Microsofts Azure Cloud Computing für die Masse?

Falk Hedemann, 18.11.2009 - 13:03 | Keine Kommentare |
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Microsoft will seine Cloud Computing Plattform Windows Azure ab dem 1. Januar 2010 für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, wie das Unternehmen anlässlich der Microsoft Professional Developers Conference 2009 mitteilte. Was sich zunächst nach einer ganz normalen Ankündigung anhört, könnte sich später einmal als markanter Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte von Microsoft herausstellen: Statt auf Desktop-Anwendungen setzt der Softwaregigant künftig auf webbasierte Anwendungen und Dienste.

Windows Azure spiele beim Strategiewechsel von Microsoft die Hauptrolle, erklärt Ray Ozzie, Chief Software Architect von Microsoft, in seiner Eröffnungs-Keynote. „Die Verbraucher wollen Auswahl und Flexibilität bei der Nutzung und Entwicklung ihrer Anwendungen“, so Ozzie weiter und bezeichnet Azure als Cloud-Schnittstelle für PCs, Handys und Unterhaltungsgeräte.

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Die dafür notwendige Plattform solle für Unternehmen, Entwickler und Verbraucher gleichermaßen nützlich sein, daher stellt Microsoft auch gleich entsprechende Entwickler-Werkzeuge zur Verfügung, mit denen die Programmierung von Anwendungen für alle drei Gerätetypen erleichtert werden soll. Beispielsweise will Microsoft eine Kombination von verschiedenen Technologien wie Java, PHP, Eclipse, Apache und MySQL ermöglichen und dafür eigene Developer-Kits bereitstellen.

Eine Schlüsselrolle fällt zudem der Windows Server AppFabric zu. Dahinter verbirgt sich ein Set von integrierten App-Services, mit denen Entwickler ihre Server- oder Cloud-Anwendungen einfach installieren und verwalten können. Microsoft gibt hier einige Beispiele zur Verdeutlichung.

Cloud Computing wird massentauglich

Bislang steht das Thema Cloud Computing meist nur auf der Agenda von größeren Unternehmen, die sich durch eine Verlagerung in die Cloud vor allem Einsparungen im Bereich der IT-Infrastruktur versprechen. Mit Windows Azure könnte das Cloud Computing aber auch für den Massenmarkt, sprich für den normalen Anwender, interessant werden: Ein WordPress-Blog könnte beispielsweise mit wenigen Klicks in der Cloud installiert sein. Und der geplante Marktplatz für Azure-basierte Anwendungen ist vor allem für viele Entwickler ein interessantes Angebot.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto von MIX2010 auf Flickr. Lizenz: CC BY.

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