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E-Commerce

Mobile Payment: 5 Apps, die der Kreditkarte Konkurrenz machen wollen

    Mobile Payment: 5 Apps, die der Kreditkarte Konkurrenz machen wollen

Mobile Payment. (Foto: © ldprod – Fotolia.com)

Für den Anwender ist mobiles Bezahlen mit dem Smartphone im Einzelhandel noch kein großes Thema. Anbieter mobiler Bezahllösungen versuchen den Markt aber immer weiter abzustecken. Eine Übersicht der aktuellen Entwicklungen im Mobile-Payment-Markt.

mobile payment
Mobile Payment – ein wachsender Markt. (Foto: © Tyler Olson – Fotolia.com)

Die Situation der Kunden beim Bezahlen mit dem Smartphone im lokalen Einzelhandel ist seit langem unverändert: Der Nutzen ist nicht klar und Anwender sind noch zurückhaltend. Aus Sicht der Anbieter sieht das anders aus, hier gibt man sich redlich Mühe, neue Akzeptanzstellen zu schaffen oder durch technologische Innovationen die Bezahlprozesse zu optimieren. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen – und so scheint es auch bei den mobilen Bezahlmethoden im Einzelhandel zu sein.

Während im letzten Jahr Mobile Payment und NFC als Technologie in einem Atemzug genannt wurden, hört man davon in den letzten Monaten immer weniger. NFC als Technologie ist zwar ein De-Facto-Standard, der auch von den Kreditkartenherausgebern unterstützt wird – beim mobilen Bezahlen mit dem Smartphone aber spielt er keine große Rolle. Die großen Mobilfunkbetreiber, die ausschließlich auf NFC als Technologie setzen, sind aus einer Pilotphase noch nicht herausgekommen und mancher munkelt gar vom Ende von NFC beim Mobile Payment. Stattdessen setzt man in der Branche im Moment auf Bezahl-Apps, wie sie zum Beispiel von Valuephone für Netto oder von Yapital für Rewe angeboten werden. Wir haben uns auf dem Markt solcher Apps umgesehen. Ein Überblick.

Netto Bezahl-App von Valuephone

Valuephone ist der Pionier unter den Anbietern für Bezahl-Apps. Man setzt auf White-Label Lösungen, die in das jeweilige Look & Feel der Händler gebracht werden. Ein prominentes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Netto-Gruppe und Edeka. Technologisch nutzt man ein TAN-Verfahren: Am Smartphone wird eine Transaktionsnummer (TAN) erzeugt, die dann an der Kasse eingeben wird, um die Zahlung zu legitimieren. Künftig will man das Bezahlen auch über Bluetooth-Low-Energy (BLE) anbieten, aber auch NFC wird nicht ausgeschlossen.

Netto App - Angebote & Coupons
Entwickler: valuephone
Preis: Kostenlos

Mobile Payment: Omni-Channel-Lösung Yapital

Der zweite im Bunde ist die Otto-Tochter Yapital. Das Unternehmen setzt auf ein QR-Code-Verfahren, bei dem der Kunde an der Kasse einen QR-Code mit der Yapital-App scannen muss, um den Bezahlvorgang auszulösen. Darüber hinaus bietet Yapital eine Omnichannel-Lösung, die auch Zahlungen von Rechnungen oder Online-Bestellungen ermöglicht – jeweils auf Basis des QR-Codes. Zusätzlich stattet Yapital die Nutzer mit einer NFC-fähigen Kreditkarte aus, die auch Zahlungen an Kassensystemen ermöglicht, in denen Yapital nicht implementiert ist. Auch Bluetooth-Low-Energy (BLE) spielt für Yapital eine Rolle, um die Lücke bei nicht vorhandener Internetverbindung zu schließen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-( #wpappbox

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Paij geht den Weg über Taxi-Zentralen

Das Wiesbadener Startup Paij kann einige Achtungserfolge vorweisen. Auch hier setzt man auf den QR-Code als Technologie. Eingesetzt wird Paij in Taxen in Wiesbaden. Durch die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Taxi Deutschland sollen weitere Städte wie Berlin, Hamburg oder München hinzukommen. Dazu kommen Pilotprojekte – zum Beispiel mit Burger King.

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paij - Mobile Payment
Entwickler: paij GmbH
Preis: Kostenlos

SQWallet im Microcosmos Osnabrück

In Osnabrück hat sich die mr. net group mit SQWallet einen kleinen Microcosmos geschaffen. Durch enge Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück hat das Unternehmen viele Händler in Osnabrück für das auf QR-Code basierende Payment gewonnen, die zusätzlich zu den etablierten Bezahlverfahren SQWallet als Lösung anbieten.Zu den angeschlossenen Händlern gehören einige Shops, aber auch die Fastfood Kette McDonalds. Allerdings ist SQWallet nur in Osnabrück zu nutzen.

