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Mobile Payment in Deutschland? Gibt es nicht. Ergebnisse eines Selbsttests

    Mobile Payment in Deutschland? Gibt es nicht. Ergebnisse eines Selbsttests

Ein Selbsttest. 14 Tage ohne EC-Karte oder Bargeld leben. Bezahlen nur mobil mit dem Smartphone via App oder kontaktlos zum Beispiel mit NFC. Nur 14 Tage. 14 Tage ist nicht so schrecklich lang. Dachte ich. In 14 Tagen muss man in der Theorie ein Mal tanken, zwei Mal einkaufen und ansonsten braucht man nicht viel. Dachte ich. Es wird schon „irgendwie” gehen. Dachte ich.

Mir war klar, dass, obwohl alle darüber reden, wir beim Thema Mobile Payment in Deutschland am Anfang stehen. Mir war klar, dass es noch nicht viele Akzeptanzstellen gibt – vor allem nicht in meiner Heimatstadt Siegen. Eine Provinz. Das alles war mir klar. Was ich bezahltechnisch in den 14 Tagen erleben würde – nun – das war mir nicht klar.

Ich hatte alles: Drama (z.B. bei Netto), Crime (z.B. bei der Total-Tankstelle), Angst (immer wenn es ans Bezahlen ging) – im Prinzip alles, was einen guten Film ausmacht.

Mein erstes Fazit nach 14 Tagen: Wir sind nicht in den Kinderschuhen, was Mobile Payment in Deutschland betrifft. Wir sind nicht mal in der embryonalen Phase. Kurzum: Mobile Payment ist in Deutschland de facto nicht vorhanden.

Doch der Reihe nach.

In einem Moment der jugendlichen Leichtsinnigkeit startete ich also vor zwei Wochen den Selbsttest. Ich wollte wissen, wie weit wir in Deutschland mit den alternativen Bezahlverfahren wie NFC, Smartphone-App, etc. sind. Schließlich ist Mobile Payment das Thema Nummer 1 in der Finanzbranche. Immer neue Anbieter von neuartigen Bezahlverfahren kommen auf den Markt und es herrscht Goldgräberstimmung. Alle reden drüber und glaubt man manchen Anbietern, ist das Bargeld längst tot und die EC- oder Kreditkarte kurz davor.

Zeit für einen Praxistest also und mein Urlaub sollte gut dafür sein. Ausgestattet war ich mit diversen Apps (finanzblick, Paypal, mPass, NettoApp, EDEKA App, etc) und NFC-Sticker (mPass). Berichtet wurde immer wieder über meinen Twitter-Account @klotzbrocken.

Welche Auswirkungen das auf mein Privatleben hatte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. 

Los gehts!

Die ersten drei Tage war ich mit meinen Kindern in Berlin. Kurzurlaub bei meinem Bruder.

Berlin. Großstadt. Jung. Technologisch ganz vorne dabei. Ich war extrem optimistisch. War.

Samstag, 10.08.13, 8:00 Uhr

Die DB Tickets App. Hä?!
Die DB Tickets App. Hä?!

Möchte mit der Bahn nach Berlin fahren. Ticket über DB-Navigator-App kaufen geht nicht. Man braucht die DB-Tickets-App. DB-Ticket-Apps geladen. Diese will nun meinen Login. Hab ich nicht, also Neuregistrierung. Benutzername mindestens acht Zeichen. Nach Registrierung, völlig verloren. Was will mir diese App sagen? Brauche nur ein Ticket. Stelle fest, das die App nur zum Bezahlen ist, also wieder DB-Navigator gestartet, Verbindung gesucht und auf bezahlen gegangen. App wechselt wieder zur DB-Tickets-App* mit der Meldung „Für diese Fahrt kann kein Fahrpreis ermittelt werden”. Apps gelöscht und am MacBook gebucht. 20 Minuten meines Lebens verschenkt und Stimmung etwas gedämpft. Egal, Urlaub!

