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E-Fuchs: Wieso ich Angst davor habe, Mobile Payment zu benutzen [Kolumne]

E-Fuchs: Wieso ich Angst davor habe, Mobile Payment zu benutzen [Kolumne]

Wieso er Angst vor dem Bezahlen mit dem Smartphone hat und ihm schon der bloße Gedanken an Mobile Payment an der Kasse den Angstschweiß auf die Stirn treibt, erzählt in seiner Kolumne „E-Commerce-Fuchs“ unser Redakteur Jochen G. Fuchs.

E-Fuchs: Wieso ich Angst davor habe, Mobile Payment zu benutzen [Kolumne]

(Grafik: iStock / mangsaab und Shutterstock/BoBaa22)

Nein, liebe Payment-Provider: Es sind nicht die üblichen Verdächtigen, die mir Angst machen. Datenschutz, Sicherheit – ist mir alles völlig egal. Macht mit meinen Daten, was ihr wollt, von mir aus klebt sie euch an die Bürowände. Zweimal im Monat Tiefkühl-Pizza und Eistee. Sieht bestimmt beeindruckend aus, so neben dem Harvard-Diplom.

Aber euer Personal und die Art und Weise, wie ich mit euren Diensten bezahlen soll – die macht mir Angst. Oder korrekter gesagt: das Personal eurer Partner im Handel. Neulich war es mal wieder soweit, auf dem Heimweg habe ich noch schnell einen Sprung in einen nahegelegenen Rewe-Supermarkt gemacht.

(Foto: Rewe)
(Foto: Rewe)

Ein geruhsamer Abend-Einkaufsbummel

Einmal durch die Gänge geschlendert, Pizza und Eistee in den Einkaufskorb gelegt. Mal wieder den Einkaufskorb bewundert, der so groß ist, als lägen eine Mini-Pizza und eine 0,2-Liter-Packung Eistee darin – statt einer Zwei-Liter-Packung und einer überdimensionierten Pan-Pizza.

(Foto: Rewe)
(Foto: Rewe)

Ich stehe an der Kasse im Rewe und habe mein iPhone in der Hand. Vor mir bezahlt ein Kunde in bar. Ein vorsichtiger Blick nach hinten – nur ein Kunde hinter mir. Ich wäge ab: Soll ich es wagen und mit dem Handy bezahlen?

Ich habe noch einen Zehner im Geldbeutel, den wollte ich eigentlich aufheben, um morgen am Bahnhof noch einen warmen Snack zu kaufen. Wenn ich den jetzt ausgebe, kann ich vor der Abfahrt noch zum Automaten rennen.

Das gibt den Ausschlag. Ich versuche mal wieder, mobil zu bezahlen. Mit Yapital, dem Mobile-Payment-Dienst der Otto-Gruppe, der deutschlandweit bei Rewe, Cinemaxx und ein paar kleineren Otto-Ketten verfügbar ist.

Spiel, Spaß, Spannung und bargeldloses Zahlen

Ich bezahle nicht zum ersten Mal mobil und das ist auch der Grund, wieso ich in Gedanken eine Staatsaffäre aus der Entscheidung mache. Die letzten Versuche waren etwas anstrengend. Der Kassierer weiß nie, was ich von ihm will und die Kunden hinter mir erdolchen mich mit Blicken, weil ich den ganzen Laden aufhalte.

Es kommt dann immer der berühmt-berüchtigte Moment, an dem ich innerlich erstarre: Der Kassierer schreit nach Hilfe, weil aus seiner Sicht etwas Unerwartetes passiert und er nicht mehr weiter weiß. Ich erinnere mich noch an mein „erstes Mal“ in einem Rewe, als wäre es gestern gewesen:

„Guten Tag, ich möchte mit Yapital bezahlen.“

„Mit was?“

„Y-A-P-I-T-A-L!“

Und dann kommt er, der Moment des Grauens: Nichts geht mehr. Alles steht still. Der Kassierer brüllt nach Hilfe: 

„Keeeviiin! Da will einer mit Yabbiepay bezahlen. Was zum Geier ist das?“

Der Verkäufer dreht sich wieder zu mir um. Wartet auf den herbeigerufenen Kollegen, der ihn von dem seltsamen Kunden erlösen soll. Und starrt mich dabei vorwurfsvoll an. Die Kunden um mich herum starren mich noch vorwurfsvoller an. So muss sich ein Ladendieb fühlen, wenn er erwischt wird.

