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Microsoft präsentiert Office 2013 – die Features im Überblick [Screenshots]

Microsofts CEO Steve Ballmer hat am gestrigen Montag erste Einblicke in die neueste Version der bekannten Bürosoftware Office gewährt. Office 2013 auch Office 15 genannt, bringt unter anderem eine tiefe Verknüpfung mit den Cloud-Diensten Microsofts mit sich. Die Vorab-Version des Office-Pakets steht ab sofort für alle Nutzer mit Windows 7 und Windows 8 Release Preview zum Download bereit.

Microsoft präsentiert Office 2013 – die Features im Überblick [Screenshots]

Office 2013 – für Tablets und Desktop gleichermaßen entwickelt

Office 2013 – neues Design, touchoptimiert, ab Herbst erhältlich (Bild: Microsoft

Microsoft hat mit Windows 8 ein Betriebssystem entwickelt, das sowohl für Desktoprechner, als auch für Tablets optimiert ist. Genau diese Bereiche muss auch Office 2013 abdecken, sodass das Office-Paket auch erstmals touchoptimiert ist. Zwar läuft Office 2013 auch auf der derzeit aktuellen Version Windows 7, doch um den vollen Funktionsumfang der Cloud-Dienste nutzen zu können, bedarf es Windows 8, das im Laufe des Oktobers in finaler Version freigegeben werden soll.  Das volle Office-Paket wird nach Angaben Microsofts auch für Tablets mit ARM-Prozessor zur Verfügung stehen. Diese Geräte laufen nicht auf der Desktop-Version von Windows 8, sondern einer etwas „abgespeckten“ Variante Namens Windows 8 RT. Diese Version läuft beispielsweise auch auf einem der kürzlich vorgestellten Windows Surface Tablets.

Alle Programme des Office-Pakets wurden vollkommen überarbeitet – von Word, Outlook, Publisher über Excel und PowerPoint bis hin zu OneNote und Access. Die Nutzeroberfläche von Office 15 erinnert stark an das Kachel-Layout der Metro UI von Windows 8 und Windows Phone, sodass allein schon optisch eine Brücke über die verschiedenen Systeme und Programme hinweg geschlagen werden kann. Das Kachel-Design ermöglicht laut eine intuitive Bedienung sowohl per Maus und Keyboard als auch via Finger und Stylus. Selbst das sogenannte Inking ist ein Teil des Systems – man gibt handschriftlich mittels eines kapazitiven Stifts einen Text ein, Office verwandelt diesen automatisch in Text – diese Funktion soll vorerst bei OneNote und Lync funktionieren. Der Stylus bietet eine weitere praktische Funktion, denn bei Präsentationen lässt sich dieser in PowerPoint als eine Art Laserpointer nutzen.

Office 2013 wandert in die Cloud – mit Abofunktion und Skype

Office 2013 wird stärker mit Microsofts Cloud-Services vernetzt, um die Arbeit an verschiedenen Rechnern und Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Dafür synchronisiert SkyDrive alle Office-Dokumente standardmäßig im Hintergrund – so sind alle Dokumente überall verfügbar, egal ob man am Desktoprechner, Notebook, Tablet oder Smartphone arbeitet. Darüber hinaus können die Dokumente auch offline verfügbar gemacht werden – sobald eine Internetverbindung hergestellt wird werden die Daten mit der Cloud synchronisiert.

Eine praktische Eigenschaft der Cloud ist das „Roaming“. Alle persönlichen Einstellungen inklusive oft genutzter Dokumente, Templates und sein angepasstes Wörterbuch landen nach der Anmeldung in Office dort wo man gerade arbeitet.  Die Software kann den Nutzer zudem mit einem Klick an die Textstelle bringen, an der man zuletzt gearbeitet hat.

Office 2013-Übersicht: Microsofts „modern Office“

Gegen eine bestimmte Gebühr bietet Microsoft außerdem eine ausgewachsenes Office-Software in der Cloud an. Es sollen verschiedene Pakete geschnürt werden: die günstigste Version nennt sich „Office 365 Home Premium”, weitere sind „Home Premium“, „Small Business Premium“, „Pro Plus“ und Enterprise. Office 365-Kunden erhalten Zugang zu künftigen Upgrades sowie Nutzungsrechte für bis zu fünf PCs, Macs oder mobile Geräte. Darüber hinaus wird Office 365-Abonnenten ein monatliches Freikontingent von 60 Minuten VoIP-Telefonie gutgeschrieben. Preise hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben. Als weiteres Feature von Office 2013 wird die Integration von Skype genannt.

Office 2013 wird sozialer mit Yammer und weiteren Diensten

Microsoft hat jüngst Yammer gekauft, dieses soziale  Businessnetzwerk wird nun ein integraler Bestandteil es Office-Pakets. Yammer bietet die Integration von SharePoints und Microsoft Dynamics. Als weiterer Part der sozialen Office-Struktur kommen wie erwähnt SharePoint und People Cards zum Einsatz. Mit diesen Elementen lassen sich Nutzer und Teams folgen, Dokumente teilen und Videos, Fotos etc. in einen sogenannten „Activity Feed“ einbetten. People Cards können quasi als Visitenkarten der Kontakte betrachtet werden, in denen sogar die Timelines von Facebook und LinkedIn eingebettet werden können, die Office-weit abrufbar sind. Last but not least sollte hier nochmals Skype erwähnt werden, das nun ein Teil von Office ist.

Laut Microsoft wird es vier Pakete geben: Office 2013 Home Premium, Office 2013 Small Business Premium, Office 2013 ProPlus und Office 2013 Enterprise, die sich vom Umfang der Programme unterscheiden. Konkrete Preise hat Microsoft noch nicht erwähnt, diese werden vermutlich erst bei Verfügbarkeit genannt. Wer die Office 2013 Customer Preview Version testen möchte, kann sie sich hier downloaden. Eine Version mit deutschem Sprachpaket steht jedoch noch nicht bereit.

Hands-On mit Office 2013:

Weiterführende Links:

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Eine Antwort
  1. von marlan am 18.07.2012 (21:33Uhr)

    "in denen sogar die Timelines von Facebook und LinkedIn eingebettet werden können"
    erinnert mit irgendwie an:
    facebook-nutzen-ohne-chef-merkt

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