*Die Bahn will künftig die Apps zusammenlegen. Noch in dieser Woche soll eine neue Version erscheinen, in der die Auskunft und der Kauf in einer App möglich ist.

Samstag, 10.08.13, 16:10 Uhr

Bin mit meinen Kindern (vier und sieben Jahre) am Bahnhof auf dem Weg nach Berlin. Von meinen 50 Euro Bargeld für den Notfall sind schon zehn Euro weg. Die beiden hatten einen nicht weiter zu diskutierenden Appetit auf Eis und Fanta.

Samstag, 10.08.13, 16:40 Uhr

Sitze im ICE. Fahrkartenkontrolle. Ausdruck vergessen, aber egal hab ja das Ticket als PDF auf dem iPhone. Dumm nur, kein Empfang da die Fahrt offensichtlich durch die Karpaten geht. Schaffner als auch ich geben entnervt auf und er würdigt meinen Willen ihm zu beweisen, dass ich ein gültiges Ticket habe. Mittlerweile kippt die Stimmung bei den Kids etwas, da ich für die Versuche das Ticket zu laden auch das iPad entführen musste. Beide haben wenig Verständnis dafür, den Film zu pausieren. Bin genervt.

Samstag, 10.08.13, 18:30 Uhr

Berlin. Mein Bruder holt uns ab. Erst mal was essen. Ich erzähle von meinem Praxistest und bitte ihn, zu zahlen. Er kommentiert das ungläubig mit „schon klar”. Esse nur wenig um die unfreiwillige Einladung nicht zu überstrapazieren und versichere, das Geld sofort per App zu bezahlen. Überweise also den Betrag noch am gleichen Abend mit finanzblick und stelle wieder mal fest, wie nervig eine Überweisung ist.

Sonntag, 11.08.13, 13.00 Uhr

Haben den Vormittag auf einem wunderschönen Spielplatz verbracht. Jetzt haben wir Hunger auf Pizza. Vapiano steht auf dem Plan. Nun kommt meine Stunde, denn dort kann ich mit mPass und PayPass bezahlen. Ich habe die Spendierhosen an und lade meinen Bruder ein. Bzw. er mich. Denn das mPass-Terminal geht nicht. ES GEHT NICHT. Die Verkäuferin kommentiert wie selbstverständlich, dass es noch nie funktioniert hat und ich „könne doch mit Karte zahlen”. Kann ich nicht. Mein Bruder zahlt. Habe keine Lust auf Überweisung, möchte schneller und einfacher meine Schulden begleichen. Der Bezahldienst paymy.de hat den Betatest eingestellt und die finale Version noch nicht gestartet. Bleibt nur noch Paypal. Das geht zwar, kostet aber Gebühren. Egal.

Sonntag, 11.08.13, 15.40 Uhr

Bombenwetter. Die Sonne scheint. Die Kids wollen ein Eis. Wenn ich ehrlich bin, will ich das auch. Habe noch 40 Euro. Gibt es halt nur ein Bällchen, ist sonst auch zu viel. Ernte zwar böse Blicke, aber ich ziehe das durch. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass eine Kugel Eis bei Häagen-Dasz a) keine Kugel ist, sondern ein Eis-Ball und b) 2,90 kostet. Habe jetzt von meinem Notfall-Geld nur noch 35 Euro übrig.

Montag, 12.08.13, 9:00 Uhr

Sind im Berliner Zoo, die Eintrittskarten für den Zoo habe ich vorsichtshalber online gekauft und ausgedruckt (!). Warum man das Familienticket (1 Erwachsener und zwei Kinder) nicht online kaufen kann, weiß vermutlich nur der Berliner Zoo.