(Foto: Shutterstock)
Angststarre. (Foto: Shutterstock)

Heute wird alles besser

Die Erinnerungen an dieses beliebig replizierbare Trauma laufen vor meinem inneren Auge ab. Aber diesmal sind nicht viele Kunden da, hinter mir ist nur ein Mann. Heute wird alles besser. Und ich bilde mir ein, dass ich den Dreh mittlerweile raushabe. Ich überliste den Kassierer und verrate einfach nicht, dass ich mit Yapital bezahlen will. Ich werden den Moment des Grauens vermeiden.

Siegesgewiss schmettere ich dem Kassierer ein „Mit Karte bitte“ entgegen, drücke weltmännisch selbst auf den „Displayknopf“ am Terminal, auf dem Yapital steht, halte mein Handy an das Terminal – und: Es läuft.

(Foto: Yapital)
Ein Mobile-Payment-Erfolg. Bezahlt! Tatsächlich! (Foto: Yapital)

Es surrt, klickt und klackt. Ich jubiliere innerlich. Ich habe gesiegt, David Kunde gegen Goliath Kassensystem. Der Kassenzettel kommt, ich nehme den Zettel entgegen. Der Kassierer sieht mich misstrauisch an. Gerade will ich mich zum Gehen umdrehen, doch der Kassierer hält mich immer noch mit seinem stechenden Blick an Ort und Stelle fest. Ich stoppe. 

Das Mobile-Payment-Dejavu

Und es passiert wieder:

„Keeeviiin!“

„Häää? Waas?“

„Der hat da was Komisches mit seinem Handy gemacht und dann ist aus dem Kassenzetteldrucker nur EIN Kassenzettel rausgekommen – statt zwei!“

Seufz.

Wieder steht der ganze Laden still.

Und wieder starren mich alle vorwurfsvoll an und ich fühle mich wie ein Ladendieb. Und ich habe noch mehr Angst davor Mobile-Payment zu benutzen.

(Foto: Shutterstock)
Wieder: Angststarre. (Foto: Shutterstock)

P.S.: Der verhexte Kassenzettel kommt bei Yapital nur einmal aus dem Kassendrucker, der Kassierer ist aber zwei Kassenzettel gewohnt: einen für seine Kassenabrechnung, einen für den Kunden. Für die Kassenabrechnung braucht der Kassierer bei Yapital in einem Rewe keinen zweiten Kassenzettel, leider weiß das, wenn überhaupt, nur die Kassenaufsicht. Es lebe die sorgfältige Personalschulung. Yay!

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6 Antworten
  1. von Tom am 15.11.2015 (10:31 Uhr)

    Eine sehr schöne Schilderung des täglichen Supermark-Wahnsinns. Auch bei meinen Einkäufen muss ich immer wieder erleben, dass das Wissen der KassiererInnen mit meiner Erwartungshaltung nicht übereinstimmt.

    Allerdings für mich kein Grund gegen ePayment per Smartphone; vielmehr dafür. Denn wenn die Erfahrung erstmal da ist, bedeutet das tatsächlich - zumindest für mich - einen Gewinn beim täglichen Einkauf.

    Nur mal ein paar unkreative Idee , die ich von den Anbietern erwarte (neben der schnelleren Abwicklung):

    Wenn ich den Bon schon als digitalen Inhalt bekomme, dann bitte so, dass ich die einzelnen Waren auch gleich ins Haushaltsbuch importieren kann. Damit wäre endlich eine Auswertung meiner gekauften Waren möglich. Vor allem, wenn man als Familie einkauft.

    Wenn es möglich ist, die Einzelpositionen auszuwerten, dann wünsche ich mir auch gleich eine Verknüpfung mit einer Art öffentlicher "Nährwerttabelle", wie bspw. der App "Codecheck". Dann ist endlich nachvollziehbar, wieviel Mist ich für mein teuer Geld einkaufe. Und auch hier wieder der Bezug auf das Familienhaushaltsbuch. Wenn man Kinder hat, immens hilfreich für die richtige Ernährung und auch Erziehung im Umgang mit Geld.

    Das ePayment müsste es auch zulassen, dass man ein Haushalts- oder Personenkonto aufladen kann. So ist für jeden im Haushalt transparent nachvollziehbar, wo das Geld bleibt.

    Dabei sollte man immer beachten, dass man das alles kann, aber nicht muss.

    Und zu dem Aufschrei der Datenschutzfraktion: es wird heute sowieso jeder Umsatz ausgewertet. Völlig egal, ob mit oder ohne Kundenkarte. Es interessiert den Supermarkt nicht, ob Du eine einzelne Pizza und einen Eistee kaufst, es ist von Interesse, was bei einem durchschnittlichen Einkauf im Wagen liegt und warum manche Positionen nicht drin liegen (schlechte Position im Laden, keine Werbung, falsche Werbung,...). Es wäre also ein Spaß, wenn wir alle einfach mal für einen Monat lang immer nur für zwei Artikel in den Laden laufen.

