von , 13.03.2009

Microblogging: Wie wertvoll sind Twitter-Follower tatsächlich?

Michael Arrington, Gründer von TechCrunch, spielt ein wenig mit Statistik herum und versucht herauszufinden, wie wichtig eine möglichst hohe Zahl von "Followern" bei Twitter tatsächlich ist. Bringen mehr Leser auch mehr Aufmerksamkeit? Nach seiner Einschätzung nicht. Denn: Obwohl sich die Zahl der Follower bei ihm innerhalb eines Monats vervierfacht hat, hat der von Twitter kommende Traffic nicht annähernd so stark zugenommen.
Die Erkenntnis daraus ist eigentlich nicht neu: Wichtig ist, aufmerksame und interessierte Leser zu haben - und nicht möglichst viele. Warum stürzt man sich trotzdem immer wieder auf die Follower-Zahl? Aus meiner Sicht: Weil sie so schön einfach festzustellen ist. Wichtige Messwerte wären eigentlich "Retweets" (Weiterverbreitung einer Twitternachricht) und "Replies" (Antworten auf eine Nachricht"). Foto: Joi Ito

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6 Antworten

  1. von der Webworker 13.03.2009 (09:17Uhr) 1.

    Und ich teile seine Meinung. Schön dass es einer mal ausspricht.
    Denn selbst wenn meine Followerzahl extrem hoch ist, wird sich auch der Streuwert erhöhen.

    Es gilt also nach wie vor Qualität statt Quantität :-)

  2. von Andreas Lenz 13.03.2009 (09:32Uhr) 2.

    @replies und ReTweets sind aus meiner Sicht auch viel interessanter als Follower. Spannend sind die ReTweet-Tools von Dan Zarrella wie den ReTweetability Index und den ReTweet Mapper oder auch TweetSuite (WordPress-Plugin für TweetBacks, auto-tweeting etc.).

  3. von le.x 13.03.2009 (10:10Uhr) 3.

    Die Meinung der Vorkommentatoren kann ich nur beipflichten und noch eins drauf geben; was nützt mir ein blindes Followen, wenn man sich mir dem Jenigen doch gar nicht auseinandersetzt. Meist wird doch nur nett ge-refollowed und dann... Stille.
    Replies und RT machen die Sache erst interessant, allerdings kommen die nur Zustande, wenn gefollowed wird - also ein kleiner Teufelskreis und der dreht sich bekanntlich...
    Dann gleich mal die Frage an das t3n-mag-team, wer oder wie screent ihr Eure über 1.100 follows? Auf wie viele RT's und @'s bringt Ihr es so täglich.

  4. von Timo Heuer 13.03.2009 (12:35Uhr) 4.

    @le.x: Bei uns haben vier Mitarbeiter ihr eigenes Twitter immer auf und drei auch den @yeebase_t3n-Screen (sei es über Tweetdeck oder Twhirl). Außerdem verfolgen wir so gut wie in Echtzeit

    DMs landen direkt bei mir und ich leite sie an den Support weiter oder beantworte sie selbst, soweit ich es kann. D.h. auf jede sinnvolle DM (sprich: nicht auf automatisierte "Danke fürs Folgen. Besucht mal bla") wird reagiert.

    Außerdem verfolgen wir, wenn jemand t3n oder yeebase twittert, damit wir auch da schnellstmöglich reagieren können und auch da Hilfe leisten können. U.a. machen wir das über eine Yahoo Pipes, wo auch unsere Blogbeiträge verfolgen. Hier habe ich dazu ein Tutorial geschrieben: http://t3n.yeebase.com/tutorial-medienbeobachtung-yahoo-pipes-237020/

  5. von le.x 13.03.2009 (13:13Uhr) 5.

    Danke für den Einblick, klingt in meinen Augen recht vernünftig und wenn es gelebt wird umso besser. Scheint mir eine gute Strategie im Zusammenhang zu Kundebindung, Screening und Crowdsourcing zu sein.
    Ergibt sich ein messbarer Benefit daraus, merkt man etwas an den Reaktionen der User bzw. an der Glaubwürdigkeit, seinem Standing in der Community?

  6. von Timo Heuer 13.03.2009 (13:46Uhr) 6.

    Schwierige Frage. Natürlich sind viele Kunden zufrieden, wenn man ihnen schnell antwortet. Vor allem auch, wenn sie auf nicht direkt an uns gerichtete Tweets, etwa "Meine t3n ist noch nicht angekommen. Komisch" eine Antwort bekommen. Aber messen kann man das nicht. Noch nicht.

    Siehe auch http://helmschrott.de/blog/t3n-printmagazin-fuer-opensource-typo3-web20-und-so

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