Montag, 12.08.13, 15:00 Uhr

Wir sind nach dem Zoo ins Tropical Island. Das ist eine nachgebaute Südseelandschaft in der ehemaligen Cargolifter-Luftschiffhalle, der größten freitragende Halle der Welt. Das Ding ist riesig. Und kostet auch. Aber mein Bruder zahlt ja, der kennt das schon. In der Anlage bezahlt man dann mit einem von der Anlage bereitgestellten NFC-Armband, welches dann am Ausgang abgerechnet wird. Das Armband funktioniert weder bei mir noch bei meinem Bruder vernünftig und man braucht Geduld an der Kasse.

Dienstag, 13.08.13, 10:00 Uhr

Lego-Discovery-Center. Wieder online gekauft, diesmal mit dem iPhone. Natürlich nicht auf einer mobil optimierten Webseite.

Stattdessen scrollt man sich durch die Seite. Immerhin, der Kauf glückt nach einigen Anläufen. Das Ticket kommt per PDF als E-Mail. An der Kasse verlangt man einen Ausdruck aber ich protestiere lautstark und man lässt uns rein. Trotzdem doof. Die Kids schauen mich verunsichert an. Der Große will mir sein Taschengeld borgen.

Mittwoch, 14.08.13, 20:00 Uhr

ATM Hunter. Das soll ein Kunde verstehen…
ATM Hunter. Das soll ein Kunde verstehen…

Inzwischen wieder zu Hause angekommen. Muss tanken und suche eine Tankstelle, welche mPass unterstützt. Starte dazu die mPass App, die auch einen Storefinder anbietet. Denke ich. Stattdessen verlinkt die mPass App auf den englischsprachigen ATM Hunter von MasterCard. Ich denke: „Hä?!”, lade aber brav den ATM Hunter wie mir befohlen. In dieser App gibt es zwar keine Suchfunktion für mPass, aber für PayPass (hört sich ja so ähnlich an) und ich finde tatsächlich eine Tankstelle.

Ich tanke voll. Die Aushilfe an der Kasse ist etwas überfordert und sehr skeptisch als ich mit meinem mPass Aufkleber, der an meinem iPhone klebt (was übrigens ziemlich bescheuert aussieht), zahlen will. Ich erkläre ihr das System und nach einigen Minuten klappt auch tatsächlich der Bezahlvorgang. Die anderen Autofahrer sind offenbar genervt, aber das ist mir egal. Bin ja nicht hier, um Freunde zu finden. Ich sehe wie die Aushilfe mein Nummernschild notiert, vermutlich glaubt sie, ich habe was illegales gemacht.

Donnerstag, 15.08.13, 7:30 Uhr

Die Netto-App und iOS 7?
Die Netto-App und iOS 7?

Ich bin einkaufen. Frühstück. Bei Netto, denn da kann ich mit der Netto-App bezahlen. Ich habe den Wagen voll und stehe an der Kasse. 54,39 Euro, war ja auch ein paar Tage nicht zu Hause. Kein Problem, denn mit der Netto-App kann man ja bis 250 Euro zahlen. DENKE ICH. Nach dem Start begrüßt mich die App mit dem Hinweis, dass meine Betriebssystem-Version nicht unterstützt wird. Ja, ich habe „schon” iOS 7 drauf. Ich fasse es nicht, die netto App verweigert den Dienst, weil ich die inzwischen sechste Beta von iOS 7 nutze, welches in weniger als vier Wochen offiziell veröffentlicht wird?! Die Kassiererin ist ziemlich angesäuert und macht MIR Vorwürfe. Ich koche nicht innerlich, ich backe. So wütend bin ich. Es nützt nichts, ich muss einkaufen. Ich lasse den Einkaufswagen stehen und hole zu Hause mein Android-Handy. Der Trend geht ja zum Zweithandy. Ich installiere dort die Netto-App, fahre zurück und kann zahlen.

