Mini-Drohne mit nur einem Flügel macht Panorama-Aufnahmen

Mini-Drohne mit nur einem Flügel macht Panorama-Aufnahmen
Drohnen sind dieser Tage nicht mehr aus Militär und Medien wegzudenken. Besonders die US-Armee setzt auf die unbemannten Flugobjekte und setzt sie regelmäßig in menschenrechtlich fragwürdigen wie militärisch wirksamen Missionen ein. Welches Potential in der Drohnentechnologie steckt, zeigt ein Projekt des Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin namens Samarai. Das mit nur einem Flügel ausgestattete Flugobjekt rotiert wie ein Ahornsamen und macht dabei Panorama-Aufnahmen.

Drohne per Tablet gesteuert - bald in Hosentaschenformat

Drohnen zur Fernüberwachung, nur 17 Zentimeter groß, wahlweise mit Batterieleistung oder Kohlenstoffverbrennung betrieben und mit Kamera ausgestattet sind nicht mehr Traum von Militärstrategen, sondern Wirklichkeit. Lockheed Martins Samarai erfüllt genau diese Maßgaben. Das Flugvehikel ist zudem verhältnismäßig günstig in der Produktion, lässt sich aus der Hand starten und kann mittels Tablet gesteuert werden. Darüber hinaus wird das im Flug eingesammelte Bildmaterial direkt auf das Tablet übertragen, kann also live mitverfolgt werden. Die 17 Zentimeter große Variante ist bereits Teil eines längerjährigen Verbesserungsprozesses. Vorausgegangen ist ein identisches Modell, allerdings in 30 Zentimetern Größe, Ziel ist es, den Samarai auf das Format eines Ahornblatts zu transformieren.

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Per Tablet gesteuert fliegt die Samarai getaufte Drohne und macht dabei Panoramaaufnahmen von der Umwelt.

Das Samarai getaufte Flugobjekt besteht im Wesentlichen aus einem linsenförmigen Körper mit aufgesetzter Kamera. An den Körper befestigt ist ein großer Flügel, der sich etwa auf der Hälfte abklappen und somit steuern lässt. Am äußeren Ende des Flügels ist ein Propeller aufgesetzt, der das gesamte Flugobjekt in Rotation versetzt. Die konstante Drehung ermöglicht, dass die Kamera, die selbst nicht beweglich ist, 360-Grad umfassendes Bildmaterial sammelt. Mehrere Algorithmen zur automatischen Bildverarbeitung sorgen dafür, dass die in der Rotation gemachten Aufnahmen in eine Frame-by-Frame-Ansicht umgerechnet werden, so dass man das Geschehen mit dem Auge verfolgen kann.

Drohnen als Einmal-Überwachungsflugobjekte

Prototypen wie das Samarai lassen sofort erahnen, wo die Entwicklung im Bereich der Drohnenforschung hingehen kann. Bill Borgia, Kopf von Lockheed Martins Intelligent Robotics Lab formuliert es gegenüber talkingpointsmemo so: „Man stelle sich nur Tausend dieser Objekte, losgelassen aus einem Flugzeug, vor. Man stelle sich das weite Areal vor, von dem Bildmaterial eingesammelt werden könnte. Anstatt ein oder zwei teure und leicht verwundbare Flugzeuge auszusenden, könnte man tausende dieser günstigen Flugobjekte losschicken – sie sind nahezu Verbrauchsmaterial.“ Von welcher Reichweite man beim Samarai ausgehen kann, darüber hüllt sich Lockheed Martin derweil in Stillschweigen.

Entwickelt wurde Samarai übrigens für den Einsatz, das heißt die Überwachung, in städtischem Terrain oder sogar in Gebäuden. Gar nicht auszudenken, was uns bevorsteht, wenn Drohnen wie der Samarai erstmal die Größe eines Ahornblatts erreicht haben und zu Tausenden durch die Städte, Büros und Gärten fliegen und uns beobachten.

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10 Antworten
  1. von Bnjmn Brnds via facebook 05.07.2012 (13:21Uhr) 1.

    Macht ein wenig Angst... :/

  2. von Ron ThePanda Hoffmann via facebook 05.07.2012 (13:24Uhr) 2.

    Dann hol ich meine Flinte raus und fange an in den Himmel zu ballern.

  3. von Torben Schindler via facebook 05.07.2012 (13:29Uhr) 3.

    Das Ding dann bitte mit ner iOS-App :)

  4. von Bnjmn Brnds via facebook 05.07.2012 (13:32Uhr) 4.

    Droneshoot. Gute Idee.

  5. von Alexander Siliamov via facebook 05.07.2012 (13:34Uhr) 5.

    Orwell lässt grüßen

  6. von Oliver Bernasconi via facebook 05.07.2012 (14:00Uhr) 6.

    Sollte das Ding flächendeckend eingesetzt werden, wird Milchglasfolie enorm populär werden.. erinnert mich beängstigend an Equlibrium, Fahrenheit 541 oder 1984

  7. von Mario 05.07.2012 (15:19Uhr) 7.

    Manche können scheinbar nicht zwischen einem Werbevideo und dem was wirklich machbar ist unterscheiden.

    Fazit: Völliger Quatsch!

  8. von Daniel 05.07.2012 (16:26Uhr) 8.

    Ich finde das auch eher beängstigend als faszinierend....

  9. von Stephan Jäckel via facebook 05.07.2012 (21:19Uhr) 9.

    Na ja, dann braucht sich der perverse Stalker ja gar nicht mehr selber seinem Opfer zu nähern.... richtig geiler Fortschritt in Richtung Hölle..... zu dumm, dass der Gesetzgeber den immer abartigeren "Geschäftsmodellen" der IT Branche permanent hinterher hinkt..... und wehren indem ich die Teile abschieße darf ich mich bestimmt genauso wenig, wie ich einen Einbrecher in meiner Wohnung verletzen oder pysisch / psychisch bedrohen darf...... weil, es ist ja strafbar!

  10. von Christian 06.07.2012 (08:38Uhr) 10.

    Also Paranoia bekomme ich wegen so einem Spielzeug nicht. Es gibt ja schon ähnliches (Parrot Drone) in jedem Elektromarkt zu kaufen. Live gesehen habe ich aber sowas bisher noch nie.

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