    Nur bei den ganzen Bonussystem sträuben sich mir die Haare (also Paypal, Deutschlandkarte,...) Aber die Menschen machen auch Facebook und WhatsApp. Also was solls? Solange es immer noch ein Verzichtsrecht gibt und ich darauf verzichten kann, soll jeder tun und lassen, was er/sie meint.

    Für alle Supermarktgeplagten noch zwei Tips am Rande:

    Kofhörer aufsetzen (oder in-ears) und mit Heavy Metal durch den Laden gehen ;-)

    Und für den Spaß: einfach mal in den Einkaufswagen von Eltern mit Kind ganz unauffällig eine Packung Kondome legen :-D und dann das Verhalten an der Kasse beobachten.

    Na dann noch einen schönen Tag und viel Spaß im Supermarkt.

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  2. von Supermarkt-Optimierungs-Potentiale am 15.11.2015 (12:26 Uhr)

    Die Wahrheiten sind klein im Text versteckt:

    - Die Schulungen müssten besser sein. Das ist ein IT-Problem denn die Arbeits-Pläne und Schulungen und Anleitungen ("Was mache ich mit Waren die auf den Boden gefallen sind" "Was mache ich mit Laden-Dieben" "Die Kasse blue-screened, was tue ich",...) macht man natürlich am Tablett. Die Shops haben alle iTunes-Karten. Wer iTunes-karten hat, muss sich doch online freischalten. Also ist der Shop am Internet !!! immer und überall. Hier im Supermarkt wurden neulich ein kleiner 19"-Schrank mit 20 Ethernet-Kabeln und einem 20fach-Ethernet-Switch eingebaut. Internet ist überall...

    - Ein kleiner Kassierer (oft 400-Euro-Jobs die man problemfrei anlernen kann und keine Ausbildungs-Jobs wie an der Fleisch- und Käse- und Brötchen-Theke) muss die 50 Bezahlkarten- und Kreditkarten-Systeme nicht auswendig kennen. Welche Banken und welche deren vielen verschiedenen Karten kostenlos oder ohne Auslands-Einsatz-Kosten usw. ab-hebbar sind weiss der Bank-Berater 3m hinter der Glas-Scheibe hinterm Automaten auch nicht allesamt aufzuzählen. Ob er zu Cash-Group oder Sparkassen gehört, sollte er schon wissen. Aber inzwischen gibt es durch Übernahmen evtl auch "freie" kommerzielle Sparkassen welche nicht der Gemeinde-Gemein-Nützigkeit dienen und evtl nicht im Sparkassenbund sind. Und die hundert bis tausend kleinen Banken kann auch keiner Aufzählen und sagen bei welchem Automaten sie kostenlos ab-heb-bar sind. Vergleichbares gilt für Bezahlsysteme oder auch hier doch das Beispiel mit Norwegen und dem Lotto-Geschäft...

    Danke vielen Dank also für den Tipp mit "Ich bezahle per Karte". Vielleicht funktioniert auch "Ich bezahle mit Handy". Das Aldi das einführt war ja in fast allen TV-Sendern. Bei Netto-Pay (oder wie das heisst) würde ich ein paar von den Flyer lagern und immer einen in der Brieftasche dabei haben um ihn an der Kasse vorzeigen zu können. Firmen ändern gern die Jahrhunderte langen Marken-Namen wenn denen nichts neues mehr einfällt. Die Lernkurve ist oft langsam und wie man oft in der Qualitäts-Presse sieht erinnert sich kaum noch wer z.b. an "Giro-Pay" oder der neuen Markt oder die Rot-Grüne Bundesregierung. "Payback" kennt man. Aber "ich bezahle mit Karte/Handy" ist vermutlich am einfachsten wo man das Wireless-Logo sieht. Das man die NFC-Armbanduhr oder das NFC in der EC-Karte drüberzieht ist dann ja nur ein Detail. Schön ist aber das der Mitarbeiter auf Korrektheit achtet. Würden Manager das machen hätte der Staat keine Schulden und alles würde besser laufen.
    Wäre die Yapital-App besser würde man haargenau die GPS-Positionen und Öffnungszeiten und Preislisten (die kommen oft wohl auch von der Daten-Zentrale per Internet z.b. bei Tankstellen wo der Kassierer den aktuellen Benzinpreis wegen ständiger Änderungen gar nicht weiss) sehen. Bei fast allen Zahlungs-Systemen von denen hier aufgrund großer PR-Aufwendungen berichtet wird, kann ich nicht herausfinden wo man überhaupt damit bezahlen kann. Die Cashburner in Europa wollen ja auch nur einen patentierbaren Prototyp und teuer gekauft werden. Kunden stören in Einzelfällen wohl eher und machen Arbeit beim Cash-Burnen und Holding-Ketten-Steuer-Optimieren und Frühstücksdirektoren-Pöstchen.

