009 (14:18Uhr) 1.
Twitter gibt es seit drei Jahren.
von Andreas Lenz 19.05.2009 (14:58Uhr) 2.
yo, stimmt. twitter wurde vor 2 Jahren und gut 10 monaten am 15.7.06 gelauncht laut crunchbase. firmengründung war wohl im juni 06.
von Jan Tißler 19.05.2009 (15:16Uhr) 3.
Danke für den Hinweis - ist korrigiert.
von blogsash 07.06.2009 (02:18Uhr) 4.
Also könnte es Statistiken innerhalb des Twitter-Accounts geben, ohne dass man dafür externe Twitter-Tools nutzen muss!? Von mir aus kann man in Twitter einen richtigen Admin-Bereich integrieren, sodass man ganz wenige externe Tools und Dienste brauchen wird.
Aber Twitter ist zudem noch jung und alles ist möglich. So sehe ich es von meiner Warte her, eher noch als Twitter -Neuling(gerade mal ein paar Monate dabei). Eines Tages wird es vll. doch eine Übernahme von Twitter durch Google oder ein anderes Internetunternehmen geben, wenn Twitter z.B richtig gross ist und Google und Co. dort irgendwelchen Eigennutzen erkennen wird. Sowas geht schneller als man denkt.
von Microblogging: Twitter mit Business-Acco… 21.08.2009 (09:54Uhr) 5.
[...] neue API kann man einen Ort und einen Tweet zusammenbringen, Twitter-Gründer Biz Stone spricht (erneut) über die nun kommenden Business-Accounts und erklärt, man hätte sich ebenfalls vorstellen [...]