Freitag, 16.08.13, 15:00 Uhr

Ich habe ein Beratungsgespräch bei der Sparkasse und habe keinen blassen Schimmer wovon der Berater redet. Finanzierungen sind nicht meine Welt. Am Ende möchte ich dann aber wissen, wie ich an eine EC-Karte mit girogo-Funktion komme und auch mit der Sparkassen-Karte kontaktlos zahlen kann. Nun hat mein Berater keinen blassen Schimmer wo von ich rede und verweist mich an seine Kollegen. Die wissen aber auch nur mittelgut bescheid. Ich erkläre ihnen also das System und siehe da, die Sparkassen Mitarbeiter haben bereits EC-Karte mit girogo-Funktion und setzen sie beim Zahlen in der Kantine ein. Man stellt mir die Frage, warum ich denn als Kunde in der Sparkassen Kantine essen will. Ich bedanke mich und verlasse kopfschüttelnd die Filiale.

Sonntag, 18.08, 17:00 Uhr

mPass – nicht für Kleinstbeträge geeignet
mPass – nicht für Kleinstbeträge geeignet

Ich brauch noch Süßkrams für den Abend und fahre zur Total-Tankstelle. Cola, Gummibärchen und Chips, der Grundstock für einen gelungenen Filmabend. Sieben Euro irgendwas. Ich möchte mit mPass zahlen. Die „Dame” an der Kasse kennt mPass, schüttelt aber den Kopf. Erst ab zehn Euro kann man bei ihr zahlen. AB 10 EUR! Ich bekomme die Krise. Ich solle Bar bezahlen. Ich versuche ihr klar zu machen, dass ich kein Bargeld habe. Das sei nicht ihr Problem, ich sehe es anders und bestehe auf Zahlung mit mPass.

Sie verweist mich der Tankstelle und ich lasse mich nicht beirren, denn ich weiß, dass wenn ec-Karten Zahlung angeboten wird, es auch keinen Mindestbetrag geben darf. Das gleiche gilt dann auch für mPass. In der Zwischenzeit kommt zufällig ein Kollege der Polizei vorbei, der sich offensichtlich was kaufen möchte. Dieser bekommt die Diskussion mit und fragt die Dame ob er ihr helfen könne. Man möge MIR bitte helfen erwidere ich, worauf hin mich der Freund und Helfer hinaus begleitet. Leben am Limit.

Ich gebe auf.

Die erste Woche ist rum. Von meinem Notfall-Geld habe ich nur noch ein paar Euro über. Ständig muss man irgendwo bar zahlen. Freibad, Bäcker, Imbiss oder im Parkhaus. Nach einer Woche breche ich frustriert und wütend den Test ab.

Was mich in der Woche so massiv geärgert hat, welche Probleme es beim Mobile-Payment auch in Zukunft gibt und wie Lösungen aussehen könnten kommt im zweiten Teil meines Praxisberichts.

Ursprünglich publiziert bei mobile-zeitgeist.com.

Finde einen Job, den du liebst

24 Reaktionen
Maik Klotz

@Bernd: Nein, leider nicht. Mindestbeträge sind eben nicht zulässig. Das kann in den Händlerbedingungen bei http://www.electronic-cash.de nachgelesen werden.

Was die App unter iOS 7 betrifft: Ja, das war nicht ganz fair. Trotzdem: Eine Warnmeldung hätte gereicht, aber den Dienst zu quittieren? Alle Banking-Apps, Paypal etc. funktionieren ja auch. Und warum gibt es dann nicht für den Fall der Fälle, dass die netto-App nicht geht, wenigstens eine mobile Webseite?

Ich empfehle auch den zweiten Teil des Artikels, bald hier bei t3n.de und schon jetzt auf mobile-zeitgeist.de - dann relativiert sich das "übercool" auch :-)

Maik

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Bernd B.
Bernd B.

" denn ich weiß, dass wenn ec-Karten Zahlung angeboten wird, es auch keinen Mindestbetrag geben darf. "

Jeder Geschäftsinhaber hat die Möglichkeit einen Mindestbetrag für diese Zahlweise festzulegen.