    - Wegen dem nur einen Kassen-Zettel sollte man vielleicht die Meldung auf dem Display überarbeiten und die Zentrale informieren das das ein Problem sein könnte. Bei bestimmten Produkten wird das Alter überprüft bzw. der Kassierer muss es bestätigen das man Computer-Spiele-Zeitschrift oder Zigaretten oder Alkohol kaufen darf. Dafür existieren also GUI-Elemente und Ablauf-Ketten.


    Hier im Döner-Shop gibts ein Din-A4-Plastik-Platte mit "Visa-WIRELESS"-Logo. Auf der Rückseite ist in gut lesbarer Font-Size die Anleitung für die Mitarbeiter (und interessierte Kunden).
    Wäre ich Reporter würde ich eine Anfrage an REWE-Zentral-Verwaltung stellen und für Bezahlungen immer eine Kopie an die Mitarbeiter und Filialleitung (falls anwesend) aushändigen. Auf purem Papier. Denn das funktioniert seit der Steinzeit auch wenn der Akku leer ist... So wie Bargeld... Auch die Werbe-Flyer oder Werbung des Supermarktes für das System auf Papier helfen argumentativ. Oder man hat einen Screenshot oder kann die App mit dem Supermarkt-Logo ins Gesicht halten. USB hat Symbole ob es z.b. Strom liefern kann. Oder Visa Wireless hat ein wiederkennbares Logo welches hoffentlich irgendwo sichbar ist und wo man voll draufzeigen kann und die App dasselbe Logo und den Supermarkt-Namen dick anzeigt. An der Restaurant-Tür die Aufkleber fotografieren z.b. das man mit Amex oder bar-zahlen.de bezahlen kann ist mühselig aber manchmal vielleicht auch nötig.

    Bei "Postfiliale-Direkt" gibts auch viele Problempostings. Wer schlau ist und aufs Datum schaut sieht aber das es wohl überwiegend Einführungs-Probleme im ersten Jahr waren. Die Lernkurve zu verschnellern und somit die Kosten zu senken und Probleme und Warteschlangen am zu vermeiden ist Mission im Volks-Auftrag jedes guten Journalisten.


    @Tom: Danke für die Forderungen. Vieles davon will ich schon ewig seit über 10 Jahren. Zum Dank wurde ich gemobbed...

    Wer Amazon-Emails am Handy überfliegt, erkennt die Erbärmlichkeit vieler Produkt-Empfehlungen also der Marketing-Abteilungen mit Super-Duper-Groß-Rechnern. Bei BWL wählte man früher zwei Schwerpunkte. Solche Konzepte gabs bei Informatik oder Mathematik eher nicht. Beliebte BWL-Schwerpunkte sind Marketing und Personal-Wirtschaft/HR. Vielleicht weil man da am wenigsten Rechnen muss... Dementsprechend gut ist das Know-How bei der Verwaltung der Werbe-Zilliarden und Kunden-Optimierung. Oder halt auch bei Empfehlungen zu Produkten bei Amazon und Ebay.
    Trivialismen wie mir beim Reingehen (das Handy weiss die Funkzelle, das Handy weiss den Ort, das Handy weiss die Kompassrichtung in welche ich Laufe also in den Starbucks oder in die Firma und weiss welche Wifis in der Nähe sind also auf welcher Seite vom Parkplatz ich stehe und wohin ich laufe. Unterschiedliche Shops haben unterschiedliche Reinlauf-Winkel-Bereich und bevor ich wieder rauslaufe werde ich gewarnt das ich noch was-auch-immer kaufen muss) aufzulisten welche Sachen ich dort schon mal gekauft habe sind durch Abmahnungen, Softwarepatente, patentierte Warenwirtschafts-SQL-Datenbanken usw. verhindert. Die Qualität etablierter Software-Häuser erkennt jeder täglich... Freie Lösungen werden verhindert obwohl der Supermarkt-Inhaber von mir eine Verfügbarkeits-App haben möchte.
    In einem Land wo man Kosten im Onlinebanking nicht sofort ans Finanzamt übertragen kann, kann man auf Zukunft lange warten...


