Die Webspatzen pfiffen es schon länger von den virtuellen Dächern, jetzt ist es offiziell: Skype wird wieder eigenständig. 1,9 Mrd. Dollar legt eine Investorengruppe auf den Tisch und erhält dafür 65 Prozent der Anteile. Die restlichen 35 Prozent verbleiben bei eBay. Die Investoren werden angeführt von Silver Lake, dazu gehören außerdem Index Ventures, Andreessen Horowitz und Canada Pension Plan Investment Board.
Von einem neuen Kapitel spricht Skype-President Josh Silverman logischerweise und kann es offenbar kaum erwarten, sich von eBay zu lösen, von denen sie 2005 für insgesamt 3,1 Mrd. Dollar gekauft worden waren. „Wir werden wieder eine vollkommen unabhängige Firma sein, aber mit neuen Besitzern die begeistert an unsere Ziele glauben und an die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter sie zu erreichen“, schreibt Silverman. Da scheint aber jemand heilfroh zu sein, den Auktionsgiganten hinter sich zu lassen...
Damit ist Skype in guter Gesellschaft: Im April war bereits StumbleUpon wieder eigenständig geworden, nachdem die Gründer ihr Unternehmen zurückgekauft hatten. Zu dem Zeitpunkt galt Skype bereits als nächster Absprungkandidat, allerdings schien eine Käufersuche mitten in der Rezession aussichtslos. Bald darauf hieß es, Skype solle 2010 an die Börse. Experten taxierten den Wert des Unternehmens irgendwo zwischen 1,6 und 3,1 Mrd. Dollar. Der jetzige Verkauf der Anteile beziffert den Wert auf 2,75 Mrd. Dollar. Immerhin hat Skype im vorherigen Jahr mit seinen kostenpflichtigen Angeboten einen Umsatz von 551 Millionen Dollar gemacht.
















