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Microsoft-Praktikant entwickelt sehenswerten 3D-Desktop

Microsoft-Praktikant entwickelt sehenswerten 3D-Desktop

Wenn es nach Jinha Lee geht, dann greifen wir künftig sozusagen in unseren Computer, anstatt zur Maus. Sein SpaceTop zeigt, wie ein 3D-Desktop umgesetzt werden könnte. Entstanden ist das Projekt während eines Praktikums bei .

Microsoft-Praktikant entwickelt sehenswerten 3D-Desktop

Gestern Lochstreifen, morgen In-der-Luft-wedeln?

Die Frage, wie wir Computer künftig bedienen, wird dabei schon seit einiger Zeit gestellt. Blickt man auf die bisherige Geschichte, sieht man u.a. Lochstreifen, Kommandozeile, grafische Benutzeroberfläche, Multitouch – und dann? Gesten? Sprache? Oder gar eine Kombination aus allem? Der Südkoreaner Jinha Lee glaubt daran, dass 3D kombiniert mit direkter Interaktion die Antwort ist. Der Student des Massachusetts Institute of Technology (MIT) absolvierte ein Praktikum bei Microsft Applied Science, als er seine Idee des „SpaceTop“ entwickelte. Dessen Kernstück ist ein durchsichtiges Display. Auf der alljährlichen TED-Konferenz im kalifornischen Long Beach hatte der Südkoreaner Jinha Lee das System jetzt vorgestellt.

Wie man im folgenden Video sieht, ist das Display zwischen Tastatur und Nutzer platziert. Man greift somit unter den Bildschirm hindurch. Alles, was auf dem Bildschirm angezeigt wird, kann man anfassen, verschieben und manipulieren. Kameras erkennen dabei die Handbewegungen und auch die Blickrichtung des Nutzers. Bewegt man den Kopf, verändert sich die Darstellung entsprechend.

Vorläufer „Stereoscopic Workspace“

Vollkommen neu ist die Idee allerdings nicht. Schon in den 80ern hatte es am MIT die Idee eines „Stereoscopic Workspace“ gegeben, wie man dem kleinen Video auf dieser Seite entnehmen kann. Technisch stellte man sich die Umsetzung damals natürlich noch etwas anders vor. Aber tatsächlich ist es heute sicher deutlich realistischer, etwas in dieser Art auf den Markt zu bringen.

Stellt sich nur noch die nicht ganz so kleine Frage nach dem Sinn des Ganzen. Für einen Wow-Effekt ist ein 3D-Desktop auf jeden Fall gut – aber ist er auch praktisch? Viel hängt dabei davon ab, wie präzise er wirklich funktioniert. Das wird jeder nachvollziehen können, der schon einmal mit einer störrischen Computermaus oder einem nicht sonderlichen exakten Touchscreen zu tun hatte. Aber selbst wenn das System einwandfrei funktioniert, fehlt natürlich jedes haptische Feedback. Und wie präzise es sein kann, ist momentan nicht abzusehen.

Insofern: Ob wir künftig wirklich hinter einer Monitor-Glasscheibe in der Luft herumwedeln, ist alles andere als sicher. Schön anzuschauen ist es aber heute schon.

Weiterführender Link

This Amazing 3D-Desktop was Born at Microsoft – Wired

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4 Antworten
  1. von Adam am 27.02.2013 (10:01 Uhr)

    Heftig!
    Sehr beeindruckend, muss man schon sagen.
    Ist schon cool, was manche Menschen so auf die Beine stellen.

    Ich fände es aber cooler, wenn das wie in den Filmen "Minority Report" oder "Ironman" wäre :-P.

    Grüße.
    Adam

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  2. von Heiko Fuhrmann am 27.02.2013 (10:22 Uhr)

    Ist das da ne Apple Tastatur im Hintergrund? :-p

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  3. von Jürgen am 27.02.2013 (12:11 Uhr)

    Ja, wirklich beeidruckend und innovativ, aber zum 3D-Erlebnis für jedermann dauerts noch ein bisschen :)

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  4. von Josef am 28.02.2013 (22:09 Uhr)

    In meinen Augen wenig intuitiv und auf Dauer sehr sehr anstrengend - Armschmerzen vorprogrammiert... Ein Touchscreen besitzt die gleichen Funktionalität.

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