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DNA statt SSD: Microsoft speichert OK-GO-Song auf winzigem DNA-Strang

(Bild: Shutterstock)

Microsoft plant für die Zukunft – und will dafür seine Daten nicht auf herkömmlichen Datenträgern in Sicherheit wiegen. Stattdessen testen die Redmonder die Datenspeicherung auf synthetischer DNA.

Microsofts DNA-Datenspeicher „Project Palix“: Kompakter und langlebiger als aktuelle Speichermethoden

Update vom 11. Juli 2016: Microsoft hat im Zusammenarbeit mit der University of Washington den bisher größten DNA-Datenspeicher vorgestellt. Auf dem 202 Megabyte fassenden DNA-Strang wurde der OK Go-Song „This Too Shall Pass“ gespeichert – das Lied ist so theoretisch für die Ewigkeit gesichert. Bislang konnten nur weit kleinere Datenmenden auf einem DNA-Strang gespeichert werden.

Damit der Song wieder abgespielt werden kann, müssen die Daten den gleichen DNA-Senquenzierungsprozess wie bei der Speicherung durchlaufen und in Binärcode umgewandelt werden. Praxistauglich ist das Ganze daher selbstredend noch nicht. Darüber hinaus sind die Forscher noch weit von den geplanten 700 Terabyte entfernt, die auf ein Gramm DNA Platz finden sollen.

Science Fiction, die gar nicht mehr so fern ist: Synthetische DNA als Datenspeicher (Bild: Shutterstock)
Science Fiction, die gar nicht mehr so fern ist: Synthetische DNA als Datenspeicher (Bild: Shutterstock)

Originalartikel vom 29. April 2016: Mithilfe der Speichertechnologie können Daten für die Ewigkeit gespeichert werden – und nicht nur das: Stolze 700 Terabyte Daten passen auf ein Gramm DNA. Emily Leproust, Twist-Bioscience-CEO, erklärt im Gespräch mit TechCrunch, dass auf diesem Weg das gesamte Wissen der Menschheit in einem Kofferraum Platz finden könne.

Um diese viel versprechende Speichertechnologie zu testen, hat Microsoft zehn Millionen Oligonukleotide gekauft, um darauf digitale Daten zu speichern. Um das zu bewerkstelligen, werden Datenpakete in DNA-Basen umgewandelt – also in Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T)). Der Prozess kann selbstredend auch umgekehrt werden, sodass die sequenzierten Daten auch zu 100 Prozent wiederhergestellt werden können, so Microsofts Doug Carmean, der für das DNA-Storage-Projekt verantwortlich ist.

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Synthetische DNA als Datenspeicher: Noch weit von einem kommerziellen Produkt entfernt

Die Forschung in diesem Bereich befindet sich noch in den Kinderschuhen und man sei noch Jahre von einem kommerziellen Produkt entfernt, so Carmean. Allerdings zeigen die ersten Tests mit der synthetischen DNA von Twist Bioscience, dass es künftig möglich ist, sowohl die Dichte und gleichzeitig die Haltbarkeit von Datenspeichern zu erhöhen.

Dass das ganze Unterfangen noch meilenweit von einem marktreifen Produkt entfernt ist, zeigt sich auch anhand der Vorgehensweise beim Speichern der Daten – und der bisher erfolgreich gespeicherten Daten. Denn Microsoft liefert die DNA-Sequenz, also die umgewandelten Daten, an Twist Bioscience, die daraus die DNA erzeugen. Außerdem haben Microsoft und Twist es gerade mal vollbracht, wenige hundert Kilobyte auf DNA zu speichern – der Ausleseprozess nimmt darüber hinaus noch mehrere Stunden in Anspruch. Dennoch: In der Zukunft könnten wir unsere Daten womöglich auf DNA und nicht mehr auf SSD speichern.

via www.theverge.com

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