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E-Commerce

Mobile-Payment: Paypal positioniert sich mit Paydiant neu im Einzelhandel

    Mobile-Payment: Paypal positioniert sich mit Paydiant neu im Einzelhandel

(Foto: © Andrey Armyagov – Fotolia.com)

PayPal hat bekanntgegeben das Mobile-Payment-Startup Paydiant zu kaufen. Interessant wird die Acquisition von Paydiant besonders durch deren Lösung: Das US-Startup betreibt eine Plattform für Mobile-Payment, Kundenkarten und Kundenbindungsprogramme. Zum Kundenkreis der White-Label-Lösung gehören neben US-Ketten wie Subway auch die frisch in Stellung gebrachte Branchenlösung des US-Einzelhandels – „CurrentC“.

Paypal kauft Paydiant

(Screenshot: PayPal)
(Screenshot: PayPal)

Wie re/code vermeldet, soll das Startup aus dem US-Bundesstaat Massachusetts laut unbestätigten Gerüchten für rund 280 Millionen US-Dollar an PayPal gehen. Der Kauf von Paydiant soll bis Ende April abgeschlossen sein.

Paydiant betreibt eine umfangreiche White-Label-Lösung, mit deren Hilfe US-Händler sich eine maßgeschneiderte App zusammenstellen können, die dann je nach Bedarf mit Mobile-Payment-Funktionalitäten, Kundenkarten und Kundenbindungsprogrammen oder digitalen Kassenbons und Sonderangeboten ausgestattet werden kann. Paydiant platziert sich dabei als Handelsdienstleister: Verbindungen mit den Banken der Händler können berücksichtigt werden, die Zahlungsweisen werden für jeden Händler nach Wunsch eingerichtet und die Transaktionsdaten samt den Daten des Kassenbons bleiben in der Hand des Händlers.

Paydiant betreibt Payment-Initiative des US-Handels „CurrentC“

„CurrentC“, die US-Handelsinitiative, betreibt eine Mobile-Payment-App auf Basis von Paydiant. (Foto: MikeKalasnik / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)
(Screenshot: Subway)
(Screenshot: Subway)

Besondere Brisanz hat die Tatsache, dass ein sehr spezielle Initiative zum Kundenkreis von Paydiant gehört: Merchant Customer Exchange (MCX). Das von Walmart gegründete Unternehmen bastelt seit längerem an einer übergreifenden Lösung für den US-Handel, eine Lösung, die sich zu Apple Pay und mittlerweile auch den anderen langsam nahenden Lösungen von Google und Samsung in Stellung bringt. Der Handel will sich von Kreditkartengesellschaften und externen Dienstleistern unabhängig machen. Ähnlich wie Yapital versucht MCX, Handelsketten unter ein Dach zu bekommen und hat dabei fast durchschlagenden Erfolg: Laut Techcrunch gehören über 110.000 Filialen im Einzelhandel mittlerweile der Initiative an – darunter die Supermarktketten 7Eleven, K-Mart, Walmart, Restaurant-Urgesteine wie Wendy's, und Kaufhäuser wie sears. Auf Anfrage von re/code hat Paypal-Manager Bill ready es abgelehnt, MCX zu kommentieren, es ist jedoch davon auszugehen, dass die Kundenbeziehung zu MCX unverändert fortbestehen wird.

Paypal hat trotz verschiedener Projekte bisher nicht im Einzelhandel Fuß fassen können, trotz vieler Bemühungen ist in diesem Sektor nichts erreicht worden, wie der ehemalige Chef der Einzelhandels-Sektion bei PayPal kürzlich bei re/code resümierte. Mit Paydiant könnte Paypal jetzt wieder einen Schritt aufholen.

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2 Reaktionen
Theodoor
Theodoor

Ich traue keinen Ninjas, die den Tresor bewachen sollen. *Wie unseriös ist bitte diese Werbung?!*

Antworten

Neutralität ist wichtig
Neutralität ist wichtig

Die Kunden wollen nicht nur einen Zahlungs-Dienstleister. So eine White-Label-Lösung verhungert also vermutlich, wenn man dort nur noch Paypal machen kann.

Das andere Problem ist, das die Händler oft noch eigene Apps und weitere Infrastruktur haben. Sowas sollte also sehr simpel an die existierende Infrastruktur anpassbar ist. Erfahrungsgemäß funktioniert das eher selten.

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