Microsofts Suchangebot Live Search, beim Marktanteil der Suchmaschinen weit hinter Google zurück, besitzt derzeit kaum Relevanz für die breite Masse. Die Integration der semantischen Suche durch die Technik von Powerset könnte allerdings Microsoft wieder einen Schritt näher an Google bringen.
Die Integration wurde bisher auf drei Elemente ausgerichtet. Beim ersten geht es um weiterführende Informationen direkt in den Suchergebnissen. Im Blog von Powerset ist ein Beispiel zu sehen: Eine Suche nach "Chrysler Building" zeigt nicht nur die Suchtreffer, sondern liefert auch gleich ein Foto, den Namen des Architekten, wann der Bau begann und wann das Gebäude fertig wurde. Die Ergebnisse dazu kommen, wie bei Powerset, aus der freien Datenbank Freebase. Zwar liefert Live Search noch nicht zu allen Themen solche Antworten, doch sollen die Themenbereiche langsam ausgedehnt werden.
Das zweite Element betrifft den Beschreibungstext der Suchergebnisse. Sie werden möglichst nicht einfach aus den gefundenen Seiten übernommen, sondern so angepasst, dass sie die Suchanfrage beantworten. Es wäre dann möglich, nicht nur Suchbegriffe einzugeben, sondern ganze Fragestellungen in natürlicher Sprache.
Das dritte Element sind verwandte Suchanfragen. Dem Nutzer werden passende und weiterführende Suchbegriffe und Suchphrasen in einer eigenen Spalte angeboten. Das basiert auf Powersets eigener "Factz Extraction Technology".
Noch sind solche Suchergebnisse nur für einige wenige Nutzer von Live Search zu sehen. Das Team will die Erkenntnisse aus diesem Praxistest auswerten, um dann die weitere Integration der Technologie zu planen.




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