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Microsoft: Windows 10 wird Open Source

    Microsoft: Windows 10 wird Open Source

Microsoft-Chef Satya Nadella. (Foto: Microsoft)

In einem internen Memo hat Microsoft-Chef Satya Nadella die Bombe gezündet: Windows 10 wird Open Source und unter die freie GPL-Lizenz gestellt, unter der auch Linux verfügbar ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 1. April 2017 veröffentlicht.

Microsoft-Chef Satya Nadella hat den Konzern in vielerlei Hinsicht radikal verändert – doch was er am Freitag (Ortszeit) in einer Rundmail an Mitarbeiter ankündigte, geht weit über alles hinaus, was bis vor kurzem noch vorstellbar gewesen ist: Microsoft, der Quasi-Monopolist auf dem PC-Markt, will Windows 10 komplett unter die Open-Source-Lizenz GNU General Public License in Version 2 stellen – dieselbe Lizenz, unter der auch der Code des Linux-Kernels steht.

„Der Verkauf des Betriebssystems ist nicht mehr unser Geschäftsmodell“

„Microsoft liebt Open Source, Microsoft liebt Linux – es ist Zeit, unsere Worte mit der letzten konsequenten Tat zu unterstreichen“, schreibt Nadella in der Rund-Mail an Mitarbeiter. „In der Geschichte von Microsoft gab es viele Revolutionen – diese hier ist die vielleicht größte.“ Bis Ende des Jahres soll Windows 10 komplett auf Github als Open-Source-Software verfügbar sein, schreibt der Microsoft-Chef.

Bild: Microsoft.

In der E-Mail, die t3n.de zugespielt wurde, geht Nadella weiter auf die zahlreichen Anknüpfungspunkte zwischen Microsoft und der Open-Source-Community ein: So wurde unter anderem die aus der Linux-Welt bekannte Open-Source-Kommandozeile Bash in Windows 10 integriert, Microsofts Entwicklungsumgebung .Net komplett unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben und Microsoft-Software wie der SQL-Server für Linux freigegeben. Microsofts eigene Kommandozeile, die Powershell, war bereits zuvor eine Open-Source-Komponente innerhalb von Windows und ist auch für Linux verfügbar.

„Der Verkauf des Betriebssystems ist nicht mehr unser Geschäftsmodell“, schreibt Nadella. „Das Betriebssystem ist die Plattform für unsere Cloud-Dienste. Windows 10 wir das einzige Open-Source-Betriebssystem, das reibunglos über die gesamte Breite der Geräteklassen funktioniert – vom Smartphone bis zum Server. Microsofts Erfolg war immer auch Offenheit gegenüber Partnern und Kunden – die Open-Source-Strategie ist der letzte konsequente Schritt dahin.“

Windows 10 wird kostenlos, Unternehmenskunden können Support-Lizenz erwerben

Künftig soll Windows 10 damit kostenlos sein. Unternehmen haben die Möglichkeit, einen Support-Vertrag mit Microsoft abzuschließen. „Unsere Unternehmenskunden gewinnen mit der neuen Lizenz die Flexibilität, selbst Anpassungen vorzunehmen, wenn sie wollen und erhalten wertvolle Einblicke in den Code – das ist auch aus dem Aspekt der IT-Sicherheit wertvoll“, schreibt Nadella. „Gleichzeitig bieten wir ihnen den gewohnt exzellenten Support von Microsoft.“

Microsoft habe in den vergangenen Monaten im Zuge des Creators Update alle Teile von Windows ersetzt, die noch Code-Bestandteile von Fremdunternehmen enthielten, die nicht unter der GPL-Lizenz hätten freigegeben werden können. Besonders überraschend ist, dass sich Microsoft mit der GPL bei Windows für eine sogenannte „Copyleft“-Lizenz entschieden hat und nicht wie beispielsweise bei .Net für die MIT-Lizenz.

Copyleft-Lizenzen wie die GPL verlangen, dass abgeleitete Werke wieder unter eine freie Lizenz wie die GPL gestellt werden müssen. Nadella-Vorgänger Steve Ballmer hatte Linux daher einst als „ein Krebsgeschwür“ bezeichnet, „das in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt.“

Gut ankommen dürfte die Initiative bei der Europäischen Union: Eine aktuelle Studie der EU empfiehlt quelloffene Software für die öffentliche Verwaltung und für Unternehmen. Dabei hat die EU einen ähnlichen Gesinnungswandel durchgemacht wie Microsoft: Vor wenigen Jahren erkannten dieselben Autoren in Open-Source-Lösungen noch eine Gefahr für den europäischen Softwaremarkt.

Microsofts ungewöhnlicher Schritt könnte aber auch jahreszeitlich bedingt sein: Es ist Anfang April, da liest man so einige verrückte Nachrichten.

Ebenfalls interessant: Microsoft-Deutschland-Chefin Bendiek – „Im Grunde meines Herzens bin ich Nerd“

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17 Reaktionen
Betontod
Betontod

Niemals bitte Open Source darum und genau deshalb bin ich Microsoft Produkt Benutzer !
Ich Zahle lieber für guten Support und guter Software anstatt mich Wochenlang auf irgendwelchen Open Source Knowledge Bases ( http://www.linux-tutorial.info/ ) meine Zeit zu vergeuden ,lass es ein Scherz sein !

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Michael Pohl
Michael Pohl

April, April :)

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Alex
Alex

zu schön um wahr zu sein

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Bernhard
Bernhard

Ein gelungener Aprilscherz. Gelungen deshalb, weil man sich das durchaus vorstellen könnte. Die Argumentation erschien nicht unschlüssig.

Und wünschenswert wãre es auch. Auch für Mac os

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lalala lolo
lalala lolo

man beachte das Datum

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Rene
Rene

Ich fand den echt gut.

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Stephan
Stephan

hätte doch sein können

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DeDani
DeDani

Ja das wäre echt toll!

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Günther
Günther

Ich fände es nicht Mal total abwegig, es ging durch die Linux-Integration und andere Dinge ja schon in eine Richtung wo man sagen könnte, dass das die Vorläufer einer solchen Aktion waren. Trotzdem glaube ich aufgrund des Datums in diesem Fall nicht, dass das stimmt. Aber hoffen darf man ja! :-)

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maroc84
maroc84

Zu offensichtlich...

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Werner
Werner

Na, sehr originell ist das nicht...

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Thunder-man
Thunder-man

Doch finde ich sehr originell!

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Daniel
Daniel

Toller Aprilscherz?!!?

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Simon

Ich sehe, wie die meisten habt auch ihr heute morgen mit Peter Lustig geduscht...

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Werner
Werner

Der gute ist schon nicht mehr unter den Lebenden..

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Simon

Sorry, das war mir entgangen...

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