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Kolumne

Wieder zu spät? Microsofts riskantes Spiel mit der Virtual Reality

    Wieder zu spät? Microsofts riskantes Spiel mit der Virtual Reality

Virtual Reality auf der Xbox? Erst nächstes Jahr (Foto: Microsoft)

Auf der gerade in Los Angeles stattfindenden weltgrößten Spielemesse E3 hat Microsoft für kommendes Jahr eine neue Xbox angekündigt, die auch Virtual Reality unterstützen wird. Das könnte vielleicht zu spät sein. Die Virtual-Reality-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo.

Virtual Reality und Xbox: Warten ist angesagt

Virtual Reality ist auf dem Vormarsch – vor allem in der Gaming-Branche wirft die immersive Technologie ihre Schatten voraus. Jetzt springt auch Microsoft auf den Zug auf und hat mit „Project Scorpio“ eine neue, leistungsstärkere Xbox angekündigt, die Ende kommenden Jahres erscheinen und nicht nur 4k-Gaming, sondern auch Virtual Reality unterstützen soll.

Auf der einen Seite schleicht sich Microsoft auf diesem Weg geschickt in den Virtual-Reality-Markt, ohne selbst ein eigenes Headset entwickeln zu müssen. Nachdem Kinect-Desaster vermutlich eine ganz bewusste Entscheidung des Redmonder Konzerns: Nicht gleich dem VR-Hype folgen, stattdessen erstmal abwarten und schauen, wie sich der Markt entwickelt.

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Virtual Reality: Das Ökosystem nicht vergessen

Auf der anderen Seite bedeutet diese Strategie, dass das Unternehmen ein ganzes Jahr nach Sony und der Playstation ins Geschäft mit Virtual Reality einsteigt – Zeit, die sich rächen kann. Während die Japaner zum Startschuss von Playstation VR im Oktober diesen Jahres mit großen Franchises wie Batman, Final Fantasy und etwas später Resident Evil in den VR-Markt drängen, lässt Microsoft auf sich warten.

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Mit Batman: Arkham VR wirft Sony ein großes Franchise zum Startschuss der eigenen Virtual-Reality-Plattform „Playstation VR“ in den Ring. (Foto: Sony)

Aber nicht nur, dass Microsoft in Sachen Virtual Reality mit Verspätung agiert – der Konzern gibt in gewisser Weise auch die Kontrolle über das Ökosystem auf. Denn vermutlich wird die neue Xbox im kommenden Jahr als Virtual-Reality-Headset die Oculus Rift unterstützen, die ihr eigenes Ökosystem mitbringt. Unwahrscheinlich, dass Oculus und Facebook ihren Plattform-Vorteil gegenüber Microsoft aufgeben. Und wer die Kontrolle über die Plattform hat, verdient am Ende das Geld.

Microsofts Ass im Ärmel: „Play Anywhere“

Allerdings hat Microsoft noch ein Ass im Ärmel – auf der gestrigen Pressekonferenz stellte der Xbox-Chef Phil Spencer „Play Anywhere“ vor: Bestimmte Games, die für die Xbox One gekauft werden, lassen sich ohne zusätzliche Kosten auch auf Windows-10-PCs spielen. Das gleiche gilt für Windows-10-Spiele – übrigens ein uralter Traum von Bill Gates, der schon vor Jahren von diesem Cross-Plattform-Weg sprach. Eine geschickte Verknüpfung mit dem Oculus-Rift-Ökosystem auf Windows 10 und Xbox wäre langfristig ein enormer Vorteil.

Aber das ist Zukunftsmusik. Aktuell muss Microsoft aufpassen, mal wieder nicht zu spät zu kommen. Das ist dem Unternehmen in diesem Jahrtausend schon einmal passiert.

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