    Ich wollte mal diese Payment-Methoden (netto usw.) ausprobieren aber Datensparsamkeit sieht für mich anders aus. Rewe hingegen hat neben der Kasse hängen welche Daten sie brauchen und das sieht sparsam aus glaube ich .
    Das Problem ist ja auch, das jeden Monat irgendeine Behörder oder Großkonzern gehackt wird. Von daher sind Datensparsamkeits-Mittelsmänner wie Square-Boxen im Shop oder Paypal für Online-Käufe eigentlich besser. Seit mein Handy eine Kamera hat erwarte ich das Paketboten oder Mobil-Payment Fotos des Bezahlers machen und jeder gleich ein Foto per Email kriegt wo seine Frau oder Kinder grade mit Kreditkarte was bezahlt haben... oder eben auch nicht (Phisher) und die lokale Jagd per Warn-Photo (wie bei Al-Bundy "Keine Schecks von diesem Mann annehmen") an Kassenterminals im Umkreis von 10 Meilen eröffnet wird. Oder man sieht wer das Paket mit dem neuen iphone oder Smartwatch (aktuelle ct von gestern !!!) angenommen hat. Das sind Trivialismen der Programmierung. Leider interessiert Effizienz und Sparsamkeit die wenigsten Boni-Manager und auch das Finanzamt nutzt die gigantischen Einnahme-Optimierungen und Zeit-Einspar-Möglichkeiten nicht :-(
    Die Schuhkartons mit Kassenbons könnten seit dem neuen Markt nicht mehr vorhanden sein.

    Vorschlag an die Leute die auch Verbesserung wollen: Die Systeme nutzen wenn man will aber warten bis keiner an der Kasse steht und immer Bargeld als Notlösung haben. Es gibt auch tagsüber oft Zeiten wo kaum jemand im Laden ist. leider haben Supermärkte keine Heatmaps damit man seinen Einkauf zeitlich passend legt. Das muss ja nicht jeder machen aber Entlastung ist immer schlau. Auch und eben fürs Individuum. Der Rest kann weiter Samstag 15 Minuten in der Schlange stehen statt z.b. von 19-20 (ausser vor Feiertagen oder an Freitagen) oder nach 20 Uhr einzukaufen. Denn Netflix läuft auch eine halbe Stunde später... Sogar kleine Post-Stationen haben Hinweise wann man schneller dran kommt damit man nicht mit 10 Amazon/Zalando-Paketen in der Schlange stehen muss. Wäre ich Journalist würde ich herausfinden von wem die Kassensysteme sind, dort anfragen ob es Heatmaps gibt und die Supermarkt-Ketten dann anfragen wieso diese nicht auf dem Handy in der App angezeigt werden damit man schneller kassiert wird und man die Auslastung normalisiert.

    Wegen Klein-Mengen: Der Durchschnittseinkauf waren wohl 14 DMark oder Euro. Von 11-12 Uhr sehe ich oft Rentner und Hausfrauen die nur 1-2 Stücke einkaufen. Vermutlich Frischwaren die sich schlecht lagern lassen.


    Aufruf an den Journalismus: Auffällig viele Ketten haben in diesem Jahr die Kassensysteme ausgetauscht. Was ist der Hintergrund ? Das der ZKA (siehe Wikipedia) immer Vorgaben auf 5 Jahre (also bis 2015 und folglich jetzt bis 2020) macht ?
    Bei einer Drogeriekette kann man die Payback-Karte jetzt selber übern Scanner halten und es gibt Lupen an den Einkaufs-Wagen. Nicht jeder ignoriert seine Kunden.

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  3. von Ralf Masgio am 15.11.2015 (14:36 Uhr)

    iGude meine Erfahrungen mit Yapital. Ich möchte mit Yapital bezahlen, erst mal große Augen und Unwissenheit, darauf meine Erklärung tunen sie einfach so als würde ich mit Karte bezahlen, den Rest mache ich. Funktioniert soweit immer recht gut. In meinem Stamm Rewe heißt es immer sie sind der einzige der mit dem Handy bezahlt darauf meine Antwort, das werden dann wohl noch mehr werden.

    Ach ja was ich noch sagen wollte der Artikel ist gut geschrieben danke dafür.

    Schönen Gruß Ralf

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  4. von Andreas Vandermede am 17.11.2015 (09:31 Uhr)

    Ich versteh nicht wie einer gebildeten Person der Datenschutz und die Sicherheit egal sein kann.

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  5. von pemmler am 15.02.2016 (20:01 Uhr)

    "Tiinnnaaa! Was kosten die Kondooommmeee... ?" fiel mir spontan dazu ein.
    In der Tat braucht dies noch zwei Generationen, bis es gesellschaftsreif ist.

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