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Nur 13 Prozent der weltweit Beschäftigten sind sehr motiviert – das können Arbeitgeber tun

Nur 13 Prozent der weltweit Beschäftigten sind sehr motiviert – das können Arbeitgeber tun

Mitarbeiter zu motivieren, ist ein ständiger Prozess. Wie stark das Engagement durch die Wahl des Arbeitsplatzes beeinflusst wird, zeigt diese .

Globale Studie zeigt, wie katastrophal es tatsächlich um die Mitarbeitermotivation steht

Steelcase-Studie zeigt, dass nur 13 Prozent der Mitarbeiter sehr motiviert sind. (Screenshot: Steelcase)
Steelcase-Studie zeigt, dass nur 13 Prozent der Mitarbeiter sehr motiviert sind. (Screenshot: Steelcase)

Ihr seid hochmotiviert bei der Arbeit? Dann gehört ihr zu einer relativ kleinen Gruppe an Arbeitnehmern. Eine global angelegte Studie von Steelcase hat nämlich herausgefunden, dass es so wie euch, nur rund 13 Prozent der weltweit Befragten geht. Noch alarmierender ist allerdings, dass mehr als ein Drittel der Beschäftigten angeblich gar nicht engagiert ist. Und dass ein weiteres Drittel im Mittelfeld zwar nicht gegen den Arbeitgeber agiert, zugleich aber auch nicht allzu stark dazu beiträgt, die Geschäftsergebnisse voranzutreiben.

Den Erkenntnissen zugrunde liegen die Daten von insgesamt 12.480 Studienteilnehmern, die aus 17 Industrienationen stammen. Darunter befinden sich Deutschland, die USA, Kanada, China, Russland sowie Südafrika und Saudi-Arabien. Ziel der Studie ist allerdings nicht nur, den Status Quo der Mitarbeitermotivation zu ermitteln, sondern vor allem den Zusammenhang zwischen dem Engagement der Team-Mitglieder und ihrer persönlichen Wahrnehmung des Arbeitsplatzes zu erforschen.

Mitarbeiter motivieren: Wie das Engagement durch die Wahl des Arbeitsplatzes beeinflusst wird

Mitarbeiter motivieren: Manch ein Team-Mitglied bevorzugt Einzelbüros, ein anderes Open-Spaces. Wiederrum andere Mitarbeiter sind produktiver bei der Heimarbeit. (Foto: Shutterstock-Monkey Business Images)
Mitarbeiter motivieren: Manch einer bevorzugt Einzelbüros, ein ander Open-Spaces. Wiederrum andere sind produktiver bei der Heimarbeit. (Foto: Shutterstock)

Eine Erkenntnis der Erhebung lautet insofern, dass die Arbeitsorte nicht nur die Produktivität, sondern auch die Verhaltensweisen und Ansichten der Menschen stark beeinflussen. „Je mehr Auswahl- und Entscheidungsmöglichkeiten den Mitarbeitern zur Verfügung stehen, wo und wie sie arbeiten, desto engagierter sind sie am Arbeitsplatz“, heißt es in der Studie.

„Je mehr Auswahl den Mitarbeitern zur Verfügung steht, desto engagierter sind sie am Arbeitsplatz.“

Das bestätigen auch 88 Prozent der Befragten. Manch ein Team-Mitglied bevorzugt Einzelbüros, ein anderes Open-Spaces. Wiederrum andere Mitarbeiter sind produktiver bei der Heimarbeit. Allein den Angestellten die verschiedenen Möglichkeiten anzubieten, damit sie je nach Empfinden darauf zurückgreifen können, kann entscheidend sein.

Gepaart mit den negativen Resultaten zur Mitarbeitermotivation, müssen sich Manager insofern bewusster darüber werden, „dass die Auswahl des Arbeitsplatz ein wesentlicher Teil der ganzheitlichen Strategie zur Steigerung des Engagements ist“, so Steelcase. Und: Das Mitarbeiterengagement beflügelt Unternehmen nicht nur in Zeiten des Aufschwungs, sondern insbesondere auch dann, wenn die Marktbedingungen unsicher und wechselhaft sind. Das Thema ist also ernst zu nehmen.

In dem Rahmen auch lesenswert: „Der günstigste Weg, die Produktivität zu steigern? Macht eure Mitarbeiter glücklich!“

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2 Antworten
  1. von Zufriedenheits-Optimierung am 02.03.2016 (12:29 Uhr)

    Weltweit ist zwar interessant, aber Zerlegung in mehr/weniger Unzufriedenheit wären dann natürlich die nächste Frage.

    Interessanter wäre jetzt auch welche Firmen besser und schlechter sind. Es gibt Denk-Jobs, Verwaltungs-Jobs und harte Arbeits-Jobs oder z.b. LKW/Schulbus-Fahrer wo man ständig konzentriert sein muss aber auch vieles recht monoton ist. Auch Container-Picker-Lastkrahn-Bedienung ist monoton, anstrengend und erfordert viel Konzentration. Nähen an der Nähmaschine vielleicht auch...

    Google löst sowas vielleicht mit den (oft leider wenig erfolgreichen ausser vielleicht CardBoard) Eigen-Projekten wo man selber kreativ sein kann während man sonst halt Vorgabe-TopDown-Aufgaben erfüllen muss. Das Konzept klappt also vielleicht.

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  2. von Anne am 03.03.2016 (11:19 Uhr)

    Danke. Endlich mal jemand, der versteht, warum man als Arbeitnehmer individuelle Wünsche am Arbeiten hat. Genauso sieht es, wie ich finde, in der Teambesetzung aus. Manche fühlen sich, als seien sie der Chef und müssten sich in alles und jeden reinhängen und bestimmen. Dass bei solchen Sachen mal gewürdigt wird, wie andere dagegen ankämpfen, sollte im Vordergrund einer Aufgabe des Chefs stehen. Ansonsten sind die Mitarbeiter ganz schnell an einer anderen Arbeitsstelle interessiert.

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