" ich benutze eine Betaversion von iOS und wundere mich darüber, dass die App mit dieser nicht funktioniert"

Es geht hier um einen Bezahlvorgang und nicht um Candy Crush Saga.

Vielleicht schon mal darüber nachgedacht, dass die App aus Sicherheitsgründen den Dienst versagt hat. Vielleicht auch zu Ihrer Sicherheit.

Den Ärger mit dem Bahnticket kann ich allerdings absolut nachvollziehen Dagegen haben die RFID-Chips bei meinen mehrmaligen Tropical Islands besuchen immer hervorragend funktioniert.

@fox

"Ich hab das Gefühl, hier wollen einige einfach nur übercool rüberkommen: "ich bin ja so in, so up-to-date, so hipp, so modern". LOL!"

"Macbook, Ipad, Iphone"

Sie haben Recht!

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Christian Achter

Netter Test. Dass es so wenig gut durchdachte Mobile-Payment-Angebote gibt, liegt wohl auch daran, dass einfach kein wirkliches Kundenbedürfnis hierfür existiert (jedenfalls nicht an der Kasse im Laden). Bill Ready (CEO Braintree) beschreibt dies recht gut, siehe Video auf http://www.digitalerhebel.com/mobile-payment-muss-das-sein-und-wenn-ja-wie-viele/

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PS
PS

Das Hauptproblem ist offensichtlich: Zu viele kleine unbedeutende Anbieter und "hauseigene" Lösungen. Die Lösung ist ebenso offensichtlich: Die bereits etablierten Bezahlgrößen implementieren, die mobile Lösungen anbieten.

Und aus Nutzersicht:
- Keine noch gar nicht veröffentlichte Software nutzen ;)
- Apps immer vorher schonmal einrichten.

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Mario H.
Mario H.

Außerdem ist nicht ganz toll bei mPayment, dass ich als Kunde eventuell Geld investieren muss. Und nicht 20 Euro wie möglicherweise für'n Girokonto, sondern 200+ für das passende Smartphone. Und wenn dieses zu alt ist, muss ich ein neues kaufen, weil das OS nicht mehr unterstützt wird.
Dass dann Leute wie ich, die mit ihrem Bada ansatzweise zufrieden sind, keine Chance haben, ist ebenfalls klar...

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Okidoki
Okidoki

Dass Bezahlsysteme nicht funktionieren liegt möglicherweise auch erstens daran, dass sie den Verkäufer echtes Geld kosten und zweitens daran, dass inzwischen gefühlte 50 verschiedene Bezahldienste mitverdienen wollen. Der Grund, dass Bargeld immer noch das gängigste Zahlungsmittel ist, ist die Tatsache ihrer Einfachheit respektive Verbreitung: Alle haben es und alle oder zumindest die meisten kennen sich damit aus. Ganz abgesehen davon, dass Barzahlung eben auch anonym erfolgt, das wird zukünftig vielleicht auch eine Rolle spielen. (Obwohl, so viele Leute bezahlen z.B. per PayPal, oder kaufen bei amazon: Das politische Argument nehme ich zurück.

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Max
Max

Mobile Payment auf kleiner, Zweck- oder Lokalbezogener Ebene funktioniert schon. Aber eben nicht universal wie Kreditkarten oder gar Bargeld. Dabei ist mobile Payment deutlich sicherer als Bargeld, gerade wenn es um große Summen geht.

Das beste Beispiel für gelungenes mobile Payment ist Paij.com

Der Dienst vereint verschiedene Bezahlmethoden (Kreditkarte, PayPal) unter einer Haube und liefert das entsprechende System mit den QR Codes. Man kann die App nutzen oder einen beliebigen QR Scanner und braucht keinen Account (außer eben PayPal bzw. Kreditkarte). Solche Systeme sind der erste Schritt: Universell, einfach und Plattform-Unabhängig.