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Wäre gern das Betriebssystem im Mobile Payment: PayPal

Last but not least darf PayPal nicht unerwähnt bleiben. Es ist kein Geheimnis, dass PayPal gerne das Betriebssystem für mobile Zahlungen wäre. Trotzdem sprießen die Entwicklungen hier in Deutschland noch spärlich. Das kann daran liegen, dass PayPal erst einmal schaut, welches Verfahren vom Anwendern und Händlern akzeptiert wird, um es dann besser zu machen. Ein mächtiges Pfund ist vor allem die Masse an Kunden, die PayPal schon heute mitbringt. Im Moment setzt man lieber Duftmarken wie zum Beispiel mit dem QR-Shopping in Oldenburg oder der Zusammenarbeit mit Orderbird in Berlin.

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Und sonst?

Es zeichnet sich ab, dass weitere Anbieter in den Markt wollen. So hat StoegerIT, Herausgeber der Banking-App Outbank ebenfalls ein eigenes Mobile Payment für 2014 angekündigt. Die Gerüchte um ein Mobile Payment bei Apple reißen auch nicht ab. Die Sofort AG mit Sofortüberweisung könnte ebenfalls einsteigen, jedenfalls wird ein solcher Schritt nicht dementiert.

Von einen Hype beim Bezahlen mit dem Smartphone an der Kasse kann man deswegen freilich nicht sprechen. Neue Entwicklungen bieten aber die Chance, eine für den Nutzer runde Lösung zu finden, denn die gibt es leider immer noch nicht.

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5 Reaktionen
Konkurrenz machen
Konkurrenz machen

Das Anmelden ist oft genug schon zu aufwendig.
Wenn man erst nach Tagen bezahlen kann, weil man Postident usw. machen muss, könnte ich in derselben Zeit auch gleich ein Bankkonto bei jeder Bank eröffnen und mir alle Kreditkarten holen.

Die Händler kämpfen ums Überleben und haben von überall Konkurrenz so das man nicht zigtausende Euros in nicht funktionierende Systeme stecken kann.
Direct-Pay mit Paypal bei lokalen Fach-Händlern oder Dienstleistern wäre vielleicht noch am Interessantesten.

Wenn man um Gebühren zu erzeugen und mitzuverdienen unnötige Bezahlstufen einbaut, kommt man nicht weit.
Denn die Kreditkarten-Firmen bieten ja schon etwas. Die 3% mögen viele nicht und deshalb wird vielleicht Bitcoin als Transfer-System ohne Wechselkurs-Gebühren und ohne Kreditkarten-Gebühren usw. erlaubt. D.h. man schiebt das Geld in seiner Landeswährung rein und es wird in Bitcoins gewandelt und sofort beim Händler hinterlegt und sofort in seine Landeswährung gewandelt. Ohne Kreditkarten-Gebühren oder zumindest ohne die 3% Wechselkurs-Gebühren oder "Auslandseinsatz-gebühren" usw..
Und diese Anbieter sind vielleicht nicht so scharf auf Gebühren oder haben ein anderes Geschäftsmodell. Komplizierte Systeme haben es also schwer.

Google-Wallet und Amazon-Wallet (wird das nicht bei Kickstarter benutzt) gibts doch auch nicht ausserhalb USA oder ?

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Maik Klotz

@Broke Landers: schrieb der Wettbewerb über seine Konkurrenten. Was man an einer einfachen Übersicht auszusetzen hat, ist mir fern. Das nächste mal lese ich aber zur Sicherheit noch mal die Welt am Sonntag.

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Klaus_I
Klaus_I

Hallo, ich hatte am vergangenen Samstag das Vergnügen mit der Familie Schuhe bei Görtz in HH einzukaufen. Bei Görtz wird z.B. die Bezahlung mit Yapital angeboten und "glücklicherweiser" ist die Kasse auch direkt und ungeschützt einsehbar. In den 30 Minuten im Geschäft hat leider kein Kunde mit dem Phone bezahlt, sondern fast ausnahmslos Karten verwendet. Beim eigenen Bezahlvorgang habe ich dann die Kassiererin mal nach Yapital gefragt ... sie kannte es nicht, obwohl direkt vor Ihrer Nase ein Produktständer mit Flyern aufgestellt war. Auf jeden Fall bestätigte sie noch, dass hier niemand mit dem SmartPhone bezahlt. Die Zeit ist noch(?) nicht reif für diese Art von Lösungen.

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Brock Landers
Brock Landers

Von den gefühlten zig Anwendungen die größten und z.T. schlechtesten aufgezählt, so funktioniert PR. Statt Copy-Paste von anderen Seiten (zum Teil auch gleicher Schreiber) hätte man lieber selber die Presse wie Welt am Sonntag, App-Test oder eCommerce und banken Magazin mal gelesen.

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Denise Brauch

Hallo Herr Klotz,
danke für den lesenswerten Artikel. Die Entwicklung im Bereich Mobile Payment finde ich sehr spannend. Es bleibt abzuwarten welche Lösung sich letztendlich durchsetzt. Ich denke als Kunde möchte man eine Payment Lösung mit der man überall bezahlen kann. Diese ist leider noch nicht in Sicht. Yapital und Paij haben in meinen Augen hier noch die besten Chancen.

Viele Grüße,
Denise Brauch

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