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Janis
Janis

Hat mpass irgenwo schon einmal reibungslos funktioniert? In 10 von 10 Versuchen musste ich mir eine andere Zahlmethode aussuchen, da der Sticker zwar erkannt wurde aber der Zahlvorgang immer wieder abgebrochen wurde.

Kurios ist zudem, dass überall dort wo girogo akzeptiert wird, keine andere kontaktlose Zahlmöglichkeit funktioniert. Selbst wenn die Lesegeräte mit entsprechenden Logos versehen sind und die Geschäfte online als paypass/paywave Akzeptanzstellen ausgewiesen sind.

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Christian
Christian

@ fox
Da stimme ich Dir zu! Wenn ich daran denke was ich für einen Stress mit meiner, bereits auf dem Postweg, geklauten Kreditkarte hatte... seinen Kontostand auf 0€ zu haben ist nicht lustig und schon garnicht hip.

Denke solche mobilen Zahlungsmethoden sind noch leichter zu knacken, auch wenn die Anbieter was anderes behaupten.

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Ina
Ina

Ich erinnere mich gerade daran, wie ich nach einem Auslandssemester in den USA hier in Deutschland für kleinste Cent-Beträge die EC-Karte gezückt habe und von der Kassiererin dafür komisch angeschaut wurde. 55 Cents für einen Kaugummi wird man doch wohl in bar dabei haben, war ihr Kommentar. Das ist jetzt gerade mal ein Jahr her. Da schon an Mobile Payment zu denken, scheint mir utopisch.

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Markus
Markus

"Mit einer Ausnahme: IOS7 einsetzen und sich beschweren, dass etwas nicht geht, ist unangebracht. DU hast Dich außerhalb des supporteten Bereichs bewegt. Wenn dann etwas nicht geht, ist es DEINE Schuld."

Sehe ich ganz genauso!

Ansonsten toller Artikel und sehr ernüchterndes Ergebnis.

Gruß,
Markus

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Michael
Michael

Hi!

Hmm - Das Ergebnis ist nicht sehr überraschend. Aber sehr nett geschrieben!

Mit einer Ausnahme: IOS7 einsetzen und sich beschwehren, dass etwas nicht geht ist unangebracht. DU hast dich ausserhalb des supporteten Bereichs bewegt. Wenn dann etwas nicht geht ist es DEINE Schuld.

Gruß,
Michael

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Jonas
Jonas

@fox:
Deine Einstellung gleicht eben der eines typischen deutschen Staatsbürgers: "Never touch a running system".

m.M. nach steht dieser Artikel auch eher sinnbildlich für den gesamten Fortschritt Deutschlands, was das Internet angeht. Wenn das Staatsoberhaupt hier von "Neuland" spricht, sagt das schon vieles aus.

Teilweise kann ich aber deine Einstellung auch teilen. Gegen Bargeld spricht an sich überhaupt gar nichts.

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fox
fox

Ich verstehe die Obsession für diese Bezahlformen einfach nicht! Was habt ihr gegen Bargeld??? Das ist nicht abhängig davon, ob ich Datennetz, Strom etc. habe. oder iergendwelche Apps und Server gerade laufen oder nicht. Und: man kann es zum Glück (noch) nicht tracken; ich erhalte mir damit also zumindest einen Rest meiner Privatsphäre. Von den zusätzlichen Sicherheitsrisiken fürs eigene Konto durch diese Bezahlarten ganz zu schweigen.

Ich hab das Gefühl, hier wollen einige einfach nur übercool rüberkommen: "ich bin ja so in, so up-to-date, so hipp, so modern". LOL!

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BastianBalthasarBux
BastianBalthasarBux

Mobile Payment in den Vereinigten Republiken von Neuland!

super beitrag, habe sehr gelacht!

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Jonas
Jonas

... der Herr Poffala erklärt das mobile Payment ab sofort offiziell für beendet.

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Bernie
Bernie

MOBILE PAYMANT IST TOT!
15 verschiedene mobile Bezahlsysteme, täglich zig MB SW-Änderungen für die Handys und Dutzende von Hackerbanden in Rumänien, China und Rußland, die da nix anderes machen, als security leaks auszunutzen.
Da sagt einem der gesunde Menschenverstand dass das nicht funktioneren kann, weil dann für jeden Euro gekaufter Ware ein weiterer Euro für die Bezahlinfrastruktur fällig wird.

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Kian

Na und in Amerika, wo Kreditkarte überall akzeptiert wird und Mobile Payments am boomen sind ist das Hauptbezahlungsmittel für größere Beträge weiterhin Schecks, die per Post verschickt werden. Habe letzte Woche Geld von meinem alten US Konto auf mein neues geschickt, 5 Tage später kam ein Scheck für den Betrag per Post, den dann zur Bank gebracht und 3 Tage später wurde mir das Geld schon gutgeschrieben. Genial!
Das liegt dort primär an der massiven Post Lobby. Wenigstens sind wir was Online Banking und Sicherheit angeht in Deutschland sehr weit.

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Maik

Hallo! :-)

Wenn ich eine App mit einer iOS Beta nutze und es crasht oder es kommt zum Fehler - dann ist das kein Ding.

Aber den Dienst verweigern, mit Hinweis auf das OS - einfach so?! Das finde ich bevormundend.

Grüße

Maik (Autor der Artikels)

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die_Wahrheit
die_Wahrheit

In D kann man nicht mal IKEA mit der Kreditkarte bezahlen ... Naja ist halt alles Neuland ...

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gorany
gorany

"... weil ich die inzwischen sechste Beta von iOS 7 nutze, welches in weniger als vier Wochen offiziell veröffentlicht wird?! Die Kassiererin ist ziemlich angesäuert und macht MIR Vorwürfe"
Und das zu Recht.

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DerKleineMuck
DerKleineMuck

Allererste Sahne!

Top Bericht, wenngleich ich das Ergebnis durchaus hätte antizipieren können. :-D

So ist das nun einmal in einem Land wo die Generation Alt noch immer regiert und von Aktualität keinen blassen Schimmer hat.

Bis wir hier in Deutschland einen Standard für das mobile Bezahlen eingeführt haben und jede Dorftante die neuen Zahloptionen kennt, vergeht vermutlich noch so viel Zeit, dass es in anderen Ländern längst ganz andere Zahlungsmöglichkeiten gibt.

Traurig, aber wahr.

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Markus
Markus

Ganz ehrlich. In Deutschland schafft man es doch bis heute nicht mal durchgängig mit EC/Kreditkarte zu bezahlen. Kleine Läden bieten es nicht an. Andere Geschäfte nur mit Mindestbetrag (wer hat schon Lust jedes mal darüber zu diskutieren)... Wenn EC / Kredirkartenzahlung mal angeboten wird, "funktioniert das Gerät" grad nicht oder "der Empfang ist hier ganz schlecht".

Ich glaube, es dauert noch sehr, sehr lange bevor wir sich das ändert... leider.

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Andreas F
Andreas F

Also mPass, googleWallet und Netto hab ich auch schon probiert.

mPass am Stachus in München im McDonalds geht nicht, auch beim 4. Versuch mit je 1-2 Wochen Abstand nicht. Personal komplett überfordert, "hat noch nie jemand benutzt".
2 Stockwerke höher im McCafe funktioniert es :)
googleWallet habe ich in Deutschland noch nicht erfolgreich eingesetzt, da hier ja noch eine Hürde mehr (US-Kreditkarte) genommen werden muss - Test im McCafe folgt demnächst.

NettoApp war auch kurios - die Dame an der kasse meinte ich wolle Äpfel kaufen "Mit der App bezahlen". Mittlerweile sind aber alle Angestellten in meinem Markt um die Ecke mit dem System vertraut. Nur einige wundern sich noch, dass "alle so knapp drann sind" - der code hält ja aber immer nur maximal 5 Minuten :)

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